Paulas Nachrichten

Paula will lieber nicht übers Meer segeln

17.08.2019 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Paulas Thema heute: Warum fliegt Greta nicht nach Amerika?

Hallo, liebe Kinder,

der Sommer geht ja schon eine ganze Weile. Mein Freund, der Reporter Andreas, ist aber immer noch nicht im Urlaub. Er verreist ja sonst immer viel. Und ich bleibe dann immer bei euch, liebe Kinder. Also habe ich ihn diese Woche mal gefragt: „He, bleibst du dieses Jahr auch daheim bei mir und den Kindern? Aber dann kannst du mir ja nichts Neues aus der Welt berichten!“

Der Andreas lächelnd geantwortet: „Keine Bange, Paula! Ich gehe schon noch mal in Urlaub in diesem Sommer. Ich gehe wieder mal nach Amerika!“

„Ach so“, habe ich gemeint, „das ist ja eines deiner Lieblingsländer. Und dann fliegst du wahrscheinlich, gell?“

Der Andreas hat jetzt nicht mehr gelächelt und besorgt geguckt. Er hat gesagt: „Ah, ich weiß schon, was du meinst, meine schlaue Zeitungsente. Du meinst das Klimaproblem mit den Flugzeugen!“

„Ja“, habe ich ganz entschlossen gesagt. „Du hast mir das doch schon erklärt. Und viele Leute sprechen gerade darüber. Die Flugzeuge verbrennen so viel Treibstoff. Und dabei wird das komische Gas ausgestoßen. Durch das Gas wird die Wärme auf der Erde gehalten. Und die wird dann immer wärmer. Das ist schlecht für unseren Planeten!“

Der Andreas hat mich in den Arm genommen und gesagt: „Ich bin sehr stolz auf dich, Paula. Das hast du gut erklärt.“

„Ja, und?“, habe ich gemeint, „und du fliegst trotzdem?“

Der Andreas hat jetzt richtig lange überlegt. Dann hat er geseufzt und geantwortet: „Ja, diesmal fliege ich wieder. Es macht uns Menschen auch aus, viele andere Menschen und spannende Dinge in aller Welt kennenzulernen. Wir sind frei und neugierig. Das bist du ja auch, Paula! Aber in Zukunft will ich weniger fliegen. Das verspreche ich dir. Wir müssen schon das Klima schützen.“

„Genau“, habe ich geschnattert, „und hier ist es auch schön. Dann fährst du eben mit dem Auto hier in Europa herum. Aber, na ja, die sind ja auch nicht so gut für das Klima. Die brauchen ja auch Benzin. Na ja, dann watschelst, äh, wanderst du mal eben durch die Gegend – so wie ich. Das machst du ja auch gerne. Oder du fährst Fahrrad! Oder . . .“

Der Andreas hat mich unterbrochen: „Klar, und gleich sagst du, ich soll wie Greta Thunberg in einem gefalteten Papierschiffchen über den Atlantik nach Amerika fahren!“

„Hä?“, habe ich geschnattert. Denn ich habe den Andreas nicht richtig verstanden. „In einem Papierschiff? Nein, bloß nicht. Da gehst du ja unter!“

Der Andreas musste lachen. Dann hat er gemeint: „Ach, meine schlaue, schlaue Ente! Das verstehst du nicht! Aha. Das habe ich nur so gesagt. Die fährt mit einem kleinen Segelboot. Aber natürlich nicht mit einem Papierschiff!“

„Ach ja“, habe ich gesagt, „ich habe schon überlegt: So klein bist du ja nicht. Und die Greta Thunberg ist auch nicht sooo klein. Und was macht die jetzt? Fährt die mit dem Faltpapierschiffboot nach Amerika in den Urlaub?“

Der Andreas hat geantwortet: „In den Urlaub nach Amerika würde sie gar nicht gehen. Du weißt doch: Die Greta ist das schwedische Mädchen, das sich für den Klimaschutz einsetzt. Sie ist so etwas wie die Chefin von der Bewegung ,Fridays for Future‘. Das heißt doch ,Freitage für die Zukunft‘. Denn an Freitagen demonstrieren viele junge Schüler und Studenten gegen die Politiker. Sie verlangen: ,Die sollen endlich etwas für den Klimaschutz tun.‘ Denn es geht ja um ihre Zukunft!“

„Ach“, habe ich überlegt, „und die Greta demonstriert jetzt in Amerika? Kann sie das nicht auch hier?“

„Könnte sie schon“, hat der Andreas geantwortet. „Aber in Amerika treffen sich bald viele wichtige Politiker aus aller Welt. Die wollen überlegen, wie man den Klimawandel abbremsen kann. Da will die Greta auch mitsprechen für die jungen Menschen. Sie fährt mit einem kleinen Rennsegelboot. Das ist abenteuerlich und ein bisschen gefährlich. Aber sie will damit ein Zeichen setzen. Sie will zeigen: ,Seht her, so geht es auch!‘“

„Hm“, habe ich gemeint, „und wie kommst sie wieder zurück?“

Der Andreas hat gesagt: „Das ist eine sehr schlaue Frage, Paula. Viele meckern auch an ihr herum. Das Segelboot wird von Seglern wieder geholt. Und die müssen hinüberfliegen. Und viele Reporter waren bei Gretas Start. Die sind auch mit Flugzeugen und Autos angereist.“

„Hätte die Greta dann lieber gleich fliegen sollen?“, wollte ich vom Andreas wissen.

Aber er hat geantwortet: „Nein. Sie will einfach, dass man über das Problem spricht. Und da ist ihre Reise in dem kleinen Boot ein spannendes Thema. Viele tun nämlich so, als sei das eben kein Problem mit dem Klima. Oder viele sagen: ,Ich kann sowieso nichts tun.‘ Und viele wollen einfach mit ihrer Kritik davon ablenken, dass sie auch was tun könnten, aber lieber nichts machen.“

„Ah“, habe ich überlegt, „also dann ist mir schon etwas eingefallen: Ich werde auf jeden Fall nicht nach Amerika watscheln. Auf jeden Fall nicht mit einem Flugzeug. Und mit einem gefalteten Papierschiffchen will ich auch nicht über das riesige Meer fahren. Da bleibe ich lieber daheim!“ Eure Paula

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