Paulas Nachrichten

Paula will keine Baumstachel-Ente sein

20.10.2018, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche bin ich zum Andreas in die Redaktion gewatschelt. Es hat richtig Spaß gemacht. Die Sonne hat gescheint. Der Himmel war blau. Es war warm.

„So ein Sommer ist schon etwas Schönes“, habe ich zum Andreas gesagt.

Der Andreas hat mich ganz groß angeguckt. Wie ein Auto. Wie ein Lastwagen. Dann hat er gesagt: „Sommer? Aber Paula! Der Sommer ist doch schon seit über einem Monat vorbei! Wir haben doch schon Herbst!“

Jetzt habe ich ein bisschen komisch geguckt. Und dann habe ich ganz kleinlaut geschnattert: „Echt? Aber das Wetter ist doch noch so toll!“

„Ja, das stimmt schon, Paula“, hat der Andreas gemeint. „Aber es ist trotzdem schon Herbst. Guck mal die Bäume an! Zum Beispiel die Kastanien! Die gibt’s nur im Herbst!“

„Ah“, habe ich jetzt ein bisschen lauter geschnattert, „du meinst die harten, braunen Kugeln! Klar! Die liegen überall herum!“

„Ja“, hat mir der Andreas recht gegeben, „die haben auch ihre Stacheln allesamt verloren. Und die sind schon beinahe alle richtig verrottet.“

„Ihre Stacheln?“, habe ich gefragt, „wie die Igel oder was?“

Der Andreas hat so ein bisschen komisch in den Himmel geguckt. Dann hat er gemeint: „Igel? Klar! Das sind Igel, die an Bäumen wachsen! Du warst ja auch mal eine Baumstachelente! Und ich habe dich im Herbst aufgesammelt. Da bist du unter dem Entenbaum gelegen!“

Natürlich habe ich den Andreas sehr, sehr groß und komisch angeguckt. Ich habe zu ihm gesagt: „Äh, hast du etwa Alkohol getrunken? Oder spinnst du jetzt?“

„Aber, aber, Paula“, hat der Andreas lachend gesagt, „wer wird denn gleich sauer sein? Das war doch nur ein Spaß! Natürlich bist du keine Baumstachelzeitungsente oder so! Zum Glück! Dann kann ich dich immer in den Arm nehmen! Komm, wir gucken mal nach den Kastanien!“

Wir sind zu den Bäumen ganz in der Nähe gewatschelt. Da lagen wirklich ganz viele von den Kastanien herum. „Das sind echt lustige Holzkugeln“, habe ich gesagt.

„Nee, nee“, hat der Andreas gesagt, „das sind keine Holzkugeln. Die Kastanien sind Früchte!“

Ich habe mir die Dinger genauer angeguckt und habe sie auch angefasst. Die waren angenehm glatt. Aber sie waren auch ganz schön hart.

Ich habe geschnattert: „Was? Früchte? Aber wie soll man denn die harten Dinger essen!“

„Ah, natürlich“, hat der Andreas gesagt und wieder gelacht. „Meine liebe Paula denkt natürlich wieder nur ans Essen. Die Früchte sind nicht unbedingt zum Essen da. Zumindest für uns Menschen und Zeitungsenten. Deshalb nennt man sie auch Rosskastanien.“

„Ross? Hä? Heißt Ross vielleicht ,Man kann sie nicht essen‘?“, wollte ich wissen.

„Nein, nein“, hat der Andreas geantwortet, „ein Ross ist ein Pferd. Und so große Tiere können die Kastanien schon fressen. Wir können nur die Esskastanien essen. Die wachsen eher im Süden von Europa. Und auf den Weihnachtsmärkten werden die dann auch heiß angeboten. Die heißen dann Maronen, Mit den Kastanien hier können wir eher basteln oder so!“

„Das können wir machen!“, habe ich gesagt und gleich ein paar schöne, glatte, runde Kastanien aufgesammelt. „Tja, zum Glück sind die Stacheln schon abgefallen. Sonst könnte man die gar nicht aufsammeln und mitnehmen. Und die großen Tiere würden sie auch nicht fressen, gell?“

„Da ist was dran“, hat der Andreas gesagt, „die Stacheln sollen die Früchte gegen die Tiere schützen. Die Früchte sollen nämlich auf den Boden fallen und dann können neue Bäume aus ihnen herauswachsen. Die Stacheln schützen die Kastanienfrüchte gegen Vögel. Die Hülle schützt die Frucht aber auch gegen das Verschimmeln, wenn es viel regnet. Und sie schützt sie bei Hitze gegen das Austrocknen.“

„Ah“, habe ich mir überlegt, „die Kastanienfrüchte sind am Boden wichtig für die Bäume. Es sollen ja neue wachsen. Und deshalb haben die eine Zeit lang auch so fiese Stacheln. Na gut. Dann lege ich die Kastanien wieder zurück. Dann müssen wir mit etwas anderem basteln.“

Der Andreas hat mich über mein schönes, rundes Entenköpflein gestreichelt und gemeint: „Nein, nein, die paar Kastanien kannst du ruhig mitnehmen. Die Stacheln sollen sie nur beim Wachsen am Baum gegen die Vögel schützen. Bei der Landung auf dem Boden platzen die Stachelhüllen sowieso auf. Das macht aber nichts. Die Bäume stellen einfach mehr Kastanien her. Da macht es nichts aus, wenn dann einige gesammelt werden. Hauptsache, es werden nicht alle am Baum aufgefressen.“

Das hat mich gefreut. Denn ich bastele gern! Ihr auch, liebe Kinder? Eure Paula

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Paula hat gar keine Räder

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in dieser Woche wollte ich zum Andreas in die Redaktion watscheln. Ich war fast da. Da hat es angefangen zu regnen. Normal macht mir Wasser nicht so viel aus. Ich bin ja eine Ente. Aber der Regen war richtig blöd kalt. Und es wehte ein ganz stürmischer Wind dazu.…

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