Paulas Nachrichten

Paula will gegen Treibsandaffen streiken

27.04.2019, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche bin ich zum Andreas gewatschelt. Es war sehr warm.

Ich habe nach unserer Begrüßung gesagt: „Ha, endlich ist Frühling! Ich konnte es gar nicht mehr erwarten!“

„Tja“, hat der Andreas gemeint und grimmig geguckt, „aber am Wochenende wird es schon wieder kälter!“

„Was?“, habe ich geschnattert, „womöglich regnet es auch wieder!“

„Ja“, hat der Andreas gemeint, „wahrscheinlich schon. Aber das ist ja gar nicht so schlecht.“

„Du findest Regen gar nicht so schlecht?“, habe ich weitergeschnattert.

Aber der Andreas hat mich unterbrochen: „Na ja, eigentlich freut man sich über das gute Wetter immer. Aber es braucht auch Regen. Damit die Pflanzen wachsen können. Damit die Flüsse und Seen nicht austrocknen und wie letzten Sommer Waldbrände drohen.“

Ich musste nur kurz überlegen. Dann habe ich gesagt: „Oh ja, da hast du recht. Das hat mit dem Klimawandel zu tun. Der kommt von den Treibsandaffen, gell?“

Der Andreas hat mich angeguckt wie ein Auto. Wie ein gaaaaanz großes Auto. Wie ein Lastwagen. „Treibsandaffen? Was soll das denn sein? Und was haben die mit dem Klimawandel zu tun?“, hat er geschnattert, äh, geschimpft.

Dann hat er sich plötzlich mit der flachen Hand an die Stirn geschlagen. Patsch! Und dann hat er laut losgelacht. „Ach, Paula, du meinst den Treibhauseffekt! Klar! Der trägt zum Klimawandel bei! In einem Treibhaus wachsen normalerweise Pflanzen. Und zwar solche, die es immer warm brauchen. Tomaten und so. Das ist ein Glashaus. Die Sonne scheint hinein. Die Luft wird warm. Und sie kann nicht aus dem Haus verschwinden. Energie kommt also rein, aber . . .“

„Aber sie kommt nicht mehr raus!“, habe ich den Andreas schnatternd unterbrochen. „Gut, das habe ich verstanden. Aber das ist ja nur in dem Haus so. Was hat das mit unserem Wetter und so zu tun?“

„Dann musst du mich das einfach erklären lassen“, hat der Andreas ganz streng gesagt. „Aber dazu musst du mir einfach mal zuhören. Also: Unsere Erde wird sowieso von Gasen umgeben. Das Sonnenlicht fällt auf die Erde und erwärmt sie und die Luft. Und die Gase lassen die Wärme dann nicht mehr ganz ins Weltall abhauen. Sonst wäre es auf unserer Erde viel zu kalt für Lebewesen und Pflanzen. Das ist also gut. Aber dann kommen noch andere Gase von den Menschen dazu. Unsere Maschinen und Autos zum Beispiel werden oft mit Kohle, Gas oder Öl betrieben. Beim Verbrennen von denen entsteht das Gas Kohlendioxid. Das lässt noch weniger Wärme von der Erde entweichen. Es wird immer wärmer. Auch wenn es natürlich im Winter kühler ist oder jetzt auch mal regnet. Man sagt: Im Durchschnitt wird es wärmer. Dadurch schmelzen die Gletscher und das Eis in den Meeren. Die Meeresspiegel steigen immer weiter an. Ja, und es wird in manchen Gegenden heißer. Das dauert aber insgesamt sehr lange. Deshalb merkt man das nicht so direkt. Und deshalb kümmern sich auch viele nicht darum. Auch die Politiker kümmern sich nicht genug darum, sagen manche.“

„Ah“, habe ich gemeint, „das ist ja aber echt doof! Da muss ich echt mal richtig schimpfschnattern mit denen.“

„Gute Idee“, hat der Andreas gemeint, „dann kannst du ja auch mal streiken mit den Schülern und Studenten.“

„Streiken? Man kann gegen den Klimawandel streiken. Können Schüler überhaupt streiken? Die kriegen doch gar kein Geld!“, habe ich geschnattert.

„Das ist gar keine schlechte Überlegung“, hat mich der Andreas gelobt. „Man nennt das eher ,schwänzen‘, wenn Schüler nicht in die Schule gehen. Es gibt ja die Schulpflicht. Die müssen eigentlich in die Schule. Stimmt. Aber jetzt geht es um den Klimawandel. Da sagen sie: ,Wir streiken.‘ Sie protestieren auch nicht direkt gegen den Klimawandel. Das wäre ja auch komisch. Sie streiken gegen die Politiker. Die machen ihnen zu wenig gegen den Klimawandel. Die müssten mehr gute Gesetze machen. sagen sie. Sodass die Menschen nicht mehr so viele Gase freisetzen dürfen. Deshalb nennen sie ihre Aktion auch ,Fraideys for Fjuuutschr‘.“

„Hm, das klingt komisch“, habe ich gemeint. „Aber es klingt nicht nach einem Römerwort.“

„Stimmt“, hat der Andreas geantwortet, „das ist Englisch. Viele Menschen in der ganzen Welt verstehen das heute. Und Schüler und Studenten protestieren in der ganzen Welt oft an Freitagen für eine bessere Klimapolitik. ,Friday‘ heißt auf Deutsch einfach ,Freitag‘. Und ,future‘ heißt ,Zukunft‘. Sie haben Angst um ihre Zukunft, wenn es immer wärmer auf der Erde wird.“

„Ah“, habe ich gemeint, „deshalb streiken die. Obwohl sie gar nicht dürfen!“

„Genau“, hat der Andreas gesagt, „sie könnten ja auch nach der Schule protestieren, sagen viele. Aber sie antworten: ,Dann fällt es keinem auf.‘“

Das fand ich ganz gut. Ich werde vielleicht mal mitstreiken. Auch wenn ich als Zeitungsente nicht in die Schule gehe. Ich habe mir gleich einmal ein Fähnchen gebastelt. Eure Paula

Paulas Nachrichten

Paula bastelt sich ein Monster

                                                  Paulas Thema heute: Gibt es Krokodile in den Bürgerseen?

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche gab es ja wieder einmal so richtiges Badewetter. Ich habe aber trotzdem zuerst noch beim Andreas in der Redaktion…

Weiterlesen

Weitere Nachrichten von Paula Alle Nachrichten