Paulas Nachrichten

Paula will doch nicht mit Schnee schießen

17.11.2018 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche bin ich mal zum Andreas in die Redaktion gewatschelt. Der stand gerade mit einem Kollegen zusammen. Sie haben sich unterhalten.

Der Andreas hat seinen Kollegen gefragt: „Und? Wie war’s im Skifahren?“

Er hat geantwortet. Es war wohl gut.

Das habe ich aber nicht verstanden. Ich habe zuerst geguckt wie das berühmte große Auto. Dann habe ich dazwischen geschnattert: „Was? Skifahren? Aber dazu braucht man doch Schnee! Und den hat es doch noch gar nicht!“

Der Andreas hat aber gesagt: „Mensch, äh, Ente, Paula! Natürlich hat es hier bei uns noch keinen Schnee. Aber in den Bergen hat es Schnee!“

„Oh, das ist aber schön, dass es da schon geschneit hat!“, habe ich gesagt.

Der Kollege vom Andreas hat gemeint: „Na ja, wir waren ganz weit oben. Auf einem Gletscher. Du weißt doch, Paula: Das ist ewiges Eis. Und da liegt dann immer Schnee darauf. Da kann man sogar im Sommer Ski fahren.“

„Ah ja“, habe ich nur gemeint.

Der Andreas hat noch gesagt: „Und außerdem gibt es ja Schneekanonen!“

„Was?“, habe ich gleich losgeschnattert, „Schneekanonen? Und die schießen mit Schnee? Machen die eine Schneeballschlacht dort? Die einen werfen ganz harmlos mit Schneebällen und die anderen schießen mit Schneekanonen? Das ist doch unfair. Und so richtig gefährlich! Pah! Da gehe ich lieber nicht hin!“

Der Andreas musste lachen. Er hat geantwortet: „Ha, Paula, das ist ja eine tolle Idee! Auf die bin ich noch gar nicht gekommen! Das wäre eine tolle Schneeballschlacht. Du würdest mit deinen mickrigen Schneebällen werfen. Und ich habe die Schneekanone! Und . . .“

„Das würde dir so passen“, habe ich geschnattert. Aber der Andreas hat gleich ganz beruhigend weiter gesprochen: „Also, Paula, so eine Schneekanone schießt nicht mit Schneebällen auf andere Menschen oder Enten.“

Jetzt habe ich eine neue Idee gehabt und gleich wieder dazwischen geschnattert: „Ah, ich weiß es jetzt! Das ist eine Kanone aus Schnee. Die bauen die Kinder. Das ist wie mit den Schneemännern. Aber warum baut man eine Kanone? Man könnte doch viel liebere Sachen bauen und . . .“

Der Andreas hat seine Augenbrauen nach oben gezogen. Dann hat er ganz genervt gesagt: „Oh, Paula, nein. Eine Schneekanone ist nicht aus Schnee gebaut. Das ist ein technisches Gerät. Es ist eigentlich auch keine Kanone. Man nennt es nur so. Das benützt man in den Bergen. Da stellt man mit den Geräten Schnee auch technisch her. Sonst können die Leute ja oft gar nicht Ski fahren.“

Jetzt habe ich mal ein bisschen streng geguckt. Dann habe ich gesagt: „Na ja, man muss ja auch nicht andauernd Ski fahren. Wenn es keinen Schnee hat . . . Dann fährt man halt nicht.“

„Das stimmt schon“, hat der Andreas gesagt, „aber es schneit ja in den letzten Jahren viel weniger als früher. Das ist wegen des Klimawandels. Es ist heute einfach wärmer als früher. Und dann ist das auch für die Einheimischen in den Bergen ganz schlimm. Denn die verdienen ihr Geld mit den Skifahrern. Denn die müssen ja in ihren Hotels schlafen und in ihren Gaststätten essen. Ja, und sie müssen die Skipässe kaufen. Damit sie die Lifte auf die Berge hoch bringen zum Skifahren. Deshalb nehmen die die Schneekanonen. Sonst ist die Schneelage zu unsicher in den Bergen und es kommt keiner mehr.“

„Ah, dann ist das ja eine tolle Sache“, habe ich gemeint, „wie teuer ist denn so ein Ding? Können wir uns nicht auch eine Schneekanone kaufen? Dann haben wir hier immer Schnee. Dann können wir immer Schneeballschlachten machen und Schneemänner bauen. Das wäre schön!“

Der Andreas hat ein bisschen traurig geguckt und geantwortet: „Nein, das geht nicht, Paula. Diese Kanonen sind sehr teuer. Und es muss für sie auch kalt sein. Die funktionieren nämlich so: Sie saugen kalte Luft und die presst dann mit großem Druck Wasser vorne raus. Da kommen dann Tröpfchen in einem Nebel raus. Die sind wirklich sehr, sehr klein. Deshalb gefrieren sie an der kalten Luft gleich und werden zu Schnee. Man nennt das technischen Schnee.

Aber die Kanonen sind auch nicht gut für die Umwelt. Denn sie brauchen sehr, sehr viel Wasser. Das kommt zwar auch aus Speicherseen. Aber man nimmt auch das Wasser von Gebirgsbächen. Die werden dann viel dünner. Man braucht für die Schneekanonen in den Alpen in einem Jahr so viel Wasser wie alle Einwohner von der großen bayerischen Stadt München in einem Jahr verbrauchen. Die Kanonen brauchen auch sehr viel Strom. Sie müssen nämlich immer geheizt werden. Sonst frieren sie ein. Das Wasser aus den Speicherseen ist aber oft viel zu warm. Das muss man mit viel Strom kühlen. Den Strom muss man in Kraftwerken herstellen. Wir haben ja lange noch nicht nur Strom aus Sonnen- oder Windenergie.“

„Ach so, dann warten wir doch einfach auf den Schnee! Vielleicht kommt er ja doch bald“, habe ich gesagt. Eure Paula

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