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Paula will die Sprache der Tiere lernen

06.11.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Paulas Thema heute: Wie verständigen sich eigentlich Tiere?

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche wollte ich von unserem Heimbüro aus mal den Sohn vom Andreas besuchen. Er war aber nicht da. Aber auf seinem Schreibtisch lagen lauter Bücher herum. Ich mag ja Bücher. Also habe ich mir die mal genauer angeschaut. Ich habe aber nichts herausbekommen. Die waren nämlich in einer anderen Sprache. Ich habe mal auf Englisch getippt. Also habe ich mir eines von den komischen Büchern geschnappt und bin zum Andreas rübergewatschelt.

Ich habe geschnattert: „He, warum liest denn der die Bücher nicht auf Deutsch? Sind die dann billiger? Oder hat er die geschenkt bekommen? Womöglich von dir?“

Der Andreas hat erst einmal die eine Augenbraue hochgezogen. Dann hat er den Kopf geschüttelt. Schließlich hat er aber doch gelächelt und gemeint: „Äh, damit hat das nichts zu tun, schlaue Paula! Er kann mit den Büchern einfach tierisch gut die fremde Sprache lernen!“

Natürlich habe ich erst einmal geguckt wie ein Auto. Ihr wisst doch, liebe Kinder, so gucke ich, wenn ich etwas nicht verstehe.

Also habe ich geschnattert: „Hä? Tierisch? Als fremde Sprache? Der lernt mit den Tieren zu reden‘? In ihrer Sprache? Aber das sieht doch eher aus wie Englisch oder so! Und die Tiere benutzen doch auch keine Buchstaben. Also, äh, natürlich außer den Zeitungsenten.“

Der Andreas hat dann geguckt wie ein Lastwagen und dann hat er laut gelacht. Er musste sich erst beruhigen. Dann hat er mir geantwortet: „Tierisch als Fremdsprache? Jetzt verstehe ich dich! Nee, das ist schon Englisch. Mein Sohn beschäftigt sich damit an der Universität. Das ist doch die Schule für Erwachsene. Deshalb liest er Bücher in der fremden Sprache und nicht auf Deutsch. So lernt man die Sprache sehr gut. Ja, und das ist schon eine Menschensprache und keine Tiersprache. ,Tierisch‘ ist einfach eine Redensart. Das sagt man so. Damit meint man ,sehr gut‘ oder ,klasse‘.“

„Ah, jetzt verstehe ich“, habe ich geantwortet. „Schade, ich habe schon gedacht, er lernt die Sprache der Tiere. Mit einem ganz besonderen Buch. Dann würde ich das auch machen. Ich mag doch die Tiere so sehr! Aber ich verstehe sie nicht immer so richtig. Die Katzen miauen mich immer auf der Straße an. Aber ich weiß nicht, was sie mir damit sagen wollen! Ich schnattere dann halt zurück und watschele weiter!“

„Na ja“, hat der Andreas gemeint, „die Katzen unterhalten sich nicht nur mit ihrem Miauen. Die sprechen auch mit ihrem Körper. Manchmal stellen die ihren Katzenschwanz nach oben. Das heißt: Sie freuen sich über dich! Ganz große Augen machen sie, wenn sie Angst haben. Beinahe so groß wie deine großen, runden Entenäuglein sind die dann. Und wenn sie den Rücken krumm machen, musst du aufpassen. Dann sind sie nämlich wütend. Dann können die ganz schön kratzen mit ihren Krallen.“

„Oh“, habe ich gemeint, „das ist ja sehr interessant. Du bist ja ein richtiger Katzenexperte! Das wusst’ ich gar nicht!“

„Tja, du unterschätzt mich einfach! Aber ich weiß noch mehr, auch über andere Tiere! Da machst du gleich noch größere Augen! Die Heringe sind zum Beispiel ganz geschickt. Die pupsen sich unter Wasser Nachrichten zu! Aber keine Angst, das stinkt unter Wasser ja nicht! Ja, und die Wale sind noch schlauer. Die können sogar mit ihrem Pfeifen und Brummen richtige Lieder singen!“

„He, wie die Vögel, oder was?“, habe ich dazwischengeschnattert.

„Ja“, hat der Andreas gemeint. „Die Kanarienvögel singen sehr schön. Damit wollen sie ein Weibchen für sich begeistern. Aber das mit den Amseln ist noch viel lustiger: Die singen in Norddeutschland anders als hier bei uns in Süddeutschland.“

„Ha“, habe ich lachend gesagt, „dann glauben die hier, die da oben im Norden singen in einer Fremdsprache!“

„Das nicht“, hat der Andreas gemeint, „es ist eher wie mit den Dialekten. Du weißt doch: Die Schwaben sprechen anders Deutsch wie die Bayern zum Beispiel. Aber bei den Elefanten ist das noch komplizierter. Die Afrikanischen haben große Ohren und brummen. Die Indischen haben kleine Ohren und zwitschern eher. Die verstehen sich wirklich nicht. Wie bei Fremdsprachen.“

„He, was du alles weißt! Du bist ja sogar ein Tierexperte! Das wusste ich nun wirklich nicht“, habe ich gesagt.

Der Andreas hat ganz frech gelächelt und gemeint: „Na gut, ich bin ehrlich! Das weiß ich alles aus dem neuen Buch hier! Das ist interessant und lustig!“

Er hat mir das schöne Buch gezeigt. Es ist wirklich sehr interessant und lustig, liebe Kinder. Auch wenn nichts über die Zeitungsentensprache drin steht! Eure Paula

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