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Paula will die alten Römer nicht besuchen

12.12.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Paulas Thema heute: Zeitreisen gibt es nicht – Man kann sie sich nur vorstellen

Hallo, liebe Kinder,

vor ein paar Tagen habe ich den Andreas getroffen. Der kam von einem Termin in der Stadt. Manchmal müssen wir Reporter ja auch mal richtig loswatscheln und losgehen. Alles können wir ja nicht vom Heimbüro aus machen.

Der Andreas hat ganz glücklich geguckt. Seine Augen haben richtig gestrahlt. Ich habe zu ihm gesagt: „He, was war denn das für ein Termin? Hast du deinen Fußballern beim Kicken zugucken dürfen? Und haben die womöglich aus Versehen gewonnen?“

„Du bist ganz schön frech, meine liebe Zeitungsente“, hat der Andreas geschnattert, äh, gesagt. Dann hat er gemeint: „Nee, ich war natürlich nicht beim Fußball. Das geht ja gerade nicht. Ich habe mir einen Bauhelm aufgesetzt und eine Baustelle angeguckt. Das war eine richtige Zeitreise.“

Jetzt habe ich den Andreas angeguckt wie ein riesengroßes Auto. Wie ein Lastwagen habe ich ihn mit meinen großen, runden Entenäuglein angeguckt und geschnattert: „Was? Eine Zeitreise? Wie geht das denn? Du bist auf eine Baustelle und von da an ging es wohin in der Zeit? Nach vorne? Nach hinten? Wie soll das denn gehen? Und wo warst du dann? Bei deinen alten Römern? Hast du sie dann nach ein paar Worterfindungen gefragt?“

Jetzt hat mich der Andreas total groß angeguckt. Er hat gemeint: „Hä? Zu den Römern? Auf der Baustelle? So ein Quatsch! Die Baustelle ist doch keine Zeitmaschine! Die gibt es doch auch gar nicht!“

„Ja, klar“, habe ich zurückgeschnattert. „Das war ja auch nicht meine Idee. Du hast das mit der Zeitreise doch erzählt!“

Daraufhin hat der Andreas richtig gelacht. Er hat mir erklärt: „Mensch, äh, Ente Paula! Das sagt man halt so. Ich war in einem sehr alten Haus in Nürtingen. Da hat vor beinahe 250 Jahren der Dichter Hölderlin gewohnt als Kind. Später ist das Haus andauernd umgebaut worden. Da waren dann auch immer wieder verschiedene Schulen drin. Jetzt bauen sie das Haus ganz neu um. Dabei legen sie auch ganz alte Wände wieder frei. Da kann man sich richtig die alte Zeit vorstellen. Deshalb sage ich halt Zeitreise dazu: Man schaut sich das heute an und sieht, wie es früher war.“

„Ach so“, habe ich gesagt und gelächelt, „sonst hättest du dem Hölderlin ja einen Gruß von mir sagen können. Aber wahrscheinlich hätte er sich kaputtgelacht . . .“

Jetzt hat der Andreas wieder ein bisschen grätig geguckt. Er hat gemotzt: „Warum sollte der über mich lachen?“

„Na ja, nicht wegen dir“, habe ich geantwortet, „wegen deinem Bauhelm! So etwas kannte der ja gar nicht!“

Jetzt musste auch der Andreas wieder lächeln. Und er hat gesagt : „Ja, den hätte er nicht gekannt. Stimmt.“

Dann habe ich wieder gelacht und gemeint: „Zum Glück hast du dir keine Baustelle in Rom angeguckt. Wenn du da eine Zeitreise gemacht hättest . . . Dann hättest du womöglich so einen schweren alten Römerhelm aus Blech aufgehabt.“

Der Andreas musste auch lachen. Und er hat gemeint: „Hm, ich stelle mir noch etwas ganz anderes vor. Ich stelle mir vor: Meine liebe Paula würde mich mal begleiten nach Rom. Dann hättest du so einen Helm auf! Mit so einem roten Busch oben drauf!“

„Nee“, habe ich lachend gemeint, „das würde ja gar nicht passen. Wie würde das denn aussehen? Ich habe einen orangenen Schnabel und orangene Watschelbeinchen. Da müsste ich schon auch einen orangenen Helmbusch nehmen!“

„Oh, Paula“, hat der Andreas gemeint, „dass du so auf dein Äußeres achtest . . . Aber dann hätten dich die Römer ausgelacht mit deinem orangenen Busch. Das waren vermutlich rot gefärbte Pferdehaare. Und die haben im Kampf auch nur die Chefsoldaten auf dem Helm gehabt. So konnten ihre Soldaten sie im Getümmel leicht finden.“

„Hm“, habe ich überlegt, „aber Orange würde man auch gut sehen.“

„Ja“, hat der Andreas gesagt, „aber wahrscheinlich hatte man so ein Färbemittel damals gar nicht. Und außerdem hätten die Soldaten ja nicht gewusst, dass ihr Chef plötzlich einen orangenen Helmbusch hat.“

„Stimmt“, habe ich gemeint, „die Farbe hätten ja auch nur römische Zeitungsenten getragen.“

Der Andreas hat aber gesagt: „Zeitungen kannten die Römer noch nicht so. Da hätten sie sich auch mit Zeitungsenten schwergetan.“

„Na ja“, habe ich gemeint, „dann bin ich ja froh, dass richtige Zeitreisen gar nicht klappen. Dann bleibe ich hier. Da erkennt mich jeder auch ohne Helm mit Orange.“ Eure Paula

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