Paulas Nachrichten

Paula will auch einen elektrischen Roller

06.11.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

ach, der Herbst ist doch eine wunderschöne Jahreszeit! Manchmal scheint die Sonne. Und dann watschele ich durch die Gegend und schaue mir die wunderbaren Farben der Bäume an. So bunte Blätter gibt es eben nur im Herbst!

Letzte Woche bin ich raus und wollte etwas spazieren watscheln. Raus in den Wald. Ich kam an einen Berg. Ich bin die Straße entlang. Vor mir habe ich etwas Grünes fahren sehen. Das sah aus wie ein klitzekleines Motorrädlein. Ein Mann ist drauf gesessen. Nach ein paar Metern habe ich mir gedacht: „Ach du liebe Ente, heute watschelst du aber ganz schön schnell. Du hast ja gleich das kleine Motorrad eingeholt.“

Ich kam dem Motorrädlein nämlich immer näher. Ich musste aber noch gar nicht richtig schnaufen. Plötzlich hatte ich es ganz eingeholt. Der Mann ist abgestiegen und hat seinen Helm abgenommen. Das war ein Kollege vom Andreas!

Ich habe ihn begrüßt: „Hallo, willst du bei dem tollen Herbstwetter jetzt auch lieber einen Spaziergang machen?“

Er hat müde gelächelt. Dann hat er geantwortet: „Nee, nee, Paula. Mein Roller hat nur schlappgemacht.“

Wie ein Tretroller hat das gar nicht ausgesehen. Ich habe gemeint: „Du hast aber gar nicht getreten. Dein Ding sieht nicht aus wie ein Roller oder ein Fahrrad. Du hast doch bestimmt einen Motor. Vielleicht ist dein Tank leer. Komm, wir schieben das Teil zur nächsten Tankstelle.“

Der Kollege vom Andreas hat gelächelt. Er hat gesagt: „Eine Tankstelle nützt mir nichts. Ich hätte lieber eine Steckdose. Aber hier im Wald habe ich keine. Na ja, ich lasse das Ding einfach wieder den Berg runterrollen.“

Dann ist er wieder aufgestiegen, hat seinen Helm aufgezogen und ist davongerollt.

Ich bin dann noch ein bisschen spazieren gewatschelt. Und dann bin ich in die Redaktion zum Andreas. Ich habe ihm ganz aufgeregt von meinem Erlebnis berichtet: „Dein Kollege wollte mich wohl veräppeln. Der wollte eine Steckdose für sein kleines Motorrad. Was will er denn damit? Der hatte doch keinen Staubsauger dabei, sondern einen Roller.“

Der Andreas hat gelacht. „Klar, Paula, mit so einem Staubsauger kann er ja schlecht fahren. Na ja, mit seinem Roller konnte er auch nicht mehr fahren – ohne Strom. Der hat nämlich einen Elektroroller. Der fährt mit Strom. Der hat keinen Tank. Der hat eine Batterie. Die muss er an der Steckdose aufladen. So wie man ein Handy auflädt zum Beispiel.“

„Das verstehe ich nicht“, habe ich meinen runden Entenkopf geschüttelt. „Warum hat er denn dann nicht einfach ein paar Ersatzbatterien mitgenommen? Du nimmst doch für deine Taschenlampe auch immer Ersatzbatterien mit in den Urlaub?“

Der Andreas hat wieder gelächelt. Dann hat er mir erklärt: „Das ist nicht so einfach, Paula. Für so einen großen Roller braucht man viel, viel größere Batterien. Da kann man nicht einfach eine aus dem Supermarkt nehmen. Es gibt sogar Elektroautos. Die haben Tausende von solchen Batterien, die in meinem Laptop, meinem tragbaren Computer, drin sind. Da ist der ganze Kofferraum voll mit Batterien. Die Batterien muss man immer wieder aufladen. Das macht mein Kollege mit seinem Roller normalerweise während er arbeitet. Oder während er schläft. Diesmal hat er einfach den Berg unterschätzt. Da braucht der Roller mehr Strom als auf der Ebene.“

„So, dann hat er das vergessen gehabt“, habe ich gemeint. „Da ist ein richtiger Roller mit so einem Stinkemotor aber geschickter.“

Der Andreas hat geantwortet: „Du hast es schon angesprochen, Paula: So ein normaler Roller stinkt und macht Krach. Das macht der von meinem Kollegen nicht.“

„Ach, dann will ich auch einmal so einen Elektroroller. Der macht dann nichts Umweltschädliches“, habe ich geglaubt zu verstehen.

„Na ja“, hat der Andreas gemeint. „Ganz richtig ist das leider nicht. Der Roller braucht ja auch Energie. Das ist der Strom. Und der muss in einem Kraftwerk hergestellt werden. Dazu braucht man oft Kohle. Das gibt auch Qualm und Gestank. Aber so ein Roller ist schon toll. Er nützt die ganze Energie zum Fahren. Das machen die Stinkedinger mit Benzin nicht.“

„So, und was machen die Gauner mit dem Rest von der Energie?“, wollte ich ganz empört wissen.

„Die wandeln das in Wärme um. So ein Motor von einem Auto wird richtig heiß. Da könntest du dir ganz schön die Federn verbrennen. Das ist natürlich schade um die Energie. Deshalb ist so ein Roller toll. Der Strom kommt zwar auch nicht einfach nur so aus der Steckdose. Der muss auch erst hergestellt werden. Und er fährt halt nicht so weit und nicht so schnell. Aber hier in der Stadt ist der schon praktisch. Und er braucht eben nicht so viel Energie wie die Fahrzeuge, die Benzin oder Diesel verbrennen. Außerdem kann man Strom auch mit der Kraft der Sonne oder des Windes herstellen. Dann wäre so ein Elektroroller natürlich erst recht toll.“

Das hat mir gefallen. Wenn ich mal eine große Zeitungsente bin, fahre ich mit dem Roller zu meinen Terminen. Ich darf nur das Batterieladen nicht vergessen. Eure Paula

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