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Paula will auch auf den Weihnachtsmarkt

06.12.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Paula will auch auf den Weihnachtsmarkt

Hallo, liebe Kinder,

diese Woche habe ich am Mittwoch in der Stadt eine seltsame Entdeckung gemacht. Ich bin an unserer guten, alten Laurentiuskirche vorbeigewatschelt. Da saßen plötzlich lauter komische Tiere rum: Pferde, dann noch so ein gestreiftes Pferd, Zebra heißt das glaube ich, und ein Hahn. Das waren aber gar keine richtigen Tiere, sondern nur Figuren. Die haben sich nämlich gar nicht bewegt. Und gesprochen haben sie auch nicht.

Deshalb habe ich mich auch sehr erschrocken, als plötzlich jemand zu mir sprach: „Na, Paula, willst du auch als Sitztier auf dem Karussell mitfahren? Dann können die Kinder auf dir reiten!“ Es war ein Mann. Der hat gelacht. Ich habe schnell „Nein, nein“ gesagt, und dann habe ich mich lieber auf den Weg zum Andreas gemacht. Deshalb konnte ich mir auch gar nicht mehr die ganzen Buden näher anschauen, die da rumstanden.

Natürlich habe ich dem Andreas von meiner Entdeckung erzählt. Er fand das gar nicht so aufregend. „Ach, du hast dir den Weihnachtsmarkt angeschaut?“, hat er gefragt. „Der macht aber erst am Freitagabend auf. Freust du dich schon?“

„Naja, ich weiß nicht so recht. Der Mann wollte, dass ich mit anderen Tieren im Kreis rumfahre. Dann könnten Kinder auf mir reiten, hat er gemeint. Das will ich aber lieber nicht“, habe ich erklärt.

„Ach so. Mensch, Paula, der Mann ist genauso lustig, wie ich es manchmal bin. Der hat sicher nur einen Spaß gemacht. Der hat das Karussell für den Weihnachtsmarkt aufgebaut. Da können dann die kleinen Kinder auf den Tierfiguren im Kreis rumfahren, während ihre Eltern vielleicht einen Glühwein trinken.“

„Glühwein? Die trinken einen Wein, der glüht? Da verbrennt man sich doch alles!“, habe ich mich empört.

„Aber Paula, das sagt man nur so, weil der Wein heiß gemacht wird. Glühen tut da nichts“, hat der Andreas gesagt. Ich habe etwas kritisch geguckt. Und darum hat der Andreas gleich noch gesagt: „Ja, ja, Paula, das ist fies, ich weiß. Kinder trinken keinen Wein, und du auch nicht. Aber es gibt auch leckeren Punsch ohne Alkohol für die Kleinen und die Zeitungsenten. Und es gibt Suppen, Süßigkeiten, Würste, heiße Kastanien und, und, und. Das wird alles in den Buden verkauft, die jetzt noch geschlossen sind. Außerdem kann man Spielsachen kaufen, und natürlich auch Schmuck für den Weihnachtsbaum und so.“

„Das ist ja eine tolle Idee“, habe ich gemeint. „Die Menschen lassen sich doch immer wieder was Neues einfallen.“

„Das stimmt schon, Paula“, hat der Andreas erwidert. „Aber die Weihnachtsmärkte sind nun wirklich keine neue Erfindung. Die gab’s schon im Mittelalter, zur Zeit der Ritter. Da konnte man einfach alles für den Winter zu kaufen. Kerzen zum Beispiel, oder warme Sache zum Anziehen. Und auch zu naschen gab’s was. Zum Beispiel den Lebkuchen. Der schmeckt so lecker, weil er mit Honig und verschiedenen fremden Gewürzen gebacken wird. Im Mittelalter haben sie sogar Bilder draufgemacht, von schönen Frauen und starken Rittern.“

„Dann hätte ich die Kuchen nicht gegessen“, habe ich gesagt. „Das wäre ja schade um die schönen Bilder.“ Und ich wollte wissen: „Gab’s in Nürtingen zur Ritterzeit auch schon einen Weihnachtsmarkt?“

Der Andreas hat mit den Schultern gezuckt: „Das weiß ich nicht. Aber die Stadt hätte das schon dürfen. Die brauchten nämlich eine Erlaubnis vom Herrscher dafür. Aber ich weiß, dass es in Stuttgart schon seit über 400 Jahren einen Weihnachtsmarkt gibt. Und in Augsburg, das ist in Bayern, gibt’s seit über 600 Jahren schon einen.“

Da habe ich mir gedacht: Was die Stuttgarter und die Bayern können, das können doch die Nürtinger schon lange! Vielleicht sehen wir uns ja auf dem Weihnachtsmarkt, Kinder! Eure Paula

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