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Paulas Nachrichten

Paula will an Weihnachten fleißig sein

22.12.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

am Donnerstag bin ich zum Andreas gekommen. Der hat gerade telefoniert. Normalerweise sagt er dann trotzdem „Hallo“ zu mir. Der Andreas kann nämlich mehrere Sachen auf einmal machen. Als Redakteur sollte man das können. Ich war da schon einmal richtig neidisch darauf. Denn ich kann immer nur eine Sache machen. Aber der Andreas hat mir erklärt: „Das ist eigentlich gar nicht so gut, wenn man vieles auf einmal macht. Dann macht man manchmal gar nichts richtig.“

Der Andreas macht trotzdem manchmal mehrere Sachen auf einmal. Typisch Erwachsener! Die machen oft Dinge, die gar nicht so gut für sie sind. Auch wenn sie das wissen . . .

Diesmal hat der Andreas aber gleich abgewinkt. Er hat mit einer Hand den Telefonhörer gehalten. Und von der anderen Hand hat er den Zeigefinger vor die Lippen gehalten. Ich sollte also ruhig sein. Sein Kollege hat mir erklärt: „Psssst! Der telefoniert gerade mit der Antarktis!“

Da war ich dann schön still. Unten in der Antarktis ist doch gerade ein Mann aus Nürtingen. Und der Andreas kennt den.

Nach einer Weile hat der Andreas dann aufgelegt. Dann hat er gleich gesagt: „So, Entschuldigung, Paula! Das war der Lars. Ich habe ganz konzentriert zugehört und mitgeschrieben. Jetzt aber erst einmal: Hallo!“

„Kein Problem“, habe ich geantwortet. „Beim Telefonieren reinquatschen ist ja auch echt blöd. Was hat denn der Eis-Lars gewusst?“

Der Andreas hat gelacht. „Tja, Paula, der Eis-Lars hat gleich nach dir gefragt. Er wollte wissen, ob du die Legostation schon gebaut hast.“

„Oje“, habe ich geflüstert. Und ich bin dabei sicher ganz rot geworden. Der Andreas und der Lars in der Antarktis haben ja mich und die Kinder mal gebeten, die Station Neumayer III mit Legosteinen zu bauen und Bilder davon zu schicken. Neumayer III heißt die Station, auf der der Mann aus Nürtingen seit einem Jahr schon lebt.

Der Andreas hat auch schon ein paar echt schöne Bilder von Kindern bekommen. Zum Beispiel vom Leo aus Wangen und von der Christine aus Frickenhausen.

Aber ich musste jetzt ganz ehrlich sein zum Andreas und habe ganz leise gesagt: „Naja, also, ich bin noch nicht dazu gekommen . . .“

Der Andreas hat mich in den Arm genommen und gelächelt. „Ist schon in Ordnung, Paula. Manchmal schafft man etwas einfach nicht. Und im Sommer baut man ja auch nicht so gerne mit Lego. Da ist man ja lieber draußen.“

Das fand ich lieb vom Andreas. Und ich habe ihm gleich Recht gegeben: „Genau! Und dein Freund in der Antarktis hat seine Legostation bestimmt auch noch nicht gebaut. Der hatte bestimmt immer ganz viel zu arbeiten. Dann war er auch bestimmt lieber draußen und ist zu den lieben Pinguinen und den Robben gefahren. Die wollte er doch fotografieren!“

„Da hast du schon Recht“, hat der Andreas gesagt. „Aber der Lars hat trotzdem mit seinen Freunden die Legostation gebaut. Er hat dafür 27 Kilogramm Steine gebraucht. Hm, so viel wiegt im Durchschnitt ein acht Jahre altes Kind! Dafür haben sie zu siebt einen ganzen Arbeitstag lang gearbeitet. Schau’ mal, sieht das nicht toll aus?“

Er hat mir dann ein Bild gezeigt. Das hat ihm der Lars per E-Mail geschickt. Da war die Legostation darauf zu sehen. Das sah vielleicht super aus! Da bin ich richtig neidisch geworden.

Der Andreas hat das gemerkt. Und er hat gesagt: „Ärgere dich nicht, Paula! Ich habe mit dem Lars gesprochen. Der kommt sowieso erst im Februar nach Hause. Dann bringt er erst die Belohnung für die schönsten Stationen der Kinder mit! Du hast also noch ein bisschen Zeit.“

Das fand ich richtig gut. Aber ich bin dann gleich nach Hause zu ihm gewatschelt. Zu seinem Sohn. Der hat nämlich richtig viele Legosteine. Und er baut auch richtig gerne. Ich habe ihn gefragt: „He, baust du mit mir so eine Antarktis-Station?“

Er hat gleich gesagt: „Klar, Paula, wenn ich Ferien habe. Die gehen ja nächste Woche los. Wir können schon an Weihnachten anfangen. Das Bauen ist ja keine Arbeit. Das macht Spaß!“

Da habe ich ihm nicht widersprochen. Das stimmt ja. Er ist dann noch einmal an seinen Schreibtisch und hat seine Hausaufgaben gemacht. Ich als Zeitungsente hatte schon Zeit. Deshalb bin ich in sein Zimmer und habe schon einmal passende Legobausteine rausgesucht. Diesmal will ich die Chance nämlich nicht wieder verpassen.

Und ihr, liebe Kinder? Habt ihr auch in den Weihnachtsferien Zeit und Lust, die Antarktis-Station nachzubauen? Schickt mir doch bis zum 31. Januar Bilder davon! Meine Adresse lautet: Paula Print, Nürtin- ger Zeitung, Redaktion, Carl-Benz-Straße 1, 72662 Nürtingen. Ihr könnt sie mir aber auch per E-Mail an paula@ntz.de schicken. Die schönsten Stationen bekommen dann ein kleines Geschenk! Eure Paula

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