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Paula watschelt lieber

17.04.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Paulas Thema heute: Kann man auf Elefanten reiten?

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche war ich auf dem Markt einkaufen. Mein Freund, der Reporter Andreas, hat zu Hause weitergearbeitet. Deshalb musste ich ganz schön schwer tragen. Ich hatte zum Beispiel ein bisschen Salat für mich eingekauft.

Zu Hause habe ich erst einmal geächzt und gestöhnt und zum Andreas gesagt: „Puh, das nächste Mal kommst du aber wieder mit auf den Markt. Dann trage ich das nicht wieder alles alleine!“

Der Andreas hat seine linke Augenbraue ein bisschen nach oben gezogen. Dann hat er ganz komisch meine fünf Salatköpfe im Einkaufskorb angeguckt und geantwortet: „Na klar, Paula! Ich bin doch immer gerne dein Lastenesel!“

Jetzt habe ich den Andreas komisch angeguckt und gefragt: „Ein Esel?“

„Ja, ein Esel“, hat der Andreas gemeint. „Du weißt doch: Für ihre Körpergröße sind die Esel ganz schön stark. Und wenn sie nicht störrisch sind, tragen sie die Lasten auch ganz geduldig. Aber klar, bei den Mengen Salat wäre sicher ein Elefant besser für dich.“

Jetzt habe ich noch komischer geguckt. Dann habe ich geschnattert: „Ein Elefant? So ein Riesentier?“

„Ja, klar“, hat der Andreas gemeint, „natürlich ein Riesentier! Gerade deshalb. In Indien tragen die gutmütigen Riesen für die Menschen viele Lasten. Die ziehen sogar Baumstämme durch die Gegend. Ja, und die Menschen reiten auf ihnen. Du könntest dich auch noch auf den Elefant setzen. Dann musst du nicht mal mehr watscheln. Du müsstest nur hoch auf den Rücken flattern.“

Ich habe mir das mal vorgestellt. Dann habe ich gemeint: „Äh, na gut, äh, ich glaube, das wäre nichts für mich! So hoch oben auf so einem riesigen Elefanten! Ja, und, äh, und auf dem Markt ist es immer sehr eng. Das ist doch nichts für die Elefanten. Das würde denen doch nicht gefallen.“

„Oh, sag das nicht, Paula! Denk doch mal an Hannibal!“, hat der Andreas gemeint.

Ich habe natürlich erst einmal überlegen müssen. Aber ich bin nicht so richtig draufgekommen. Deshalb habe ich losgeschnattert: „Hannibal? Wer soll das denn sein? Geht der immer mit einem Elefanten auf den Markt einkaufen? Dann müsste ich doch den kennen, oder? Meinst du nicht?“

Der Andreas musste jetzt so richtig lachen. Er hat geantwortet: „Klar, Paula, wenn der hier mit seinem Elefanten einkaufen würde, würdest du ihn natürlich kennen. Tut er aber nicht. Der hat auch schon vor weit über 2000 Jahren gelebt. Das war zur Zeit der alten Römer. Der Hannibal war der Chef von der mächtigen Stadt Karthago im Norden von Afrika. Die Karthager hatten Streit mit den Römern. Jeder wollte der Chef im Mittelmeer sein. Deshalb gab es Krieg. Der Hannibal zog mit vielen Soldaten von Spanien aus über die Alpen in Richtung Rom. Trotzdem hatte er 37 Elefanten dabei. Die sollten ihnen vor allem im Kampf helfen. Vor denen hatten die Römer richtig Angst. Die Elefanten latschten bei Schnee und Eis über die hohen, steilen Berge. Also könnten die auch mit dir auf den Markt watscheln, äh, gehen!“

„Na ja“, habe ich lachend gemeint, „da watschele ich lieber selber. Sonst haben die Nürtinger ja Angst vor mir. Die glauben dann noch, ich bin die Chefin von den Typen da aus Afrika!“

„Stimmt“, hat der Andreas gesagt und dabei auch gelacht. „Bei uns in Europa sind ja auch meist Esel im Einsatz. Und die Schweizer Soldaten nehmen Pferde. Da sollten wir es mal nicht übertreiben.“

„Genau, nicht übertreiben“, habe ich gesagt. „Dazu fällt mir ein: So viel Salat habe ich dann auch wieder nicht eingekauft. Deshalb kommst du wieder als mein Lastenträger mit!“ Eure Paula

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