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Paula wäre keine lahme Präsid-Ente

14.11.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Paulas Thema heute: Wie lange wählen die Amerikaner?

Hallo, liebe Kinder,

gestern war ich mal eine Runde Spazierenwatscheln. Das Wetter war sehr schön. Dann bin ich wieder nach Hause zum Andreas gekommen. Der hat gerade Kaffee getrunken. Der Fernseher ist gelaufen. Das war in letzter Zeit oft so. Wieder habe ich aus dem Fernseher laute Stimmen gehört. Die habe ich aber nicht verstanden. Die haben nämlich ganz schnell englisch gesprochen.

Der Andreas hat mich gar nicht beachtet. Also habe ich mal in den Fernseher geschaut: Da war schon wieder eine Landkarte von Amerika. Zuletzt war das wegen der Wahl von dem Präsidenten so. Manche Teile der Karte waren blau und manche rot. Der Andreas hat mir das schon erklärt: Die Vereinigsten Staaten von Amerika bestehen aus 50 Staaten. Der Chef von denen sitzt in einer Stadt mit dem Namen Woschinkton. Das schreibt man W-a-s-h-i-n-g-t-o-n. Das ist der Präsident. Ja, und den haben die Amerikaner jetzt neu gewählt.

Dabei haben die Amerikaner zwei große Parteien mit jeweils einem Kandidaten. Beide wollten Präsident werden. Die Farbe von der einen Partei ist blau. Die von der anderen ist Rot. Deshalb zeigt die blau-rote Landkarte: Der eine Staat hat den gewählt, der andere den.

Aber die Wahl war ja jetzt schon über eine Woche her. Und jetzt geht es im Fernsehen immer noch darum. Deshalb habe ich gleich mal losgeschnattert: „He, was machst du denn da, Andreas? Schaust du dir die Wiederholung von dem ganz Wahlzeugs an? Weil du dich so über den neuen Präsidenten freust?“

Der alte Präsident heißt nämlich Tramp. Das schreibt man T-r-u-m-p. Den konnten der Andreas und ich nicht leiden. Wie viele andere auch. Der lügt nämlich dauernd. Und er ist nicht zu allen Menschen lieb. Nur zu denen, die für ihn sind. Er kümmert sich auch nicht richtig um die doofe Corona-Krankheit. Er hat lieber immer so rumgequakt, äh, gequatscht: „Die ist gar nicht so schlimm!“ Der neu gewählte Präsident heißt Beiden. Das schreibt man B-i-d-e-n. Der will das anscheinend alles anders und besser machen.

Der Andreas musste über meine Frage lachen. Aber dann hat er gesagt: „Nein, Paula. Die Wahlsendung hier von dem amerikanischen Sender ist keine Wiederholung. Das ist aktuell. In manchen Staaten zählen die lange die Stimmen aus. Manchmal kann man den Sieger schon sagen, bevor alle Stimmen gezählt sind. Weil einer so einen großen Vorsprung hat. Manchmal ist es aber ganz knapp und man muss warten. Der Biden hat aber in genug Staaten einen Vorsprung, der groß genug ist. Deshalb sagt man ja auch: Der hat gewonnen! Man muss aber auch aus einem ganz anderen Grund ganz gut zählen. Der alte Trump sagt nämlich: ,Ich habe gewonnen. Die haben mich betrogen!‘ Das stimmt aber nicht. Es gibt keine Beweise dafür. Aber viele seiner Fans glauben ihm noch. Dabei ist er einfach ein ganz schlechter Verlierer und schmeißt lieber noch weiter andere Politiker und Angestellte raus. Obwohl er eigentlich nur noch eine läim dack ist!“

„Was?“, habe ich losgeschnattert. Denn das englische Wort ,dack‘ kenne ich. Das schreibt man d-u-c-k und es heißt nämlich Ente!

Also habe ich weitergeschnattert: „Eine Lehmente? Hat der im Dreck gespielt? Und warum nennt man den Ente? Den mag doch hier gar keiner und . . .“

„Alles gut“, hat mich der Andreas unterbrochen und beruhigt. „Das hat mit Lehm nichts zu tun. ,Läim‘ schreibt man l-a-m-e. Und das ist das englische Wort für ,lahm‘. Er ist eine lahme Ente. Das bedeutet: Er ist ja eigentlich schon abgewählt worden und darf nur noch eine Weile Präsident sein. Aber eigentlich sollte er nichts Wichtiges als Präsident mehr machen. Na ja, deshalb sagt man das so. Denn Enten watscheln ja so ein bisschen langsam durch die Gegend. Ja, ja, du brauchst nicht zu schimpfschnattern, Paula! Ich weiß: Euer Körper ist wie ein Boot gebaut. Da liegt ihr immer ganz leicht gut im Wasser. Eure Beinchen streckt ihr dann wie Schiffsmotoren nach hinten. Das ist im Wasser toll – und an Land sieht das eher tolpatschig aus. Zwischen euren Beinchen hinten seid ihr nämlich am schwersten. Das ist gut beim Schwimmen. Aber beim Laufen müsst ihr immer weit auf jede Seite kippen. Sonst fallt ihr um. Deshalb watschelt ihr.“

„Pah“, habe ich gemeint und mich in dem Chefbüro vorgestellt. Ich kenne nämlich ein Bild davon vom Andreas. „Das finde ich trotzdem doof. Man sollte so einen Stänkerer und schlechten Verlierer nicht Ente nennen. Denn ich wäre bestimmt eine bessere Präsid-Ente wie der! Zumindest wäre ich lieber zu allen und würde nicht lügen.“ Eure Paula

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