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Paula verwandelt sich in eine Briefente

26.07.2014 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche bin ich zum Andreas in die Redaktion gekommen. Der saß mit dem Telefonhörer in der Hand an seinem Schreibtisch und hat ganz sauer geguckt. Dann hat er den Telefonhörer auch noch mit voller Wucht auf den apparat geknallt. Ich musste losschnattern. „He, mach doch das Telefon nicht kaputt! Was bist du denn so sauer? Will irgendjemand nicht mit dir sprechen?“

„Doch“, hat er ganz grätig gesagt, „meine Frau würde bestimmt gerne mit mir sprechen! Aber sie kann nicht!“

Ich habe gefragt: „Sie kann nicht? Äh . . . warum denn nicht?“

„Weil die Leitung nicht funktioniert!“, hat der Andreas zurückgeschnauzt.

Ich habe nur kurz überlegen müssen. Dann habe ich gesagt: „Na ja, dann schreibe ihr doch eine E-Mail.“

Der Andreas hat noch grätiger geguckt. „Das ist auch kaputt!“, hat er mich angemault.

Da habe ich ans Handy gedacht. Der Andreas las mir den Gedanken von den Augen ab und sagte: „Na klar, das Handy geht! Aber das hat sie oft in ihrer Handtasche liegen. Und dann hört sie es nicht. Außerdem bezahlen wir ja die Firma für Telefon und Internet. Dann muss das gefälligst auch funktionieren!“

Ich habe gesagt: „Ich kann dich ja verstehen! Aber mich brauchst du nicht so anzumaulen. Ich kann ja nichts dafür!“

Der Andreas hat einmal ganz tief durchgeschnauft. Dann hat er ein bisschen gelächelt und gemeint: „Du hast ja recht. Tut mir leid! Ich muss das der Firma sagen. Aber das habe ich schon. Jetzt müssen die halt alles reparieren.“

„Du tust mir ja auch leid. Ich würde dir ja gerne helfen. Aber was soll ich tun?“, habe ich geantwortet.

Der Andreas musste schmunzeln. Dann hat er ganz verschmitzt gesagt: „Tja, mir würde da schon etwas einfallen: Du könntest meine Briefente sein!“

„Briefente?“, habe ich geschnattert. „Was ist das denn? Ich bin doch keine Briefente! Ich bin eine Zeitungsente!“

„Stimmt“, hat der Andreas gemeint, „aber für mich könntest du ja mal eine Briefente sein. Eine Brieftaube habe ich gerade nicht zur Hand. Obwohl das manchmal ganz geschickt wäre!“

„Brieftauben? Hm, und was machen die?“, wollte ich wissen. „Können die Briefe schreiben?“

„Nein, natürlich schreiben die keine Briefe, Paula. Aber das sind trotzdem tolle Tiere. Die finden nämlich von ganz weit weg immer nach Hause. Deshalb haben die früher für die Menschen Botschaften transportiert. Über Tausende von Kilometern. Meistens hatten die so eine kleine Rolle an ihrem Beinchen. Da stand dann was drauf. Heute gibt’s die immer noch. Aber die Menschen und die Tauben sind jetzt Sportler. Für sie ist es ein Wettkampf. Es gewinnt der, der die weitesten Strecken am schnellsten fliegt.“

„Ach so“, habe ich gemeint, „und ich soll einen Brief für dich transportieren? Aber wie machen die Tauben das denn?“

„Das ist eine gute Frage“, hat der Andreas gesagt, „so genau weiß man das nicht. Vielleicht gucken sie nach der Sonne und den Sternen. Und an deren Stand können sie ihren Weg ablesen. Oder aber sie verwenden einen anderen Trick: Die Erde hat ja zwei Pole. Im Norden und im Süden. Und die wirken wie Magnete. Vielleicht spüren die Tauben das und finden so ihren Weg. Klar ist nur, dass sie es können.

Den Menschen ist das schon vor vielen Tausend Jahren aufgefallen. Da sind manche Tauben auf der Futtersuche ganz weit geflogen. Und sie kamen immer wieder heim. Deshalb haben die Menschen die dann gezüchtet. Die Römer haben die schon eingesetzt. Die haben wichtige Nachrichten und Befehle für ihre Soldaten transportiert. Für die alten Griechen waren die auch sehr geschickt. Denn ihr Land ist sehr bergig und besteht aus vielen Inseln. Da konnten die Tauben einfach drüberfliegen. Im Ersten Weltkrieg vor 100 Jahren und im Zweiten Weltkrieg vor 70 Jahren haben die Amerikaner zwei Brieftauben sogar mit einem Orden ausgezeichnet. Die hießen GI Joe und Cher Ami. Die haben mit ihren Nachrichten das Leben von vielen Soldaten gerettet.“

„Hm“, habe ich gesagt, „einen Orden wirst du mir ja nicht geben, wenn ich deine Briefente werde, oder?“

Der Andreas hat gelacht und gemeint: „Nein, einen Orden nicht. Aber vielleicht einen dicken Schmatz. Du musst aber auch keine Soldaten retten. Und du musst für mich nicht Tausende von Kilometer fliegen. Du musst nur zu meiner Frau watscheln. Sag ihr, dass ich ein bisschen später zum Essen heimkomme. Aber du musst dich schon beeilen. Sonst fängt sie schon mit dem Kochen an.“

„Na ja“, habe ich gemeint. „Das mache ich gerne. Aber ich will eine richtige Briefente sein. Deshalb musst du mir einen Brief mit deiner Botschaft mitgeben. Und ich suche dafür auf dem Stadtplan schon einmal den schnellsten Weg.“

Das habe ich dann auch gemacht. Und dann bin ich als Briefente ganz schnell losgewatschelt. Eure Paula

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