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Paulas Nachrichten

Paula träumt vom sprechenden Salat

04.04.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo liebe Kinder,

so, jetzt kommt er ja wirklich, unser Frühling. Ich liege jetzt ganz gerne beim Andreas auf dem Sofa. Da scheint durch die großen Fenster die Sonne. Mein Zeitungsgefieder wird dann richtig warm. Und draußen zwitschern meine lieben Kumpels, die Vögel. Hach, ist das schön!

Ich habe es auch so richtig nötig, mich auszuruhen. Aber das ist ja eigentlich komisch. Wenn der Frühling kommt, sollten doch alle richtig fit sein und am liebsten draußen rumtoben. Aber wenn ich dann in der Mittagspause beim Andreas sitze und mein Köpflein an seine Schulter lehne, schlafe ich oft gleich ein.

Der Andreas hat mir diese Woche einmal ins Ohr geflüstert: „Schlaf ruhig, meine liebe, kleine Zeitungsente. Schlaf nur deine Frühjahrsmüdigkeit weg!“

Als der Andreas das gesagt hatte, war aber meine Müdigkeit gleich weg. Ratzeputz weg. Die Neugier war zu stark, um einfach einzuschlummern. „Frühjahrsmüdigkeit?“, habe ich gesagt. „Was ist das denn?“

Der Andreas hat’s mir erklärt: „Die Menschen und die Tiere müssen sich im Winter umstellen. Wenn’s draußen kalt wird, senkt der Körper auch automatisch seine eigene Temperatur. Auch die Gefäße, in denen das Blut fließt, werden dadurch enger. Dann muss das Blut schneller und stärker fließen. Und dann gibt’s auch noch die Hormone, Paula. Das Wort kommt vom griechischen Wort für ,antreiben‘. Hormone sind nämlich Stoffe, die im Körper Informationen übermitteln. Die werden zum Beispiel vom Licht gesteuert. Wenn dann im Winter weniger die Sonne scheint, gibt’s zum Beispiel Stoffe, die dir sagen: ,Hallo Paula, entspann dich, mach’s dir gemütlich. Schlaf ein bisschen. Draußen ist sowieso schlechtes Wetter.‘ Und wenn dein Körper sich dann ganz auf den Winter umgestellt hat, kommt schon wieder der Frühling und alles muss wieder umgestellt werden. Das ist dann für den Körper sehr anstrengend. Erst müssen wieder die richtigen Hormon-Boten arbeiten. Die Körpertemperatur geht wieder hoch, und dann fließt dein Blut wieder etwas langsamer. Bis das alles in Ordnung ist, müssen wir einfach ab und zu ein Nickerchen machen.“

Es ist also ganz normal, dass ich gerade ab und zu müde bin. Und ich bin bestimmt nicht die einzige, der es so geht. Das hat mich sehr beruhigt. So sehr, dass ich gleich eingeschlafen bin. Ich habe von riesengroßen, saftig-grünen Salatköpfen geträumt. Stellt euch vor, die konnten sprechen! Die haben mich gerufen: „Hallo Paula, wir sind nur für dich gewachsen. Du darfst uns gleich essen. Hallo Paula. . .“

Nach ein paar Minuten hat mir wirklich jemand ganz sanft „Hallo Paula!“ ins Ohr geflüstert. Das war aber leider kein Salatkopf. Das war der Andreas. Er hat gesagt: „Wach auf, Paula. Schnell! Draußen hat’s geschneit! Der Winter ist zurück!“

Da war es natürlich vorbei mit dem Schlafen. Ich bin hochgeflattert wie nichts und gleich zum Fenster. Da war aber weit und breit kein Schnee zu sehen. Keine einzige Flocke. . .

Der Andreas hat gelacht und gelacht. Er hat gerade noch zwei Wörter rausgebracht: „April, April!“

Ich habe mich gleich wieder beruhigt. Aber weiterschlafen konnte ich natürlich nicht mehr. Ich habe ihn angeguckt und meinen Kopf geschüttelt.

„Sei nicht böse“, hat er zu mir gesagt. „Man schickt nur jemanden in den April, wenn man ihn gernhat. Und es war ja auch echt kein böser Scherz!“

Das hat natürlich gestimmt. Aber ich wollte wissen: „Warum sagt man eigentlich, dass man jemanden in den April schickt, wenn man ihn veräppelt?“

„Das weiß ich nicht so genau“, hat der Andreas zugegeben. Und er hat gemeint: „Da gibt’s verschiedene Erklärungen dazu. Manche haben irgendwas damit zu tun, dass ein bekannter Mensch an einem 1. April veräppelt wurde. Und ab heute gibt es bei uns in Nürtingen noch einmal eine ganz tolle Erklärung: Der 1. April ist der Tag, an dem Nürtingens berühmteste Zeitungsente von ihrem besten Freund veralbert wurde!“

Das fand ich richtig toll und lieb vom Andreas. Schließlich haben Zeitungsenten ja Humor. Selbst wenn ihnen im Schlaf eingeredet werden soll, dass der Winter immer noch kein Ende hat. Eure Paula

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