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Paula sucht einen Entenmenschen

30.03.2019 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche bin ich zum Andreas in die Redaktion gewatschelt. Das Wetter war wunderschön. Da bin ich von ganz alleine viel schneller gewatschelt als sonst. Das hat richtig Spaß gemacht.

Ich habe dann ein bisschen geschnauft. Der Andreas hat das gemerkt und gemeint: „Na, Paula, du bist ja eine richtige Wanderente. Da kannst du ja bald mal mit mir so eine richtige Fernwanderung machen.“

„Oh je“, habe ich mir gedacht. Der Andreas steigt nämlich beim Wandern sehr gerne auf Berge. Oder er macht sehr lange Wanderungen. Das finde ich jetzt manchmal zu anstrengend.

Deshalb habe ich gesagt: „Na gut, aber dann muss das eine ganz tolle Wanderung sein. Da muss man andauernd etwas Spannendes finden. Und dann sollte man überall ganz toll immer wieder Rast machen können. Und, ja, äh, am Ende, hm, da sollte man ein ganz tolles Ziel haben.“

Ich war mir sicher: So eine Wanderung fällt ihm nicht ein. Der Andreas hat aber nur ganz groß geguckt. Er hat geguckt wie das riesige Auto. Völlig ungläubig hat er geguckt. Dann hat er angefangen zu strahlen. Und dann hat er ganz glücklich gesagt: „Meine liebe Paula, das ist ja der Hammer! Genau so eine Wanderung habe ich für dich. Die habe ich im vergangenen Sommer gemacht.

Also, pass’ auf: Wir fahren mit dem Zug nach Ulm. Und noch ein Stück mit dem Bus weiter ins Lonetal. Das ist das Tal von einem kleinen Bächchen. Das führt zwar kein Wasser mehr. Aber es ist wunderschön da. Und dann laufen wir los. Von morgens bis abends. Dann übernachten wir in einem schönen Hotel. Und am nächsten Tag laufen wir wieder weiter zum nächsten Bahnhof. Unterwegs gibt es ganz viele spannende Höhlen. Da treffen wir gleich am ersten Tag womöglich den Löwenmenschen!“

Der Andreas hat dabei ganz verschmitzt gelächelt. Aber mir ist der Schreck richtig in die Glieder gefahren. Ich habe geschnattert: „Was? Ein Löwenmensch? Spinnst du? Ich soll da durch die Gegend watscheln und dann taucht da ein Löwenmensch auf? Das ist mir viel zu gefährlich, ich . . .“

Der Andreas hat mich lieber gleich unterbrochen. Er hat gemeint: „He, jetzt beruhige dich mal, Paula! Der Löwenmensch ist nur eine kleine Figur. Die haben Steinzeitmenschen aus dem großen Stoßzahn eines Mammuts geschnitzt. Das haben die vor weit über 30 000 Jahren gemacht. Damals zogen die Menschen noch von Ort zu Ort und jagten wilde Tiere. Und sie sammelten Früchte und Beeren und so zum Essen.“

„Echt? Gab es damals noch keine Bauern?“, wollte ich wissen.

Der Andreas hat geantwortet: „Gute Frage. Nein, die Menschen waren noch keine Bauern. Auf die Idee sind sie erst 20 000 Jahre später gekommen. Da haben sie dann essbare Pflanzen und bestimmte Tiere gezüchtet. Aber zu der Zeit von der Löwenmenschfigur gab es sogar noch Neandertaler. Das war eine andere Menschenart. Die sind dann aber ausgestorben. Die haben aber eine Zeitlang zugleich mit den Homo sapiens gelebt.“ „Homo-was?“, wollte ich wissen. „Was sind das für Typen? Sind das die Löwenmenschen?“

Der Andreas musste lachen. „Nee, nee“, hat er gesagt. „Das sind die, die damals den Löwenmensch geschnitzt haben. Guck mal, hier am Computer habe ich ein Bild von der Stadel-Höhle im Hohlenstein. Dort hat man die Teile der Figur gefunden. Das habe ich dort gemacht auf meiner Wanderung.“

Der Andreas hat mir ein Bild von einem dunklen Loch im Felsen gezeigt. Das sah ganz schön unheimlich aus.

„Und da haben die Homodings gewohnt?“, habe ich gefragt.

„Genau“, hat der Andreas gesagt. „Die Homo sapiens. Das ist meine Menschenart. Die nennt man wissenschaftlich Homo sapiens. ,Homo‘ ist das Römerwort für ,Mensch‘. Und ,sapiens‘ heißt so viel wie ,verständig‘ oder ,klug‘. Ja, ja, Paula, du brauchst nicht so kritisch zu gucken, natürlich sind nicht alle Menschen klug.

Aber diese Art war schlauer als die anderen Menschenarten. Die Neandertaler waren nämlich auch eine Menschenart. Aber die starben dann aus. Und die Homo sapiens haben überlebt. Das sind unsere direkten Vorfahren. Das waren auch schon so Menschen wie ich und du . . . äh, nee . . .“

„Äh, ja, ich bin ja eine Ente. Und ich hatte bestimmt andere Vorfahren wie du, gell?“, habe ich gesagt.

„Das stimmt“, hat mir der Andreas recht gegeben.

„Hm“, habe ich überlegt. „Aber vielleicht finden wir auf unserer Wanderung eine Figur von einem Entenmenschen.“

Der Andreas hat gelächelt. „Wer weiß?“, hat er gesagt. „Am Ende des ersten Wandertags gibt es auf jeden Fall einen tollen Park an der Vogelherdhöhle. Dort hat man viele andere Tierfiguren gefunden. Die kann man da angucken. Mammuts, Wildpferde und so. Und wenn du einen Entenmenschen findest, wirst du berühmt.“

Tja, liebe Kinder, das werde ich mal machen. Aber nur wenn der Andreas meinen Rucksack mit Wasser und Salat auf der Wanderung trägt. Eure Paula

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