Paulas Nachrichten

Paula sucht die fiesen kleinen Tiere

27.12.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo liebe Kinder,

na, habt ihr tolle Weihnachten gehabt? Bestimmt! Bei mir war es sehr schön. Und gemütlich. Ich war oft beim Andreas und seiner Familie. Die haben mir extra immer Salat zum Festessen bereitgestellt. Was die da alles so gegessen haben, so gebraten und gebacken und so, wollte ich lieber gar nicht wissen. Ich weiß ja, dass die Menschen immer wieder auch Tiere essen. Naja, wenigstens essen die keine Zeitungsenten . . .

Draußen ist es ja manchmal so richtig ungemütlich. Trotzdem gehe ich los. Wenn man viel isst, muss man sich auch bewegen. Am zweiten Weihnachtsfeiertag habe ich das zum Andreas gesagt. Er wollte lieber zu Hause bleiben. Da ist es schön warm und gemütlich, hat er gemeint. Als ich dann eben ohne ihn los bin, hat er mir hinterhergerufen: „Pass’ aber auf, dass dich die Bazillen nicht kriegen!“

Ich habe das nicht verstanden. „Die wer?“, habe ich nachgefragt.

Und er hat mir erklärt: „Na, die Bazillen, die fiesen Viecher.“

Das hat mich dann doch ganz verunsichert. Sollte es doch Lebewesen geben, die an oder nach Weihnachten Zeitungsenten essen? Wo doch nicht einmal die gierigen Menschen sie essen? Ich habe den Andreas gefragt, ob die Bazillen tatsächlich Zeitungsenten essen.

Er hat natürlich schallend gelacht. „Fressen tun die dich natürlich nicht. Aber sie können dich krank machen. Du könntest dich richtig erkälten.“

Ich habe das nicht verstanden: „Was haben denn die kleinen Viecher mit der Erkältung zu tun?“

„Naja, Paula“, hat er mir erklärt, „die verursachen die Krankheiten. Im Winter, wenn die Menschen nicht so viel lüften und viel in der Wärme zusammen sind, können sie sich besonders gut bei den Menschen festsetzen. Über den Mund oder die Nase. Bazillus kommt wieder mal aus dem Lateinischen, der Römer- und Pfarrersprache. Da heißt das so viel wie Stäbchen. Die sehen nämlich aus wie winzig kleine Stäbchen. Nur mit den Augen kannst du die gar nicht sehen. Da brauchst du schon ein Mikroskop dazu. So etwas wie ich im Keller noch habe. So ein altes Kindermikroskop.“

„Einen Mikrokopf?“, habe ich gefragt. „Doch keinen Mikrokopf“, hat er schnell geantwortet. „Ein Mikroskop. Das ist so etwas wie eine ganz starke Lupe, mit der man ganz kleine Dinge richtig erkennen kann.“

„Ach, dann ist das wieder Lateinisch?“, habe ich gefragt.

Und der Andreas hat mich verbessert: „Nein, diesmal nicht. Diesmal kommt es aus dem Griechischen. Das kommt von ,klein‘ und ,anschauen‘. Weißt du, Paula, die alten Griechen waren auch ganz schön schlau.“

Die waren alle ganz schön schlau, habe ich mir gedacht. Griechen, Römer. Und trotzdem gibt es noch ein paar kleine Tiere, die uns krank machen können. Da haben die noch gar nichts dagegen gefunden.

„Ich werde mir die Bazillen mal genauer mit deinem Mikroskop anschauen“, habe ich zum Andreas gesagt. Vielleicht fällt mir ja was ein, habe ich mir gedacht.

„Das ist gut“, hat der Andreas gemeint. „Mit dem Mikroskop kannst du auch die Viren und die Bakterien sehen.“

Jetzt hat es sich in meinem Kopf richtig gedreht. „Sind das auch so kleine Fieslinge?“, habe ich ganz entnervt gefragt.

Der Andreas hat geantwortet: „Ja. Man sagt zu allen kleinen Tieren, die krank machen, oft einfach Bazillen. Aber das stimmt so gar nicht. Es gibt viele verschiedene, von denen man verschiedene Krankheiten bekommt. Von den Viren zum Beispiel kann man eine echte Grippe bekommen. Da geht es einem gar nicht gut. Oder aber auch nur eine blöde Erkältung. Manche sorgen auch dafür, dass die Menschen Bauchweh kriegen.“

„Na, wenn ich so einen kriege unterm Mikroskop . . .“, habe ich geschimpft. Der Andreas hat mir aber erklärt, dass man die nicht einfach so zerdrücken kann wie eine Ameise. Für manche braucht man richtig gute Medikamente.

„Was kann man dann gegen die machen?“, habe ich verzweifelt gefragt.

„Weißt du, Paula“, hat der Andreas mir gesagt, „manche Krankheiten kann man auch einfach aushalten. Aber man kann auch vorsichtig sein. Man kann sich zum Beispiel die Hände oft waschen. Wenn man von draußen kommt, vom Kindergarten oder von der Schule. Auf jeden Fall aber bevor man was isst. Man sollte seine Hände dann auch nicht so oft in den Mund nehmen – oder in der Nase bohren. Dann kommen die Viecher nicht von den Händen in unseren Mund und unsere Nase. Und außerdem kann man sich gut ernähren und öfters mal an die frische Luft gehen. Ich glaube, das hilft.“

Dann habe ich ja gute Chancen. Ich bin ja viel draußen. Gut ernähren tue ich mich auch, glaube ich. Und das mit dem Händewaschen kriege ich auch noch hin. Und ihr, liebe Kinder? Eure Paula

Paulas Nachrichten

Gärtnern in der Kiste:

So legst du ein Mini-Hochbeet an

Du hast Lust auf selbst angebautes Obst und Gemüse, aber keinen Platz für ein großes Beet? Dann leg dir doch ein Mini-Beet an: in einer Holzkiste. Das passt auf jeden Balkon. Ein Gartenexperte erklärt, worauf du achten…

Weiterlesen

Weitere Nachrichten von Paula Alle Nachrichten