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Paula sucht den Wurm in der Kiste

10.04.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Paulas Thema heute: Computer funktionieren manchmal nicht

Hallo, liebe Kinder,

vor ein paar Tagen bin ich von einer Watschelrunde zurück in unser Heimbüro gekommen. Dort arbeite ich mit dem Andreas ja jetzt seit über einem Jahr. Deshalb ist für uns der Computer ganz wichtig. Mit ihm sind wir über das Internet mit der Redaktion verbunden. So kommen unsere Geschichten in unsere Firma und können auf Papier gedruckt werden.

Tja, das mit dem Computer ist eine tolle Sache. Aber manchmal ist das auch ein Problem. Dann funktioniert das Ding nicht. Oder das Internet arbeitet nicht einwandfrei.

Nach meinem Watschelspaziergang war das so. Ich habe zum Andreas gesagt: „Oh, wir müssen doch noch unsere Seite für die Kinder machen heute! Was ist denn mit dem Gerät?“

„Ja“, hat der Andreas gesagt. „Wir müssen heute wie immer fertig werden. Aber gerade geht es nicht. Warum? Keine Ahnung? Da steckst du nicht drin. Da ist jetzt einfach der Wurm drin!“

Ich muss geguckt haben wie ein Auto. Denn das habe ich nicht so richtig verstanden. Den Andreas konnte ich auch nicht mehr anschnattern. Denn er hat mit den Schultern gezuckt und ist runter gegangen. Er hat nur gemeint: „Ich trinke erst einmal einen Kaffee.“

Ich habe nur „Äh“ sagen können. Also habe ich vor mich hingemurmelt: „Hm, drinstecken ... Im Computer ... Wer soll denn das sein? Der Andreas nicht, ich nicht ... Klar. Aber ein Wurm? Hm, die blöden kleinen Viecher . . .“

Dann hatte ich eine Idee. Ich habe mir den Computer unterm Schreibtisch aus der Nähe angeguckt. Der stand da einfach. Groß und schwarz und hat leise vor sich hingebrummt. Ein blaues Lichtlein hat geleuchtet. Reingucken konnte man nicht. Aber ich hatte noch eine Idee. Der Sohn vom Andreas hat auch einen Computer. An dem bastelt der manchmal rum. Deshalb ist die Kiste oft nicht zu.

Also bin ich ganz leise zu ihm ins Zimmer gewatschelt, äh, geschlichen. Er war nicht da. Sein Computer hat lauter gebrummt. Tatsächlich konnte man von einer Seite reingucken. Ich habe mir das genau angeschaut. Aber da war auch kein Paula-Andreas-Männle oder gar ein Wurm zu sehen.

In dem Moment habe ich im Treppenhaus den Andreas rufen hören: „Paula? Paula, wo bist du denn? Ach da . . .“

Er hatte mich gefunden. „Hä?“, hat er gemeint, „was suchst du denn da?“

Ich bin etwas rot geworden und habe geantwortet: „Na ja, äh, ich wollte mal nach dem Wurm im Computer suchen. Oder nach dem anderen Typen . . .“

Der Andreas hat so richtig losgelacht und gemeint: „Du bist echt lustig, Paula! Das mit dem Drinstecken und mit dem Wurm sind nur so Redensarten. Das sagt man oft, wenn etwas nicht funktioniert. Die Computer sind ja tolle Maschinen. Aber deshalb sind sie auch sehr schwierig gebaut. Das ist sehr schwer zu verstehen. Auch wenn dann mal etwas nicht funktioniert. Man weiß dann nicht, warum. Deshalb sagt man: Da steckt man nicht drin. Mit dem Wurm ist das ähnlich. Das sagt man, wenn etwas nicht funktioniert.“

„Ah“, habe ich losgeschnattert, „das verstehe ich auch! Denn die Würmer fressen ja auch mal meinen Salat im Garten an oder meine Äpfel. Die mag ich eigentlich nicht so!“

Der Andreas hat gemeint: „Stimmt, das ist ganz schlau von dir, Paula. Würmer fressen sich echt manchmal durch Obst. Dann ist das kaputt und man isst es nicht mehr. Holzwürmer wiederum können sich durch Dachbalken fressen. Das war gerade früher gefährlich für Häuser. Und viel früher, noch vor der Ritterzeit, hat man Schlangen und Drachen auch Würmer genannt. Und vor denen hatte man ja Angst. Daher kommt diese Redensart.“

„Na gut“, habe ich lachend gesagt, „dann lass uns mal gucken, ob der Wurm wieder raus ist aus unserem Computer.“

Der war wirklich weg. Und so konnten wir weiterarbeiten. Eure Paula

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