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Paula schnattert europäisch

26.11.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Paulas Thema heute: Wo kommen all die Sprachen her?

Hallo, liebe Kinder,

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Schlaumeier-Paulas gewonnen

Die Lösung lautete natürlich „Hallo, ich lebe in Europa!“. Paula hat sich über viele richtige Einsendungen gefreut und drei Gewinner ausgelost. Die Schlaumeier-Paulas flattern zu Maximilian Büttner aus Oberboihingen, Annina Hecke (9) aus Neckartailfingen und Neele Löffler (8) aus Altdorf.

ich habe wieder einmal viele E-Mails von euch bekommen. Das waren die mit den Lösungen für unser Sprach-Quiz. Ich habe mir die gerade alle angeguckt und war ganz glücklich. Da kam der Andreas und hat gesagt: „Na, Paula, schön, dass wir alle in Europa leben!“

Ich habe ihn erst einmal angeguckt wie ein Auto. Denn ich habe ihn nicht gleich verstanden. „Europa? Klar. Aber was hat das mit mir zu tun, äh, . . .“

„Mensch, äh, Ente Paula! Das ist doch die Lösung von deinem Quiz! Hallo, ich lebe in Europa! Oder? Hast du das womöglich nicht rausbekommen?“

„Blöde Frage“, habe ich geschnattert, „natürlich habe ich das herausbekommen! Ich kann Europäisch!“

„Du kannst was?“, hat der Andreas gefragt und gelacht, „Du kannst Europäisch? Die Sprache kenne ich gar nicht!“

„Äh“, habe ich gestottert, „äh, na ja, ach so. Ja, klar. Das war ja gar nicht Europäisch. Gell. Äh, das waren ja verschiedene Sprachen, gell?“

Der Andreas wollte gerade etwas sagen. Aber ich habe gleich weitergeschnattert: „Aber das ist ja doof! Warum gibt es eigentlich nicht Europäisch? Die haben doch auch keine Grenzen mehr und dasselbe Geld. Das hast du mir doch schon erklärt. Da wäre doch eine einzige Sprache toll!“

Jetzt hat der Andreas kurz überlegt und gesagt: „Da hast du recht, Paula. Aber mit der Sprache ist das ein bisschen anders. Ein bisschen schwieriger. Sprachen entwickeln sich. Die kann man nicht einfach so erfinden und festlegen. So haben sich auch Weltsprachen entwickelt. Zum Beispiel die englische Sprache. Die wird von vielen Menschen auf der Welt gesprochen. Damit kann man sich in vielen Ländern verständigen. Die Engländer waren ja viel in der Welt unterwegs früher. Sie haben viele Gegenden entdeckt und erobert.“

„Hm“, habe ich gemeint, „das erinnert mich irgendwie an deine alten Römer mit ihrem Latein. Die haben ja auch ganz viele Länder erobert.“

„Genau“, hat mich der Andreas gelobt. „Deshalb gibt es auch in Europa viele Sprachen, die sich ähnlich sind. Das sind die romanischen Sprachen.“

„Ha“, habe ich geschnattert, „Romanisch weil die aus Rom kommen, gell!“

Wieder hat mich der Andreas gelobt: „Ja, sehr gut, Paula. Das nennt man Sprachfamilie. Dazu gehört zum Beispiel Französisch, Italienisch oder Spanisch, das auch viele sprechen – weil die Spanier auch viel eroberten früher. Es gibt aber noch eine größere Sprachfamilie. Das ist die indoeuropäische. Bevor du dazwischenschnatterst: Von Indien bis Europa gibt es Sprachen dieser Sprachfamilie. Und die gehen alle zurück auf eine uralte Sprache!“

„Das ist interessant“, habe ich gemeint, „und wer hat die gesprochen? Von Indoeuropäern habe ich noch nie gehört!“

„Tja“, hat der Andreas gemeint, „das ist klar. Die einzigen Spur von denen ist derselbe Ursprung von Wörtern in heutigen Sprachen. Sprachen aus dem Rätsel gehören dazu: Das Griechische mit seinen eigenen Buchstaben, die komische isländische Sprache von der Insel im Meer. Das Spanische, das Schwedische und das Deutsche. Das Türkische nicht. Obwohl ein Zipfel der Türkei in Europa liegt. Das gehört zu den Turksprachen.“

„Ah“, habe ich gemeint, „ich glaube, bei uns Enten ist das einfacher. Wir schnattern über Europa gleich. Wir schnattern europäisch.“ Eure Paula

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