Paulas Nachrichten

Paula schmeckt es ohne Müll noch besser

26.10.2019 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Paulas Thema heute: Was ist ein Unverpacktladen?

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche bin ich mal durch die Stadt gewatschelt. Da habe ich einen Kollegen vom Andreas mit einer jungen Kollegin beim Rathaus getroffen. Ich habe zu ihnen gesagt: „He, was macht ihr denn hier?“

Sie haben mich freundlich begrüßt, Und der Kollege hat gemeint: „Hallo, Paula, wir gehen in den neuen Unverpacktladen.“

„Äh, wohin? In einen unverpackten Laden? Hm . . . Wie geht das denn? Ach, ich weiß! Du gehst auf den Markt! Da sind die Stände im Freien und nicht in einem Haus. Und das nennst du Unverpacktladen. Lustig! Hahaha!“

Der Kollege hat mich zuerst ganz komisch angeguckt. Eigentlich hat er so geguckt wie der Andreas – wenn er mich nicht versteht. Dann hat er lachen müssen. Auch wie der Andreas. Und dann hat er gesagt: „Ach so, Paula. Du meinst: Der Laden selbst ist unverpackt! Nein, nein. Das stimmt nicht. Aber die Waren in dem Lebensmittelladen sind unverpackt.“

Das habe ich natürlich nicht so ganz verstanden. Also habe ich geschnattert: „Das ist ja komisch. Liegt dann da einfach alles nur so herum?“

Er hat gemeint: „Nein, nein. Das ist schon sauber in Behältern. Aber man nimmt die Waren dann ohne Verpackungen mit nach Hause.“

Jetzt musste ich eine Weile überlegen. Dann habe ich gesagt: „Oh, das ist ja richtig gut. Dann hat man den ganzen Plastik- und Papiermüll nicht mehr zu Hause.“

Das habe ich mir beim Erzählen erst so richtig überlegt. Und dann fand ich das immer toller. Ich habe richtig aufgeregt weitergeschnattert: „Das ist ja tatsächlich super! Da muss man nicht mehr so viel Müll wegwerfen! Dann schwimmt das Plastik auch nicht mehr irgendwann in den Meeren. Ja, und es muss ja auch nicht mehr so viel Plastik hergestellt werden. Der Andreas hat mir das mal erklärt. Ich kann es dir jetzt auch erklären: Also, für Plastik braucht man Öl. Und das ist ein Stoff, der auf unserem Planeten ausgeht. Und außerdem gibt es schädliche Abgase bei der Herstellung. Und es ist voll blöd, wenn man das Plastik als Müll verbrennt.“

Der Kollege vom Andreas hat mich ganz lieb angelächelt und einfach nur gemeint: „Genau, liebe Paula. Deshalb gehen wir ja auch da hin.“

Plötzlich ist mir aber etwas eingefallen. Und das war gar keine so gute Idee. Ich habe gemeint: „Äh, das ist ja schon schön. Aber wie kriege ich das ganze Zeug denn nach Hause? Also, ich mag zum Beispiel Müsli zum Frühstück. Äh, muss ich das dann einfach so in meine Watschel-Patschel-Hände nehmen? Hm, da kann ich ja gar nicht so viel mitnehmen. Das ist ja doof. Denn ich habe morgens immer ganz schön Hunger!“

Der Kollege vom Andreas hat gelacht und gemeint: „Ja, Paula, das habe ich schon vom Andreas gehört: Du hast immer ganz großen Hunger. Nicht nur morgens. Aber du brauchst dir keine Sorgen machen. Der Unverpacktladen heißt ja ,Glas und Beutel‘. Denn jeder kann seine eigenen Verpackungen mitbringen. Du kannst zum Beispiel eine Plastikdose für dein Müsli mitbringen. Da füllst du dir das dann ab.“

„Hä?“, habe ich geschnattert, „Plastik? Aber das wollte ich ja nicht!“

„Klar“, hat der Kollege gemeint, „aber das ist ja was anderes: Denn deine Plastikdose verwendest du ja immer wieder. Die wirfst du ja nicht einfach in den Müll, oder? Dann ist das in Ordnung! Du kannst auch einen Stoffbeutel für deine Kartoffeln mitbringen! Weißt du was, Paula? Komm doch einfach gleich mit in den Unverpacktladen und schau dir mal alles an.“

Das habe ich gemacht. Und das war sehr interessant. Da gab es sogar so kleine Brezeln zum Knabbern. Die Verkäufer haben mir alles ganz genau erklärt.

Ich bin danach weiter zum Andreas in die Redaktion gewatschelt. Ich habe ihm von meinem Erlebnis erzählt. Er hat gesagt: „Ja, Paula. Das hast du gut gemacht. Das sollten alle Menschen machen. Man muss sich den Laden einfach mal anschauen. Dann sieht man schon, was man dort kaufen kann. Ich gehe am Samstagvormittag auch mal vorbei. Da ist nämlich ein Fest zur Eröffnung!“

„Das hört sich gut an“, habe ich gemeint. Ich watschele jetzt bestimmt ab und zu im Unverpacktladen vorbei. Die haben nämlich sogar Karotten, liebe Kinder. Und die sind eine meiner Lieblingsspeisen. Wie das Müsli und die Brezeln auch. Das schmecket mir alles ohne Verpackungsmüll noch viel besser! Die Karotten muss ich auch gar nicht lange in einen Beutel stecken. Die vespere ich gleich unterwegs! Eure Paula

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