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Paula Print: Neckarhäuserin kümmert sich um Tiere in Not

30.10.2021 05:30, Von Celine Glöckner — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Bea Rommel rettet und pflegt Tiere in Not. Sie erklärt den Menschen aber auch viel und vermittelt ihnen Tiere. Sie sagt: Für ein Tier trägt man ein Leben lang die Verantwortung.

Bürgermeister Johannes Friedrich (rechts) pflegt eine regelmäßige Beziehung zu den Zwergziegen Rüdiger und Gisela (oben). Er besucht sie ab und zu. Im Vergleich zur Hand des Oberbürgermeisters kann man sich die Größe der Wachteleier gut vorstellen (oben rechts). Entspannt sitzt Bea Rommel auf dem rechten Bild zwischen versammelter Gacker-Mannschaft.
Bürgermeister Johannes Friedrich (rechts) pflegt eine regelmäßige Beziehung zu den Zwergziegen Rüdiger und Gisela (oben). Er besucht sie ab und zu. Im Vergleich zur Hand des Oberbürgermeisters kann man sich die Größe der Wachteleier gut vorstellen (oben rechts). Entspannt sitzt Bea Rommel auf dem rechten Bild zwischen versammelter Gacker-Mannschaft.

NT-NECKARHAUSEN. Schon als Kind hatte Bea Rommel viel Kontakt mit Tieren. Sie ist mit ihnen aufgewachsen. Mit der Zeit fanden immer mehr Tiere ein Zuhause bei ihr. Sie kümmert sich um Fische, Hunde, Hühner, Kaninchen, eine Katze, Meerschweinchen, ein Pflegepferd, Wachteln und Ziegen. Viele von ihnen hat die 34-Jährige aus großer Not gerettet und ihnen ein neues Zuhause geschenkt – auf Zeit oder auch auf Dauer. „Ohne die Unterstützung meiner Familie könnte ich meiner Leidenschaft so nicht nachgehen“, sagt sie dankbar. Denn Tiere nehmen viel Zeit in Anspruch und kosten viel Geld. Das sollte sich jeder klar machen, bevor er sich ein Tier anschafft.

„Für mich beginnt der Tierschutz im eigenen Garten. Oft finde ich verletzte oder kranke Tiere, die ohne Hilfe nicht überleben können. Immer wieder liegen Nestlinge auf dem Boden, die ganz unterkühlt sind“, berichtet Bea Rommel. Um kleine Vögel kümmer sich dann auch Anja Noll. Bea Rommel: „Die ist eine super Anlaufstelle für kleine Vögel. Sie bietet auch Vorträge an.“

Doch was soll man eigentlich machen, wenn man ein krankes oder verletztes Tier findet? Bea Rommel erinnert sich zu dieser Frage an eine Geschichte: „Ich war mit meinem Hund am Neckar spazieren. Er fand einen Schwan. Ich hab’ ihn eine Weile beobachtet. Er war verletzt. Da habe ich die Tierrettung angerufen. Das kann man übrigens immer machen. Die sind total hilfsbereit und sagen einem genau, was man tun soll.“

Bea Rommel wollte auf den Schwan aufpassen, bis die Tierrettung vorbeikommt. Dafür brauchte sie aber Hilfe. Denn der Schwan hätte nach ihr schnappen können. Bea Rommel blickt zurück: „Ich habe bestimmt 15 Passanten angesprochen. Niemand wollte mir helfen. Also habe ich meine Nachbarn angerufen. Die haben mir dann geholfen. Da wurde mir wieder bewusst, dass viele Menschen sich in solchen Situationen hilflos und überfordert fühlen.“

Aber Bea Rommel rettet und pflegt nicht nur Tiere. Sie vermittelt sie auch an andere Menschen. „Ich biete ehrenamtlich Beratungen an, wenn sich jemand ein Tier zulegen möchte“, erzählt sie.

Dabei achtet sie auf viele Dinge. Denn die Familien müssen dafür geeignet sein, ein Tier zu halten. Sehr wichtig ist ihr der Hinweis: Tiere nehmen viel Zeit in Anspruch nehmen und vor allem brauchen sie viel Platz. „Eine reine Käfighaltung ist absolut nicht artgerecht! Das gilt auch für die Einzelhaltung vieler Tiere“, sagt sie ganz energisch.

In der Corona-Pandemie ist noch mal vieles anders geworden. Jetzt wollen mehr Menschen kleine Tiere wie Meerschweinchen, Kaninchen und Hühner haben. „Das war sehr besorgniserregend, weil die Tiere dann häufig aus Langeweile angeschafft wurden“, sagt sie. Tiere brauchen die Gesellschaft von Menschen. Man sollte sie auch nicht wie Spielzeug behandeln.

Kaninchen und Meerschweinchen werden oft einfach in Käfige gesteckt. Das ist aber nicht gut. Bea Rommel sagt: „Sie mögen es überhaupt nicht, herumgetragen zu werden. Außerdem werden sie oft in zu kleinen Ställen gehalten.“

Diese Tiere brauchen auch viel Freilauf. Und zu viel Trockenfutter ist auch nicht gut für sie. Auch die weitverbreiteten Nippeltränken, die kleinen Trinkflaschen in den Käfigen der kleinen Vierbeiner, sieht sie kritisch. „Sie sind nicht praktisch, ganz im Gegenteil. Sie sind unhygienisch und es kommt viel zu wenig raus.“

Für Bea Rommel ist es eben sehr wichtig, dass Tiere als das gesehen werden, was sie wirklich sind. Sie sind keine Gegenstände, mit denen man Spaß haben kann. Sie sind Lebewesen, um die man sich kümmern muss.

Für Bea Rommel gehören die Tiere einfach zu ihrem Leben. Einige von ihnen waren auch bei ihrer Hochzeit dabei. Oberbürgermeister Johannes Fridrich hat sie und ihren Mann in Nürtingen getraut. Mit dabei waren ein Pferd und einer ihrer zwei Hunde. Die haben vor dem Rathaus auf sie für den Fototermin gewartet. Der Oberbürgermeister mag Beas Tiere auch. Besonders die beiden Zwergziegen Rüdiger und Gisela. Die besucht er ab und zu.

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