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Paulas Nachrichten

Paula mag ihr eigenes Buch

22.10.2016 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche bin ich zum Andreas nach Hause gekommen. Er saß auf seinem kuscheligen Sofa. Es roch nach Tee. Und Keksen. Ja, ja, jetzt ist ja Herbst. Da sitzen wir gerne drinnen im Warmen. Und im Trocknen. Der Andreas hat ein Buch auf dem Schoß liegen gehabt.

Ich habe gesagt: „Hallo, Andreas! Was liest du denn da?“

Er hat gelächelt und geantwortet: „Och, nichts Besonderes, Paula. Ein komisches Buch. Ein Buch über zwei so seltsame Typen.“

„Echt, und so etwas liest du?“, habe ich geschnattert. „Das würde ich nicht lesen.“

„Na ja“, hat der Andreas geantwortet, „das Buch ist ja nicht schlecht. Aber die Typen darin sind eben komisch.“

„Komisch?“, habe ich weitergeschnattert, „Dann ist das ja zum Lachen. Komisch ist doch immer lustig! Lass’ mich mal reingucken!“

Der Andreas hat mir das Buch gezeigt. Er hat dabei gelacht. „Das Buch muss aber wirklich sehr lustig sein“, habe ich gemeint.

Mir ist vor lauter Überraschung mein schönes orangenes Entenschnäblein offengestanden. Denn auf dem Buch war ein Bild von mir selber drauf! Und auf dem Buch stand: „Unterwegs mit Paula Print – Die ersten Abenteuer der Zeitungsente“. Hm, sollte ich nun lachen, liebe Kinder? Oder mit dem Andreas schimpfen? Ich habe mal beides gemacht: „He“, habe ich geschnattert, „in dem Buch komme ja andauernd ich vor! Aber ich bin doch gar keine komische Type! Da kommt doch eigentlich nur ein komischer Typ drin vor. Und das bist du!“

Der Andreas musste auch lachen. „Ach, Paula, ich wollte dich doch nur ein bisschen ärgern“, hat er gesagt. „Wir sind ja nun wirklich manchmal komische Typen! Ein frecher Redakteur und eine liebe Zeitungsente . . .“, hat er dann noch gesagt. Und dabei hat er mir zugezwinkert und gesagt: „Hoffentlich lachen die Kinder manchmal über unsere Geschichten!“

„Ja“, habe ich gemeint, „das ist schön. Aber sie sollen ja auch was lernen. Oder? Dann sollen sie lieber nicht immer über uns lachen!“

Der Andreas hat jetzt nicht mehr gelacht. Er hat ein bisschen ernster gesagt: „Hm, lernen und lachen sind aber kein Problem. Das schließt sich nicht gegenseitig aus. Im Gegenteil. Mit lachen lernt man etwas viel besser. Also: Manchmal muss man in der Schule einfach etwas lernen. Das muss man lesen und dann können. Das ist manchmal ganz schwer. Aber wenn man etwas gerne lernt und gut drauf ist, lernt man es einfacher. Die Kinder können sich sicher Sachen aus unseren Geschichten ganz gut merken. Denn . . .“

Ich habe den Andreas gleich unterbrochen. Ich habe losgeschnattert: „Klar, können die das! Die sind ja auch schlau, unsere lieben Kinder!“

„Ja, ja“, hat der Andreas gemeint, „das auch. Aber unsere Geschichten sind ja manchmal lustig. Ich veräppele dich ja auch ab und zu. Dann müssen sie drüber lachen. Und so können sie sich die Geschichten leichter merken. Oder du bist mal traurig. Dann sind sie mit dir ein bisschen traurig. Und dann können sie sich die Sachen aus den Geschichten auch besser merken. Aber lustige Geschichten sind natürlich schöner als traurige. Da hast du schon recht.“

„Hm, dann lass uns doch gleich mal ins Buch reinschauen. Mal sehen, was wir früher so erlebt haben“, habe ich gemeint. Und ich habe ins Buch reingeguckt. Mir haben die Bilder schon gefallen. Da war ich zum Beispiel mit einem Zug zu sehen. Oder mit einem Nussknacker. Aber das war trotzdem komisch. Ich habe geschnattert: „He, daran kann ich mich gar nicht mehr erinnern! Gib mir mal das Buch!“

Der Andreas hat mir das Buch aber nicht gegeben. Er hat gesagt: „Klar kannst du dich nicht an alles erinnern. Das ist ja auch schon lange her. Aber ich gebe dir das Buch nicht. Ich lese dir lieber daraus vor. Dann kann ich schon einmal üben. Denn morgen lese ich den Kindern in der Nürtinger Stadtbücherei um 14.30 und um 15.30 Uhr aus unserem Buch vor! Kommst du auch vorbei?“

„Das hört sich ja toll an. Klar komme ich!“, habe ich geantwortet. Also bis dann, liebe Kinder! Eure Paula

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