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Paula mag die schwäbischen Kamele

06.06.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Paulas Thema heute: Ein Spaziergang zu den Alpakas in Neckarhausen

Hallo, liebe Kinder,

eigentlich hatte ich ja vor kurzem Urlaub. Der Andreas sagt nämlich immer: Das muss ab und zu sein. Sonst kann man gar nicht immer fleißig arbeiten. Das stimmt auch. Aber eines ist mir aufgefallen, liebe Kinder: Ich bin immer Zeitungsente und damit eine Reporterin – ob ich nun im Dienst bin oder frei habe.

Das ist mir erst jetzt in unserem Urlaub aufgefallen. Ich wollte mit dem Andreas ein bisschen spazieren watscheln. Also, ich watscheln, er gehen.

Das Wetter war gar nicht so supertoll. Deshalb hat der Andreas gemeint: „Komm, Paula, wir gehen einfach von Nürtingen aus über den Galgenberg Richtung Neckarhausen.“

Ich habe geschnattert: „Au ja, das gefällt mir! Da hat man doch die wunderbare Aussicht auf unsere schöne Stadt und auf die Alb!“

„Genau“, hat der Andreas geantwortet, „aber nicht nur. Ich stelle dir dort ein paar ganz besondere Tiere vor.“

„Äh“, habe ich gemeint, „und was für welche?“

Er hat geantwortet: „Klar musst du als Zeitungsente und Reporterin immer neugierig sein. Aber im Urlaub kannst du dich mal entspannen und dich überraschen lassen.“

Ich habe nur „Na gut“ gemurmelt und bin dann mit dem Andreas losgewatschelt. Den Berg rauf musste ich mich ganz schön anstrengen. Denn er geht immer sehr schnell. Ich habe gemeint: „He, entspann’ du dich doch mal. Im Urlaub brauchst du nicht so zu rennen.“

„Entschuldigung“, hat er gemeint, und dann ist er ein bisschen langsamer gegangen. Aber nur ein paar Meter. Dann hatte er das wieder vergessen. Deshalb waren wir nach einer guten Dreiviertelstunde dort oben nahe am Waldrand.

Da war ein großer Hof für Landwirtschaft. Ja, und meine Entenäuglein konnten die schöne Landschaft gar nicht genießen. Denn da waren supersüße Tiere auf einer umzäunten Weide zu sehen. Größere und auch kleinere. Die waren richtig süß. Ich habe geschnattert: „He, was sind denn das für süße ..., für süße ... Dings, naja, für süße Tiere?“

Der Andreas musste lachen. Dann hat er gemeint: „Gell, ich habe dir nicht zu viel versprochen? Tja, wie heißen die wohl, schlaue Zeitungsente? Hm ... darf ich vorstellen? Das sind die schwäbischen Kamele!“

Jetzt habe ich ihn angeguckt wie ein Auto. Denn das habe ich nicht verstanden. Also habe ich geschnattert: „Hä? Aber Kamele gibt es hier doch gar nicht! Die sind in Afrika zuhause. In der Wüste und so! Die kommen nämlich mit der Hitze super zurecht. Ja, und äh, Kamele haben auch solche Dinger, solche Höcker. Das haben die hier gar nicht! Du willst mich wohl wieder veräppeln!“

„Jetzt reg’ dich doch nicht gleich so auf, Paula! Das stimmt ja schon alles, was du sagst. Aber ich habe auch recht. Das hier sind Alpakas. Die gehören auch zu den Kamelen!“

Da habe ich gleich wieder losgeschnattert: „Ach so, das sind Albpacker! Die sind von der Alb. Deshalb sind es Schwaben. Und bepacken kann man die auch. Hm, aber so groß und stark wie Kamele sind die nicht!“

Der Andreas musste lachen. Dann hat er gemeint: „Also, das sind keine Albpacker. Das sind A-l-p-a-k-a-s. Die kommen eigentlich aus Südamerika. Deshalb nennt man sie auch Neuweltkamele. Wie die Lamas auch. Die hält man auch eigentlich nicht als Transporttiere. Die hält man wegen ihrer tollen Wolle. Guck’ mal, die hier sind schon geschoren worden. Die haben ganz kurzes Fell.“

Da musste ich gleich wieder schnattern: „Äh, und das mit der neuen Welt kommt von dem Kolumbus, gell? Weil der Amerika erst nach der Ritterzeit entdeckt hat und man deshalb ,Neue Welt‘ gesagt hat, gell?“

„He, Paula, du bist echt schlau, das stimmt“, hat mich der Andreas gelobt. „Trampeltiere und Dromedare zählt man zu den Altweltkamelen. Die gibt es oft in Asien und Afrika. Die Erdteile kannten die Seefahrer und Entdecker natürlich schon lange vor Amerika. Deshalb war das für sie die ,Alte Welt‘.“

„Hm“, habe ich überlegt, „das ist ja alles in Ordnung. Aber so richtig ähnlich sind sich die Alt-, Neu- und Alb-Kamele nun wirklich nicht.“

„Das stimmt“, hat der Andreas gemeint, „aber all die Kamelarten haben andere Gemeinsamkeiten. Sie haben zum Beispiel keine Hufe, sondern Schwielensohlen. Und oben im Maul haben sie Kauplatten statt Schneidezähnen.“

„Na gut“, habe ich gemeint, „so genau wollte ich jetzt gar nicht hingucken. Ich finde sie einfach süß. Und deshalb werde ich gleich nach unserem Urlaub den Kindern davon berichten. Dann können sie vielleicht jetzt in den Ferien bei ihnen mal vorbeigucken.“ Eure Paula

Mehr Infos zu den schwäbischen Kamelen gibt es unter www.alpakafarm.com

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