Paulas Nachrichten

Paula mag am liebsten nette Musiker

14.03.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo liebe Kinder,

so eine Stadt ist schon was tolles! Eigentlich immer, wenn ich rumwatschele, ist irgendwas besonderes los. Man muss nur Augen und Ohren aufsperren. Zum Beispiel in dieser Woche. Ich war auf dem Schillerplatz unterwegs. Von überall sind die Kinder in Richtung Kreuzkirche geströmt.

„Haben die denn keine Schule?“, habe ich mich gefragt. Ich habe mir das mal näher angeschaut. Die hatten schon Lehrerinnen und Lehrer dabei. Das hat alles gepasst. Also dachte ich mir: „Alles in Ordnung, Paula, schaue dich doch einfach mal woanders um!“

Nach einer Weile bin ich wieder zur Kreuzkirche gekommen. Draußen war es jetzt echt ruhig. Aber von drinnen kam sehr laute Musik. Und lautes Gesinge von Kindern. Das ging immer „He, ho – He, ho – He, ho!“ Natürlich bin ich immer neugieriger geworden.

Ich habe mich also in die Kirche geschlichen. Die war ganz voll mit Kindern! Und vorne auf der Bühne waren vier Musiker. Die haben vielleicht toll gespielt! Die Kinder waren total aus dem Häuschen, die haben getanzt, gesungen und geklatscht! Alle waren so beschäftigt, dass mich keiner bemerkt hat. Ich habe aber auch nur vorsichtig über die Stellwand hinter der Bühne geguckt, damit mich keiner sieht. Man kann ja nie wissen . . . Und eine Eintrittskarte hatte ich ja auch nicht. Der Andreas sagt aber immer, dass man als Journalist meistens willkommen ist. Und ich bin ja als Zeitungsente auch ein Journalist, oder?

Später dann habe ich den Andreas besucht. Ich wollte ihm erzählen, was ich erlebt habe – aber der Schlaumeier hat schon wieder alles gewusst. „Tja, Paula, da hast du nicht richtig aufgepasst. Ich war doch auch in der Kreuzkirche. Das war nämlich heute ein Jazzkonzert für Kinder. Ich muss darüber berichten“, hat er gesagt.

Ich musste zugeben, dass ich ihn nicht gesehen hatte. Es gab ja wirklich interessanteres als ihn zu sehen und zu hören. Pah!

Ich habe ihm gesagt: „Das trifft sich ja gut! Dann kannst du mir mal erklären, warum die Kinder bei so einem Schess-Konzert so ausflippen. Das ist doch eher was für Erwachsene!“

„Das heißt nicht Schess, sondern Jazz“, hat mich der Andreas verbessert. „Man weiß nicht so genau, wo das Wort herkommt. Auf jeden Fall diesmal nicht von den alten Römern oder von den alten Griechen. In Amerika wurde es zuerst verwendet. Wahrscheinlich hat es was mit leidenschaftlicher Liebe zu tun. Wahrscheinlich, weil die Musiker diese Musik auch so lieben und völlig aus dem Häuschen sind, wenn sie sie spielen!“

„Das kann ich mir vorstellen“, habe ich gemeint. „Aber die Kinder waren ja auch so richtig begeistert!“

„Na klar“, hat der Andreas gelacht. „Weißt du, Paula, Musik ist eine Sprache, die jeder versteht. Ob groß oder klein. Das ist richtig toll. Allerdings muss sie auch von den richtigen Typen gespielt werden. Es gab mal eine Rockband, die spielten ein Lied, das hieß zu deutsch, ,der Musiker macht den Unterschied aus, nicht das Lied‘.“

Ich habe zum Andreas gesagt: „Das habe ich verstanden. Wenn einer nicht richtig spielen kann, kann das Lied, das er spielt, eigentlich noch so toll sein. Dann wird das nichts. Das ist, wie wenn ich plötzlich Klavier spielen würde, obwohl ich es gar nicht kann.“

„Na, das heißt aber auch, dass das Lied immer toller wird, wenn man den Musiker nett findet. Und die Jazzmusiker in der Kreuzkirche waren sehr nett, deshalb hat es den Kindern noch besser gefallen“, hat mir der Andreas erklärt.

Und ich habe gemeint: „Hm, dann gebe mir mal deine Gitarre, ich zupfe dir mal was vor. Du findest mich doch nett, oder?“

Ich habe ihn grinsend angeschaut. Und er hat kritisch zurückgeguckt und gesagt: „Natürlich finde ich dich nett, Paula, das weißt du ja. Aber vielleicht solltest du doch vorher mal ein bisschen Gitarrespielen lernen, bevor du loslegst.“

„Na klar“, habe ich gemeint, „war ja auch nur ein Spaß. Solange spielst du eben für mich. Ich finde dich nämlich sehr nett. Und so ganz schlecht spielst du ja auch nicht.“

Wisst ihr Kinder, man soll immer lieb sein zu seinen Freunden. Ihr hättet mal sehen sollen, wie sich der Andreas über mein Kompliment gefreut hat! Eure Paula

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