Paulas Nachrichten

Paula macht wieder ein Rätsel zum Projekt

14.04.2018, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche bin ich zum Andreas in die Redaktion gekommen. Der war gerade auf dem Weg zu seinem Auto. Er hat ein Liedchen gepfiffen und gelächelt. Ich habe zu ihm gesagt: „He, du bist aber gut gelaunt! Gehst du jetzt in den Urlaub? Oder warum siehst du so fröhlich aus?“

Er hat noch mehr gelächelt. Dann hat er aber den Kopf geschüttelt und gemeint: „Nein, nein, Paula. Ich gehe nicht in den Urlaub. Ich gehe zu einem Termin. Auf den freue ich mich. In dieser Woche hat wieder eines meiner Projekte begonnen!“

Jetzt musste ich kurz überlegen. Kennt ihr das, liebe Kinder? Man hört ein Wort. Das hat man schon oft gehört. Aber irgendwie ist es ein komisches Wort. Und man weiß nicht genau, was es bedeutet. Aber man hat beim ersten Mal nicht gefragt. Und jetzt traut man sich nicht mehr zu fragen. Denn der andere glaubt ja, dass man es kennt ...

So ging es mir in diesem Moment. Mir sind da sogar zwei Worte aufgefallen. Und deshalb habe ich wieder einmal wie das berühmte Auto geguckt. Mit ganz großen Entenäuglein eben. Weil ich nicht alles verstanden habe.

Der Andreas hatte mir aber einmal früher erklärt: „Fragen ist gar nicht schlimm. Doof ist, wenn man etwas nicht weiß und trotzdem nicht fragt.“

Also habe ich mir ganz schnell einen Satz überlegt. Und dann habe ich gesagt: „Ah, du hast ein Projekt und deshalb gehst du zu einem Termin? Äh, ja. Klar. Projekt. Termin. Äh.“

Der Andreas kennt mich ja ganz gut. Deshalb versteht er mich auch ganz gut. Er hat gesagt: „Na klar, Paula. In einem Projekt gibt es Termine. Du hast doch beide Wörter schon gehört, oder?“

Ich habe mit dem Kopf genickt und ihn weiter mit meinen großen Entenäuglein angeschaut. Deshalb hat der Andreas ganz lieb weiter erklärt: „Ja, ich kenne das. Manchmal kennt man Wörter. Die sind aber trotzdem komisch. Also pass’ mal auf, Paula: Ein Termin ist einfach eine Verabredung mit jemand anderem. Bei den alten Römern gab es das Wort ,terminus‘. Das hieß bei ihnen einfach ,Grenzzeichen‘.“

„Was?“, habe ich losgeschnattert. „Grenze? Haben die sich da an der Grenze von ihrem Land mit anderen Typen verabredet? Deshalb heißt das Termin?“

Der Andreas hat ein bisschen das Gesicht verzogen. Eine Augenbraue hat er ganz weit nach oben gezogen. Und er hat gesagt: „Oh je, Paula. Das ist aber eine komische Idee für eine Erklärung. Höre mir einfach noch einmal zu: „Mit ,Grenze‘ war da etwas anderes gemeint. Und zwar: das ist das Ende von einem Zeitraum. Am Ende von diesem Zeitraum sollte man bei den alten Römern seine Rechnungen bezahlt haben. Sonst hat man Ärger bekommen. Daraus ist dann einfach im Laufe der Zeit ein Wort für einen fest vereinbarten Zeitpunkt geworden. Man macht einen Tag und eine Uhrzeit als Termin aus – und da trifft man sich dann.“

„Ah“, habe ich gemeint, „das ist ja ganz interessant. Und zu so einem Projekt gibt es dann solche Grenztermine, oder was? Eine Grenze zum Anfang vom Projekt und eine zum Ende?“

Der Andreas musste kurz überlegen. Dann hat er geantwortet: „Naja, nicht unbedingt. Aber eigentlich ist das gar nicht so schlecht überlegt, meine liebe schlaue Zeitungsente. Ein Projekt hat nämlich wirklich einen Anfang. Und auch das Ende setzt man vorher schon fest. Das Projekt geht nur eine bestimmte Zeit. Und in dieser Zeit will man dann etwas bestimmtes erreichen. Das Wort Projekt kommt auch von den alten Römern. Bei denen gab es das Wort ,projectus‘. Das meint einfach ,nach vorn geworfen‘. Deshalb kann man einen Speer oder eine Pistolenkugel auch Projektil nennen. Beim Projekt meint man jetzt einfach den Zeitraum. Das Ende von diesem Zeitraum liegt dann vorne in der Zukunft. Das Projekt läuft dann bis dahin.“

„Ah“, habe ich gemeint, „und was für ein tolles Projekt mit tollen Terminen hast du jetzt? Du siehst doch so fröhlich aus!“

„Ja“, hat der Andreas gemeint, „das ist wirklich ein tolles Projekt. Das heißt ,Zeitung in der Grundschule‘. Und da machen viele, viele Kinder. Das macht mir richtig Spaß!“

Das fand ich richtig toll. Ich habe losgeschnattert: „He, das ist ja wirklich ein tolles Projekt! Das ist doch das mit meinem Quiz, mit meinem Rätselspiel! Das haben wir bei diesem Projekt im letzten Jahr ausprobiert. Und es haben immer ganz viele Kinder immer mitgemacht! Super! Lass uns das doch bitte jetzt auch wieder machen!“

Der Andreas hat kurz überlegt. Dann hat er geantwortet: „Na gut, liebe Paula, wenn du so lieb bittest! Aber du musst dir die Fragen wieder ausdenken!“

„Gerne“, habe ich gerufen. Und das habe ich dann auch gemacht. Heute seht ihr unten auf der Seite das erste Quiz! Viel Spaß dabei! Eure Paula

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