Paulas Nachrichten

Paula macht das Karussellfahren hungrig

15.12.2018, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

seid ihr in letzter Zeit mal durch die Stadt gewatschelt, äh, gelaufen? Also ich habe das die Woche mal gemacht. Ich bin durch die Fußentenzone – nee, ich weiß, ihr nennt das lieber Fußgängerzone – gewatschelt. Und dann hat es plötzlich ganz lecker gerochen.

Ich habe gleich mal angefangen zu schnüffeln. Und dann bin ich ganz langsam und vorsichtig dem Duft hinterher gewatschelt. Ich wollte ihn ja nicht wieder verlieren.

Plötzlich hat mich jemand von hinten auf die Schulter getippt. Und er hat mich ganz laut angesprochen: „Na, junge Frau, haben Sie die Witterung aufgenommen?“

Zuerst bin ich natürlich total erschrocken. Mein kleines Entenherzlein hat mir bis zum Hals geschlagen. Dann habe ich mich aber umgedreht und gesehen: Das war ja der Andreas!

Also habe ich ihn angeschnattert: „He, erschreck’ mich doch nicht! Und was quatscht du da überhaupt? Ich soll Witterung aufgenommen haben? Was ist denn das? Die Witterung ist doch das Wetter! Wie soll ich das denn aufnehmen?“

„Ja, ja“, hat der Andreas gesagt, „mit Witterung kann man schon das Wetter an einem Ort für eine bestimmte Zeit meinen. Aber Witterung nennt man auch den Geruchssinn von Tieren. Also manche Tiere können andere Tiere besonders gut riechen. Dann können die einen Tiere die anderen Tiere jagen.“

„Aber hör’ doch mal“, habe ich ganz empört zum Andreas geschnattert, „ich jage doch keinen anderen Tiere! Das würde ich nie machen.“

„Na klar“, hat der Andreas ganz ruhig gemeint und mich in den Arm genommen, „das hat halt nur so ausgesehen. Du bist eben so schnüffelnd in die Richtung gegangen.“

Der Andreas hat in Richtung Kirche gezeigt. Und da sind auch überall Weihnachtsbäume herumgestanden.

„Na ja“, habe ich gemeint, „das stimmt schon so ein bisschen. Ich bin schon dem Geruch gefolgt. Aber da riecht es nicht nach Tieren, die ich jagen will. Da riecht es nach gebrannten Mandeln. Mhhhhh, und nach anderen Süßigkeiten. Mhhh, nach so einem leckeren Knödel, mmhhh, mit Vanillesoße. Und . . .“

Der Andreas hat geantwortet: „Ja, Paula, du bist halt ein echter Essensjäger! Du liegst auch völlig richtig: Da hinten an der Kirche ist wieder der Weihnachtsmarkt. Und da gibt es natürlich viel Leckeres zu essen und trinken.“

„Ah“, habe ich gesagt, „das ist toll hier in Nürtingen! Gut, dass wir hier den Weihnachtsmarkt erfunden haben!“

Der Andreas musste lachen. Dann hat er gesagt: „Na ja, erfunden haben den die Nürtinger nicht. Auch wenn der Markt hier bei uns so richtig schön ist. Aber Weihnachtsmärkte gibt es woanders in Deutschland schon sehr, sehr lange. Seit der Ritterzeit schon. Wir kennen die Geschichte vom Nikolausmarkt in München. Den gibt es seit 700 Jahren. Einen ganz berühmten Weihnachtsmarkt gibt es seit 400 Jahren in Nürnberg zum Beispiel. Da heißt er Christkindlsmarkt.“

„Ah“, habe ich überlegt, „Nikolaus, Christkind, das sind einfach Märkte, um Weihnachten zu feiern, gell! Hm, aber Weihnachten ist ja erst noch . . .“

„Ja, Paula“, hat der Andreas erklärt, „da muss man echt darüber nachdenken. Zur Ritterzeit gab es also die ersten Märkte. Aber da waren das eher Wintermärkte. Denn die Menschen sollten am Anfang des Winters nochmal richtig einkaufen können. Also Fleisch zum Beispiel, auch wenn du keines isst, Paula. Oder andere Sachen. Warme Kleider und so zum Beispiel. Deshalb hat man dann solche Märkte gemacht. Bald hat man auch andere Handwerker bei den Märkten erlaubt. Die haben dann zum Beispiel Körbe angeboten. Oder auch kleine Spielsachen aus Holz für die Kinder. Ja, auch Süßigkeiten gab’s. Und gebrannte Mandeln und Kastanien und so gab es damals auch schon. Wie heute auch noch. So seit 200 Jahren gehört der Markt fest zur Weihnachtszeit in vielen Städten. Das ist eine richtige deutsche Tradition geworden. Es kommen auch viele Gäste aus dem Ausland extra zu den Märkten. Nach Stuttgart auch zum Beispiel. Oder nach Esslingen.“

„Pah“, habe ich gemeint, „da muss ich nicht hin. Ich bleibe hier bei meinem Nürtinger Markt. Hier riecht es mir auch gut genug. He, und schau’ mal, ein Karussell haben die auch hier.“

Da bin ich gleichmal hingewatschelt, liebe Kinder. Da fuhr nämlich auch ein ganz besonderer Wagen mit. Der sah aus wie ein Entenkumpel von mir. Der Mann von dem Karussell hat mich dann gleich auf eine Fahrt eingeladen. Und wisst ihr was, liebe Kinder? Danach habe ich so richtig Hunger gehabt! Eure Paula

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Fünf Jungs suchen nach Fledermäusen. Sie sehen, wie die Tiere aus einem Felsspalt herausfliegen. Dort klettern sie hinein und finden eine riesige Höhle.

MADRID (pm). Das ist vor genau…

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