Paulas Nachrichten

Paula liebt den Adventskalender

20.12.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo liebe Kinder,

gestern war ich wieder einmal in der Stadt unterwegs. Der Weihnachtsmarkt ist ja vorbei. Schade. Zum Glück war ich ein paar Mal dort. Auf dem Schillerplatz sind mir wieder Kinder begegnet. Die haben alle einen schweren Schulranzen geschleppt. Die haben mir richtig leid getan. Die Kinder waren aber trotzdem richtig gut gelaunt. Ich habe einen sehr kleinen Jungen gefragt: „Warum habt ihr denn so schwere Ranzen zu schleppen heute? Soll ich dir tragen helfen? Und warum seid ihr so gut gelaunt?“

Der Bub hat mich gleich erkannt und geantwortet: „Heute ist der letzte Schultag, Paula! Da müssen wir viele Sachen mit nach Hause nehmen. Aber das macht nichts, Hauptsache Ferien!“

Dann ist er weiter gelaufen. Er hat sich mit seinen Kumpels unterhalten: „In den Ferien werde ich endlich mal meine Raumschiffe aus dem Adventskalender zusammenbauen!“

Das hat mich sehr gewundert. Ein Adventskalender, aus dem Raumschiffe kommen? Ich bin gleich zum Andreas. Ich habe mir gedacht: Das könnte doch eine spannende Geschichte für die Nürtinger Zeitung sein.

Ich habe ihm ganz aufgeregt davon erzählt. Ihn hat das gar nicht arg erstaunt. Er hat mich ins Wohnzimmer geführt und mir einen Pappkarton gezeigt, der an der Wand hängt. Auf dem waren komische Raumschiffe gemalt. Das sind die fliegenden Dinger aus den Filmen und Geschichten. Mit denen reisen die Menschen von einem Planeten zum anderen.

„Das ist ein Adventskalender von meinem Sohn. In dem sind kleine Modelle, keine richtigen Raumschiffe. Die sind aus einem Film, der in der Zukunft spielt. So ein richtiges Weltraummärchen ist das“, hat er mir erklärt.

Hm, da war ich richtig neidisch. Das ist bestimmt tolles Spielzeug, dachte ich mir. Der Andreas hat erkannt, was ich denke. Und er hat deshalb gesagt: „Komm, Paula, ich zeige dir mal meinen Lieblingsadventskalender.“

Der sah aus wie ein Haus, und er war aus Holz. Er hat erklärt: „ Der hat meiner Frau schon gehört, als sie ein Kind war. Ihr Papa hat ihn ihr gebastelt. Für jeden Tag im Advent gibt’s einen Nagel. Da hängen wir dann immer Kleinigkeiten daran. Für unsere Familie. Schau’ mal, Paula: Da hängt sogar ein Säckchen mit deinem Namen dran.“

Was habe ich mich gefreut! Die haben auch an mich gedacht! In dem Säckchen waren Pralinen. „Lass’ sie dir schmecken, Paula!“

Die waren wirklich gut. Und ich habe zum Andreas gesagt: „Hm, so ein Adventskalender ist doch wirklich eine gute Erfindung. Wer hat die denn überhaupt erfunden?“

Der Andreas musste kurz überlegen. Dann hat er berichtet: „Na, einen Erfinder gibt es eigentlich nicht. Vor vielen, vielen Jahren haben die Kinder einfach 24 Kreidestriche an die Wand gemalt und dann jeden Tag einen weggewischt. Dann haben sie sich immer besser vorstellen können, wann denn jetzt das Christkind kommt. Das Wort Advent kommt ja aus dem lateinischen, der Sprache der alten Römer und der Pfarrer. Es soll so viel heißen wie ,Ankunft‘ oder ,Er kommt‘. Die Adventszeit umfasst die vier Sonntage vor Heiligabend.“

Er hat weiter erzählt: „Dann hat man auch 24 Bildchen mit Szenen aus der Bibel aufgehängt. Ungefähr vor 100 Jahren dann hat ein Mann aus Bayern, der hieß Gerhard Lang, Kalender mit Türchen und Bildern aus der Weihnachtsgeschichte dahinter hergestellt. Stell’ dir vor, ich hatte auch noch solche Kalender ohne Geschenke, nur mit Bildchen.“

„Hast du dich dann gefreut?“, wollte ich wissen. „Klar, Vorfreude ist doch die schönste Freude“, hat er gemeint. „Wir haben die Tage zum Weihnachtstag gezählt und uns so lange die Bildchen angeschaut.

„Ich bin ganz ehrlich“, habe ich erwidert, „solche Bildchen sind ja ganz nett, aber ich freue mich auch über Geschenke. Die Raumschiffe finde ich toll. Und die Pralinen auch.“

Der Andreas hat gar nicht mit mir geschimpft: „Das kann ich schon verstehen. Aber es ist wichtig, dass sich die Erwachsenen und die Kinder, und auch die Zeitungsenten, auch über Kleinigkeiten freuen können. Nicht nur über teure Geschenke.“

Und dann hat er mich in den Arm genommen und angefügt: „Weißt du, das schönste Geschenk ist doch eigentlich, wenn man sich lieb hat. Und wenn die Eltern zum Beispiel Zeit für ihre Kinder haben, um ihnen eine Geschichte zu erzählen. Zu solchen Bildchen im Adventskalender kann man toll Geschichten erzählen zum Beispiel.“

Tja, der Andreas hat schon recht. Es ist ja auch immer ein schönes Geschenk, dass er eigentlich immer Zeit hat, um mir was zu erklären. Aber, psssst, ganz im Vertrauen: Auf die Geschenke an Heiligabend freue ich mich trotzdem! Eure Paula

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