Schwerpunkte

Paulas Nachrichten

Paula kümmert     sich um den      Lebensmüll

05.05.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

                           Paulas Thema heute:                               Warum trennt man                                 eigentlich den Abfall?

Hallo, liebe Kinder,

ich esse gerade jeden Tag beim Andreas zu Hause. Denn da arbeiten wir ja auch. Deshalb helfe ich auch immer gerne ein bisschen mit im Haushalt.

Info

Mehr Videos auf „Paula zu Hause“

Unter www.ntz.de/paulazuhause findet ihr im Internet auf der Internetseite der Nürtinger/Wendlinger Zeitung viele spannende Videofilme. Da kann man viele verschiedene Dinge nachmachen. Das Falten einer Tüte für den Biomüll aus der Zeitung ist nur eine Sache. Man kann aber auch eine Zeitungsblume daraus falten. Aber es wird zum Beispiel auch gezeigt, wie man Fleischküchle macht oder griechisch kocht. Schaut doch mal rein! Und schickt gerne ein Bild einer Nachmach-Aktion von euch an E- Mail paula@ntz.de!

Vor kurzem hat der Andreas zu mir gesagt: „Ah, Paula, watschele doch mal mit dem Biomüll runter in die Garage!“

Nach dem Essen bin ich oft ein bisschen müde. Kennt ihr das, liebe Kinder? Dann kann ich auch gar nicht so richtig aufpassen. Deshalb habe ich gemeint: „Wie bitte? Müll? Soll der in dein Auto?“

Jetzt hat mich den Andreas ganz groß angeguckt. Wie ein Auto. Wie ein Lastwagen sogar. Dann hat er geschnattert, äh, geschimpft: „In mein Auto? Den Biomüll? Bloß nicht! Der kommt in die braune Tonne! Nicht in die blaue, die schwarze, die gelbe Tonne oder in mein blaues Auto – in die braune Tonne!“

Ich musste ein bisschen lächeln: „Ah, dann ist das ja klar. Dein Auto ist auch blau. Wie die andere Tonne. Aber der Müll hier soll ja in eine braune Tonne. Die Farben sind dir ja voll wichtig. Das wusst ich gar nicht!“

„Genau, liebe Halbhausmitbewohnerin! Ich sage es dir noch einmal zum Mitschreiben: In die gelbe Tonne kommt der Verpackungsmüll. In die blaue Tonne kommt das Altpapier, also auch die alte Zeitung. In die braune Tonne kommt der Biomüll. Und in die schwarze Tonne kommt der restliche Müll. Die ganzen Tonnen stehen bei uns in der Garage. Die blaue Tonne kann man eigentlich nicht mit meinem blauen Auto verwechseln!“

„Ja, ja“, habe ich gemeint, „ich werde schon keinen Müll in dein schönes Auto werfen. Das war ja nur Spaß. Aber ...“

Ich habe eine Pause gemacht und auf den Müll geguckt, den ich runter bringen sollte. Gesehen hat man da eigentlich nur Zeitungspapier.“

Deshalb habe ich gemeint: „Aber ... gerade hast du gesagt: Altpapier wie die alte Zeitung, kommt in die blaue Tonne. Und jetzt sagst du, dieser Müll hier mit der Zeitung soll in die braune Tonne. Das verstehe ich nun wirklich nicht.“

„Also gut“, hat der Andreas gesagt und tief durchgeschnauft, „das ist leicht zu erklären. Den Biomüll wickelt man in eine alte Zeitung ein. Denn der wird feucht. Dann ist in der Tonne dann alles nass. Die Zeitung saugt das auf.“

Ich wollte dann gleich damit loswatscheln. Aber plötzlich sind lauter glitschige Sachen rausgefallen. Ein Apfelbutzen, Eierschalen – und sogar ein welkes Blatt Salat.

„Iiiih“, habe ich geschnattert, „das ist ja voll doof. Das fällt ja alles raus.“

„Ja“, hat der Andreas gemeint, und genervt die Augenbrauen hochgezogen, „jetzt musst du erst mal alles wieder wegputzen! Und dann kannst du ja mal den neuen Videofilm auf unserer Internetseite unter ,Paula zu Hause‘ angucken. Da zeigt dir eine Kollegin, wie man aus einer alten Zeitung eine richtige Tüte für den Biomüll faltet. Da fällt dann nichts raus.“

„Gut“, habe ich geantwortet, „die Filme von unserer Aktion finde ich voll gut. Das mache ich nachher. Aber ... Aber warum können wir nicht einfach alles in die eine feste Mülltüte werfen? Äh, und warum heißt der Müll eigentlich Biermüll? Bier ist da jetzt gar nicht in der Zeitung eingewickelt. Äh ... und ja, es liegt auch nichts davon auf dem Boden. Oder wird dieser Müll durch das Bier feucht?“

„Nein“, hat der Andreas ganz hart gesagt, „das ist auch kein Biermüll. Das ist Biomüll. ,Bio‘ ist ein altes griechisches Wort für ,Leben‘. Da kommen nämlich so gewachsene Sachen rein. Also wie bei uns hier Apfelbutzen. Sogar Eierschalen. Alter Salat. Oder auch Kartoffelschalen. Oder auch mal ein bisschen Gras und Laub. Das verrottet dann. Und so entsteht Kompost. Mit dem kann man dann wieder Pflanzen beim wachsen helfen. Das nennt man dann Düngung. Deshalb trennt man den Müll. Der Biomüll wäre zu schade für den Restmüll. Denn der wird verbrannt. Und die Menschen müssen für ihren Restmüll in der schwarzen Tonne zahlen. Für den Biomüll nicht. Auch das Altpapier sammelt man deshalb so in der blauen Tonne. Daraus wird nämlich wieder neues Papier gemacht. Und aus dem Verpackungsmüll in der gelben Tonne kann man auch wieder neues Plastik machen. Das ist beides gut für die Umwelt. Deshalb trennt man den Abfall in verschiedenen Tonnen.“

Das fand ich richtig toll. Ich habe gemeint: „Gut, dann bringe ich jetzt immer den Lebensmüll in die braune Tonne. Aber davor schaue ich mir den Film an. Mit so einer Zeitungstüte macht das gleich mehr Spaß!“ Eure Paula

Paulas Nachrichten