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Paula kennt den Mini-Präsidenten

13.05.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Paulas Thema heute: Wer bestimmt die Corona-Regeln?

Hallo, liebe Kinder,

wegen der Corona-Krise gibt es ja viele Regeln. Zuletzt wurden aber nicht mehr so viele Menschen mit dem Virus angesteckt. Deshalb sind jetzt ein paar Regel nicht mehr so streng. Man darf zum Beispiel wieder auf die Spielplätze. Das finde ich gut. Man muss aber weiter Abstand halten und oft auch eine Maske tragen. Das ist alles gar nicht so einfach.

Ich habe gestern zum Andreas gesagt: „Hm, das muss man sich ja alles gut überlegen. Die Erwachsenen, die Kinder und die Zeitungsenten wollen ja schon wieder raus. Aber man muss ja auch aufpassen. Die Krankheit darf ja nicht wieder stark zurückkommen. Da haben es die Wissenschaftler ja echt schwer!“

„Ja“, hat der Andreas gesagt, „die Wissenschaftler haben es schwer. Aber die Politiker haben es noch schwerer. Die Wissenschaftler sind die Experten. Aber die können den Politikern nur einen Rat geben. Die Politiker müssen dann über die Regeln entscheiden. Dafür haben wir sie gewählt.“

„Ah ja“, habe ich gemeint, „klar. Das ist die Angela Merkel. Die Chefin von Deutschland.“

„Na ja“, hat der Andreas kurz überlegt und gesagt, „nicht nur. Da gibt es ja noch die ganzen Ministerpräsidenten.“

„Die was? Die Mini-Präsidenten?“, habe ich geschnattert. „Was sind das für welche? Sind die mini? Ah, ich weiß: Die Merkel ist der große Chef – und die sind kleinere Chefs. Also Minipräsidenten.“

Der Andreas musste lachen. Dann hat er gemeint: „Das ist gar nicht so schlecht überlegt, Paula. Aber nicht ganz richtig. Und du hast auch wieder mal nicht richtig zugehört. Ich habe nämlich nicht von Mini-Präsidenten gesprochen. Ich habe von Mini-s-t-e-r-präsidenten gesprochen. Das sind die Chefs von den einzelnen Bundesländern. Dort besteht die Regierung aus Ministern. Und er ist der Chef von denen. Der Präsident der Minister eben. Das ist so im Föderalismus.“

„Im was?“, habe ich wieder geschnattert. „Wen fördern die?“

„Oh, Paula“, hat der Andreas etwas genervt geantwortet, „du solltest nicht immer gleich losschnattern oder deine Ohren besser putzen. Oder am besten beides! Mit Fördern hat das nichts zu tun. Das Wort ,Föderalismus‘ kommt vom alten Römerwort ,foedus‘. Das heißt so viel wie ,Bund‘ oder ,Vertrag‘. Unser Deutschland besteht nämlich aus 16 Bundesländern. Unser Baden-Württemberg ist so eines. Die 16 Bundesländer bilden zusammen durch einen Vertrag die Bundesrepublik Deutschland. Das meint das Wort Föderalismus. Die Bundesrepublik Deutschland wird von der Bundesregierung regiert. Und von der ist die Bundeskanzlerin Merkel die Chefin. Aber jedes einzelne Bundesland kann noch viel alleine entscheiden.“

Jetzt habe ich wieder dazwischengeschnattert: „Ah, ich weiß! Und der Chef von jedem Bundesland heißt Ministerpräsident. Jetzt kann ich mich erinnern. Der Mini-Prä-, äh, der Ministerpräsident von Baden-Württemberg war doch schon mal bei uns bei einer Kinderpressekonferenz in Nürtingen! Den kenne ich!“

„Genau“, hat der Andreas gelächelt. „Das ist der Winfried Kretschmann. Der berät dann auch immer mit den anderen Ministerpräsidenten und der Bundeskanzlerin über die Corona-Regeln. Die wollen nämlich möglichst gleiche Regeln für ganz Deutschland haben. Aber die Regeln müssen auch genau zur Situation im einzelnen Bundesland passen.“

„Oh je“, habe ich gemeint, „das ist ja wieder kompliziert. Und wo erfahre ich jetzt was über die neuen Regeln?“

„Du könntest zum Beispiel mal einen Videofilm von Winfried Kretschmann angucken. Der beantwortet da Fragen von Kindern!“, hat der Andreas gesagt.

Das habe ich gemacht Er hat vieles sehr gut erklärt für uns Kinder und Zeitungsenten! Und er hat auch tolle Bilder gezeigt. Die haben ihm Kinder geschickt. Da war auch ein Bild vom Florian aus Raidwangen mit einem Regenbogen dabei. Das hat ihm so gut gefallen wie mir! Eure Paula

Das Video von Winfried Kretschmann findet man unter www.youtube.com/watch?v=FDBuoT13onA

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