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Paula ist stolz auf die Feuerhelden

07.11.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Paulas Thema heute: Freiwillige Arbeit kann ganz schön gefährlich sein

Hallo, liebe Kinder,

am Sonntag bin ich nachts hier beim Andreas auf dem bequemen grünen Sofa in unserem Heimbüro gelegen und habe geschlafen. Die Zeitung für Montag war nämlich endlich fertig.

(pp) In beinahe allen Städten und Gemeinden in Deutschland schützt eine Freiwillige Feuerwehr die Menschen und ihre Häuser. Sie helfen aber auch bei anderen Katastrophen wie bei Überschwemmungen oder schlimmen Unfällen. Damit sind sie sehr, sehr wichtig für unsere Sicherheit. Nur in 100 deutschen Städten gibt es Berufsfeuerwehren. Die werden dort aber auch von Freiwilligen unterstützt. Die meisten wissen das nicht. Denn die Freiwillige Feuerwehr macht ihre manchmal gefährliche Arbeit so gut, dass die Menschen glauben: „Das müssen Profis sein.“
Feuerwehren überhaupt gab es schon bei den alten Römern. Zur Ritterzeit mussten die Einwohner von Städten selbst bei Bränden mithelfen. Die meisten Freiwilligen Feuerwehren in Deutschland entstanden vor rund 150 bis 170 Jahren. Damals wollten die Bürger sich nicht nur auf ihre Herrscher verlassen. Sie wollten selbst etwas für sich und ihre Sicherheit tun.
In Nürtingen gibt es auch eine Jugendfeuerwehr. Kontakt: jugendfeuerwehr@
feuerwehr-nuertingen.de

Plötzlich wurde es ganz laut. Da bin ich ganz schnell wach geworden. Der Krach kam von draußen. Das kommt hier mitten in der Stadt schon ab und zu mal vor. Aber das war richtig, richtig laut.

Ich habe mal den Andreas gerufen: „Hallo! Hallo!“

Aber der Andreas hat nicht geantwortet. Im Haus war es ganz still. Ich habe nur draußen die Krachmaschine gehört. Also bin ich zum Fenster gewatschelt. Da hat man tatsächlich das Licht von so einem Flugschrauberdings über der Stadt gesehen. Unterwegs bin ich an unserem Schreibtisch vorbeigekommen. Und da habe ich einen Zettel liegen sehen. Da stand drauf: „Ich muss los! Es brennt! Warte nicht auf mich! Schlaf gut!“

Klar, habe ich mir überlegt: Der Andreas ist zwar nicht bei der Feuerwehr. Aber als Reporter muss er zu so einem Feuer hin zum Berichten.

Ich habe noch mal zum Fenster rausgeguckt. Das war weit weg. Aber das Licht von dem Schrauber hat tatsächlich Qualm angeleuchtet. Da hat es wirklich gebrannt!

Mein Entenherzle hat jetzt viel schneller geschlagen. Aber ich dachte mir auch: „Du kannst jetzt ja nichts machen, Paula. Schlafen ist am besten. Denn du musst ja wieder fit zum Arbeiten morgen sein.“ Aber ich bin lange nicht eingeschlafen. Und dann aber doch.

Irgendwann bin ich wieder langsam wach geworden. Ich hatte nämlich den Geruch von Feuer in meinem Schnabennasel, äh, in meiner Schnabelnase.

Ich habe geschnüffelt. Der Geruch ging nicht weg. Ich bin aber dadurch wacher geworden und habe gemerkt: Das ist kein Traum!

Deshalb habe ich meine schönen, runden Entenäuglein aufgerissen. Aber ich war in Sicherheit zu Hause. Hier hat nichts gebrannt. Der Andreas saß schon wieder am Computer am Schreibtisch und hat schon wieder etwas geschrieben. Mitten in der Nacht!

Ich habe noch mal geschnüffelt. Deshalb hat der Andreas endlich mal vom Computerbildschirm weg zu mir hergeguckt. Er hat ein bisschen gelächelt, mit dem Kopf genickt und gemeint: „Du riechst schon richtig, liebe Schlafente, äh, Zeitungsente. Hier riecht es nach Feuer. Aber keine Angst. Das bin nur ich. Ich war beim Brand und habe mir alles angeschaut. Damit ich jetzt gleich für unsere Internetseite und unsere Papierzeitung etwas schreiben kann. Dabei haben die Kleider, die Haare und sogar die Haut den Rauch- und Feuergeruch angenommen.“

„Oh“, habe ich gemeint, „so nah warst du da dran . . . Gut, dass ich nicht mit bin. Das ist doch sicher gefährlich. Dann verbrenne ich mir noch meinen Entenbürzel.“

„Nein“, hat der Andreas gesagt, „das ist für den Reporter nicht so gefährlich. So nah lassen dich die Feuerwehr und die Polizei gar nicht ran. Aber für die Feuerwehr ist das sehr gefährlich!“

„Ah ja“, habe ich überlegt und gesagt, „die müssen ja zum Löschen viel näher heran an das Feuer, gell? Und dann wird das wärmer und gefährlicher.“

„Wenn es nur das wäre, Paula“, hat der Andreas geantwortet. „Aber die Freiwillige Feuerwehr löscht nicht nur. Die gehen auch in das brennende Haus und retten Menschen. Das ist sooo mutig und lieb. Guck mal, hier habe ich ein Bild für dich.“

Das Bild war sehr aufregend. Da waren Feuerwehrmänner auf der Leiter. Die waren ganz nahe am Feuer. Und über ihnen regneten Funken. Meine großen, runden Augen sind vor Schreck immer größer geworden. Der Andreas hat gesagt: „Da ist der Masten von der Stromleitung umgeknickt. Und da hat es so einen Funkenregen gegeben. Da ist ein Feuerwehrmann auch verletzt worden!“

„Oh je“, habe ich gemeint, „und das machen die freiwillig? Oder warum hast du Freiwillige Feuerwehr gesagt?“

„Ja, klar“, hat der Andreas geantwortet, „die sind nicht von Beruf Feuerwehrleute. Die bekommen da kein Geld dafür. Deshalb sagt man: Das ist die Freiwillige Feuerwehr.“

„Aber warum machen die so eine gefährliche Arbeit freiwillig?“, wollte ich noch genauer wissen.

„Na ja, Paula, sie wollen einfach für andere etwas Gutes tun. Das macht ihnen Spaß. Sie wissen auch: Das ist eine ganz wichtige Arbeit. Deshalb ist es eine Ehre, diese Arbeit zu machen. Und deshalb nennt man das auch Ehrenamt. Sie machen das neben ihrem eigentlichen Beruf. Wie ein Hobby. Aber sie sind sehr gut ausgebildet und haben eine sehr gute Ausrüstung – wie Profis. Sonst wäre das auch zu gefährlich.“

„Das ist richtig toll! Ich bin so richtig stolz auf unsere Feuerhelden!“, habe ich gemeint.

„Das ist richtig, Paula“, hat der Andreas geantwortet. „Da waren auch Sanitäter. Das sind auch freiwillige Helfer. Auch die sind toll. Und die Polizei auch. Auch wenn die das von Beruf machen! Das ist alles sehr wichtig und manchmal auch gefährlich, was die machen.“

Ich habe gemeint: „Das sehe ich auch so. Und deshalb habe ich als freiwillige Zeitungsente die Ehre, den Kindern von ihnen zu berichten!“ Eure Paula

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