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Paula ist keine Steckenente

01.07.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

 Paulas Thema heute:  Warum spricht man  von „Hobbys“?

Hallo, liebe Kinder,

Schreibt an Paula!

Was macht ihr am liebsten?

Paula hat sich sehr über die E-Mail von Kim Gerlach gefreut. Und sie fand ihr Hobby sehr spannend. Jetzt ist die Paula als richtige Zeitungsente natürlich noch viel neugieriger geworden: Sie würde gerne noch viel mehr von euren Hobbys erfahren, liebe Kinder! Vor allem, wenn ihr nicht ganz alltägliche Hobbys habt. Also, schickt der Paula bitte eine E-Mail unter paula@ntz.de und berichtet ihr in Wort und Bild von euren Hobbys!

gestern habe ich zum Andreas gesagt: „He, ich muss den Kindern unbedingt mal wieder einen Brief schreiben. Ja, und das Rätsel für Samstag muss ich auch so langsam wieder vorbereiten. Nicht dass die Kinder mich vergessen!“

Der Andreas hat ganz lieb gelächelt. Dann hat er aber gesagt: „Ach, Paula, keine Bange! Dich vergisst man nicht! Du bist mit deinen Nachrichten doch das Steckenpferd vieler Kinder!“

Jetzt habe ich den Andreas angeguckt wie ein riesengroßes Auto. „Hä?“, habe ich gesagt – obwohl ich weiß, dass das unhöflich ist. Deshalb habe ich weitergeschnattert: „Steckenpferd? Ich? Was ist das denn? Ich bin eine Zeitungsente. Ich bin doch nicht einmal eine Steckenente.“

Der Andreas hat ein bisschen genervt geantwortet: „ Ein Steckenpferd ist eine Leidenschaft. Ein Hobby. Das sagt man eben so. Die Kinder lieben dich, deine Geschichten und deine Nachrichten. Sie lesen gerne von dir. ,Das ist ihr Steckenpferd‘, sagt man dann.“

„Ach so“, habe ich gemeint, „aber dann wäre das Wort Steckenzeitungsente wohl besser. Oder warum sagt man zu einem geliebten Hobby Steckenpferd?“

Der Andreas hat lange nachgedacht. Dann hat er mir das erklärt: „Ah ja, dann müssen wir jetzt mal richtig gut aufpassen, Paula! Also: Auf Englisch heißt ein Steckenpferd für die Kinder ,Hobby Horse‘. Auf Deutsch heißt das übersetzt so viel wie ,Hoppelpferd‘. Das ist natürlich kein echtes Pferd. Es besteht aus einem Stecken und einem Stoffpferdekopf. Auf dem Stecken reiten die Kinder. Sie tun im Spiel so, als sei es echt. Das lieben sie sehr. Das Reiten auf dem Steckenpferd ist ihre Lieblingsbeschäftigung. Und deshalb wurde aus dem englischen Wort ,Hobby‘ sogar im Deutschen das Wort für ,Lieblingsbeschäftigung‘.“

„Schön“, habe ich gemeint. „Aber das ist bestimmt schon eine Weile her, oder?“

„Ja, bestimmt“, hat der Andreas gemeint. „Aber das Hobby Horsing ist heute wieder ein richtiger Sport. Guck mal, die Kim Gerlach aus der Klasse 4c der Mörikeschule hat dir was geschrieben und ein Bild dazu geschickt!“

Ich habe mir mal das Bild angeschaut. Und dann habe ich den Brief von der Kim gelesen. Sie hat geschrieben: „Heute möchte ich euch eine Sportart vorstellen, die in Deutschland noch nicht so bekannt ist: Hobby Horsing. Hobby Horsing kommt aus Finnland. Man reitet Dressur oder springt über Hindernisse. In Finnland finden richtige Wettkämpfe statt. Das Kuriose daran ist, dass man nicht mit echten, lebendigen Pferden antritt, sondern mit sogenannten Hobby Horses, auch Steckenpferde genannt. Ich habe zwei Hobby Horses und trainiere gerade jeden Tag. Sie heißen Belle-Fleur und Lucifer. Normal trainiere ich in meinem Reitstall in Neckartailfingen, wo ich sonst noch voltigiere. Voltigieren bedeutet: Turnen auf dem Pferd.“

Ich habe zum Andreas gesagt: „Also, das ist schon toll. Aber es ist gut, dass ich eine Zeitungsente und keine Steckenente bin. Sonst würden noch Kinder auf mir reiten wollen!“ Eure Paula

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