Paulas Nachrichten

Paula ist gerne Zugpferd

15.05.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo liebe Kinder,

ich watschele unheimlich gerne durch die Stadt. Das ist sehr interessant. Und ich werde oft von den Menschen erkannt. Die rufen dann „Schaut mal, da ist Paula!“ oder „Hallo Paula, wie geht es dir?“.

Besonders schön ist es nach solchen Projekten wie zuletzt dem „Zeitungstreff im Kindergarten“. Da haben mich viele neue nette Kinder kennengelernt. Die freuen sich, wenn sie mich sehen.

Leider erkenne ich nicht alle Kinder wieder. Das wäre auch viel zu schwer. Die Kinder lernen ja immer nur eine Zeitungsente kennen. Nämlich mich. Aber ich lerne viele, viele Kinder kennen.

Der Andreas hat mir in dieser Woche in der Redaktion erzählt, dass schon 10 000 Kinder bei unseren Schul- und Kindergarten-Projekten mitgemacht haben. „10 000! Das ist ja eine ganze Stadt!“, habe ich mich gefreut.

„Das stimmt, Paula! Nürtingen hat aber viermal so viele Einwohner!“, hat er geantwortet.

Das war mir aber egal. „Es gibt ja auch kleinere Städte als Nürtingen“, habe ich ihm entgegnet. „Eine Stadt voller Fans und Freunde, das ist doch super! Sei bloß nicht neidisch!“

„Ich bin nicht neidisch, Paula. Das ist schon in Ordnung. Du bist doch unser Zugpferd!“

Jetzt habe ich ihn aber komisch angeguckt: „Ein Zugpferd? Willst du jetzt auf mir reiten? Ich bin doch kein Pferd, sondern eine Zeitungsente! Und einen Zug ziehe ich auch nicht. Das kannst du gleich vergessen!“

„Nein, nein, Paula“, hat der Andreas geantwortet. „Natürlich will ich nicht auf dir reiten. Da brichst du arme, kleine, zarte Zeitungsente ja noch zusammen. Einen Zug musst du auch nicht ziehen. Das machen nicht einmal echte Zugpferde. Zugpferde ziehen irgendwas. Eine Kutsche oder einen Pflug auf dem Feld. Oder Kutschen eben. Manche Zugpferde haben sogar kleinere Schiffe mit Lasten auf Kanälen gezogen früher.“

Das hat sich hart für die Pferde angehört. Und ich habe es auch nicht verstanden. „Und was soll ich jetzt ziehen?“, wollte ich nun endlich wissen.

„Du ziehst sozusagen unsere Projekte! Alle Kinder mögen dich und machen gerne bei unseren Projekten mit wegen dir! Deshalb bist du unser Zugpferd!“, hat er geantwortet.

Damit war ich einverstanden. Deshalb habe ich gesagt: „Dann bin ich gerne ein Zugpferd!“

Der Andreas hat gelacht: „Das freut mich Paula, dass du dich weiter von uns einspannen lässt – wie ein Pferd eben. Auch richtige Pferde werden vor einen Wagen gespannt. Sonst hättest du dir noch einen neuen Job suchen können. Vielleicht als Schaukelpferd!“

Dann ist er lachend weggelaufen.

Das fand ich blöd. Vor allem, dass er so gelacht hat. Ich habe ganz böse geguckt. Das hat der Jürgen mitbekommen. Das ist der Fotograf von der Nürtinger Zeitung. Der hat zu mir gesagt: „Ärgere dich nicht, Paula. Als Schaukelpferd macht man den Kindern ja auch viel Freude. Komm’, ich stelle dich mal dem Max vor. Das ist mein Schaukelpferd. Das habe ich heute noch sehr gerne. Auch wenn ich nicht mehr darauf passe.“

Wir sind zu ihm nach Hause gefahren. Der Max ist wirklich wunderschön. Er sieht aus wie die Pferde von den Karussellen.

„Darf ich mal darauf reiten?“, habe ich den Jürgen gefragt. „Gerne“, hat er gesagt. „Aber sei lieb zu Max. Der ist über 100 Jahre alt. Den hat mein Urgroßvater von seinem Chef bekommen. Der hat ihm den extra für seine Kinder gemacht. Er war Wagner. Das waren Handwerker, die Räder und andere Geräte aus Holz hergestellt haben. Und natürlich hat der auch Wagen gebaut – damit die Zugpferde was zu ziehen hatten!“

Da mussten wir alle beide lachen. Und ich bin noch einmal auf dem Max geritten. Aber ganz vorsichtig!

Eure Paula

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