Schwerpunkte

Paulas Nachrichten

Paula ist eine Leseente und keine Leseratte

23.04.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Paulas Thema heute: Was haben die Nagetiere mit Büchern zu tun?

Hallo, liebe Kinder,

Julian Sitzenfrei (5) aus Aichtal zeigt seiner Schlaumeier-Paula seinen kleinen Garten im Karton, den er auf den Tipp von Paula hin gestaltet hat. Und er hat auch einen Buchtipp: Er lässt sich gerade „Zippel, das wirklich wahre Schlossgespenst“ von Axel Rühle vorlesen. Das ist richtig gut.
Julian Sitzenfrei (5) aus Aichtal zeigt seiner Schlaumeier-Paula seinen kleinen Garten im Karton, den er auf den Tipp von Paula hin gestaltet hat. Und er hat auch einen Buchtipp: Er lässt sich gerade „Zippel, das wirklich wahre Schlossgespenst“ von Axel Rühle vorlesen. Das ist richtig gut.

als Zeitungsente muss man auch mal Pause machen. Wir sammeln ja für euch auf meiner Seite immer Vorschläge zum Spielen oder Basteln oder so. Die probiere ich dann oft aus. Aber trotzdem ist mir ab und zu langweilig. Manchmal watschele ich dann zum Andreas in unsere Heim-Redaktion. Dort gibt es nämlich auch ein bequemes, grünes Sofa. Da lege ich mich dann darauf. Das habe ich gestern auch gemacht.

Info

Zwei Expertinnen geben aktuelle Empfehlungen

Die meisten Aktionen zum heutigen „Welttag des Buches“ sind auf den Weltkindertag am 20. September verschoben worden. Deshalb hat Paula mal zwei Nürtinger Expertinnen befragt. Hier sind ihre Lesetipps für Kinder.
Heike Pflüger von der Buchhandlung im Roten Haus empfiehlt für Kinder ab sechs Jahren „Das geheimnisvolle Drachenei“ von Britta Vorbach, Annett Stütze und Leonie Daub: „Ein sehr spannendes Buch für Erstleser und Dinofans!“
Für Kinder ab acht Jahren schlägt sie „Der Tag, an dem die Oma das Internet kaputt gemacht hat“ vor. Denn das ist ein sehr lustiges Kinderbuch von Marc-Uwe Kling, der für die Erwachsenen schon die „Känguru-Chroniken“ geschrieben hat.
Und für Kinder ab neun Jahren schlägt sie den Ratekrimi „Ein Fall für das Tandem“ vor. Darin bekommen Polizisten Hilfe vom Spürhund Mops.

Auch Eva Schweizer von der Buchhandlung Zimmermann hat Tipps für Kinder. Stefanie Taschinski hat für Kinder ab acht Jahren zum Selberlesen oder für Jüngere zum Vorlesen „Die kleine Dame“ geschrieben. Darin werden Lilly und eine kleine Dame mit einem 1000-jährigen Chamäleon Freunde.
Für Kinder ab acht Jahren (zum Vorlesen ab sechs) empfiehlt sie Antje Szillats „Eddie Fox und der Spuk von Stormy Castle“ über ein ururaltes Gespenst in einer halb zerfallenen Burg, in die eine Schule einziehen soll.
Auch Gina Mayers Tier-Fantasy-Abenteuer „Das Internat der bösen Tiere: Die Prüfung“ (ab zehn beziehungsweise ab acht) schlägt sie vor. Allerdings nicht für ängstliche Kinder.
Für Leser zwischen zehn und 14 Jahren kann sie sich Alex Falkners spannendes „Silberflut – Das Geheimnis von Ray’s Rock“ über eine Klassenreise auf eine unbewohnte Insel vorstellen.
Sabine Bohlmanns „Ein Mädchen namens Willow“ legt sie Leserinnen zwischen zehn und zwölf ans Herz, da es sich um die Themen Naturschutz und Freundschaft dreht.

Zu guter Letzt noch eine Empfehlung für die ganze Familie. Marc Ter Horsts ganz neues Buch „Palmen am Nordpol“ berichtet alles über den Klimawandel und ist für Leser zwischen zehn und 99 Jahren geeignet . Es ist produziert nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip, was so viel wie „vom Ursprung zum Ursprung“ bedeutet. Solche Druckprodukte bestehen ausschließlich aus Substanzen, die später wieder in biologische Kreisläufe zurückgeführt werden können.
Das Buch ist laut Eva Schweizer ein gut zu lesendes Sachbuch zum Thema Klima. Das Klima wandelt sich schon immer. Der Autor spannt den Bogen von den Anfängen des Klimas bei der Entstehung der Erde über das Aussterben der Dinos bis zu den Eiszeiten und weiter bis heute. Was verursachte den jeweiligen Klimawandel? Was bedeutete es für die Natur? Gut verständlich hat der Autor hier jede Menge Hintergrundwissen zusammengestellt, damit wir mitreden können und auch handeln können, sagt Eva Schweizer.

Irgendwie war das aber auch langweilig. Also habe ich zu ihm gesagt: „Duuuuu, was könnte ich denn machen?“

„Ach“, hat der Andreas gemeint, „ist dir etwa langweilig? Das ist gar nicht so schlimm. Das kann ruhig mal sein. Da hat man dann die besten Ideen.“

„Das kann schon sein“, habe ich gemeint. „Aber ich will jetzt gar nicht groß irgendetwas machen. Ich will aber auch nicht gar nichts machen. Das ist richtig doof.“

„Ach was“, hat der Andreas gesagt, „du musst dich bloß mal umdrehen.“

Zuerst einmal habe ich geguckt wie ein Lastwagen. Denn ich habe ihn nicht verstanden. Aber dann habe ich mich einfach mal umgedreht. Ja, und dann habe ich mitten auf sein Bücherregal geguckt.

Dann hat der Andreas gesagt: „Also, Leseratte, schnapp dir ein Buch – und los geht es!“

Er hat dabei lieb gelächelt. Aber ich war trotzdem beleidigt. Ich habe geschnattert: „He, was soll denn das? Ich bin doch keine Ratte! Die mag doch auch kaum einer!“

„Aber, Paula“, hat der Andreas gemeint, „das ist ein lustiger Name für Vielleser. Denn die Ratten fressen ganz gierig alles auf, wenn sie irgendwo etwas Essbares finden. Und genauso liest eine Leseratte ganz viele Bücher. Das ist also eher ein Lob. Man kann aber auch Bücherwurm sagen.“

„Na ja“, habe ich gemeint, „Wurm ist auch nicht viel schöner.“

„Ja, aber es ist auch ein lustiger Name für jemanden, der sehr gerne liest. Denn in das Papier von uralten Büchern frisst sich wirklich gerne schon mal ein Wurm hinein“, hat der Andreas gesagt.

„Äh, ja“, habe ich gemeint, „alles schön und gut. Aber ich bin lieber eine Leseente oder eine Bücherente. Aber ob ich in deinem Bücherregal was finde? Du hast ja eher so schlaue Bücher für Erwachsene und so. Vielleicht ist das jetzt auch langweilig für mich.“

„Na denn“, hat der Andreas gemeint, „dann schau’ mal links unten. Da stehen noch Bücher von meinem Sohn von früher. Da findest du bestimmt was.“

Das war auch richtig. Ich habe mal mit „Gregs Tagebüchern“ angefangen. Die sind lustig, liebe Kinder. Eure Paula

Wenn ihr auch wie Julian links oder unsere Expertinnen rechts Lesetipps für Paula und die anderen Kinder habt, schreibt sie ihr einfach unter paula@ntz.de!

 

 

 

Paulas Nachrichten