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Paula ist eine kluge Sparente

25.04.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Paulas Thema heute: Was haben Tiere denn                                           mit Geld zu tun?

Paula schaut sich das Bild von Neele Kayser aus Reudern und der von ihr gebastelten Sparente an.
Paula schaut sich das Bild von Neele Kayser aus Reudern und der von ihr gebastelten Sparente an.

Hallo, liebe Kinder,

ich freue mich ja immer über Post. Manchmal bekomme ich auch tolle Bilder zugeschickt. In dieser Woche hat mir ein Mädchen ein Bild von sich selbst und von einer Paula-Figur geschickt. Die Paula sah gut aus. Ich habe sie dem Andreas gezeigt und gemeint: „Die war aber sehr fleißig! Und das ist auch eine tolle Idee! Wie sie das nur gemacht hat?“

Der Andreas musste nicht lange überlegen. Er hat gemeint: „Na ja, das kann ich dir erklären. Wir haben doch immer das Projekt ,Zeitung in der Grundschule‘. Und da gehört ein Bastelwettbewerb von der Kreissparkasse dazu. Die Kinder sollen dabei aus Zeitungspapier Sparschweine basteln!“

Ich habe gleich losgeschnattert: „Was? Ein Sparschwein? Aber das ist doch kein Sparschwein! Das bin doch ich!“

Der Andreas musste lachen. Er hat geantwortet: „Na ja, dann bist du jetzt eben eine Sparente!“

„Eine Sparente? Aber eigentlich bin ich eine Zeitungsente. Das weißt du doch. Und das mit den Schweinen als Spardose hat doch bestimmt einen guten Grund, oder? Oder schmeißt man einfach so Geld in Tiere? Haben das deine alten Römer erfunden?“

„Nicht unbedingt“, hat der Andreas geantwortet. „Die alten Griechen und Römer hatten eigentlich so kleine Tempelhäuschen als Spardosen. Darin versteckten sie ihren Thesauros.“

„Was für einen Saurier? Hatten die womöglich Spardinosaurier?“, habe ich wieder geschnattert.

„Oh, Paula, nein, die hatten keine Spardinos. ,Thesauros‘ heißt einfach auf Altgriechisch ,Schatz‘. Daraus wurde unser Wort Tresor. Darin bewahrt man ja heute kostbare Sachen ganz sicher auf.

Aber das erste bekannte Sparschwein gab es in Deutschland zur Zeit der Ritter. Und das hatte natürlich einen Grund: Die Menschen hatten Schweine sehr gern und als Glücksbringer gesehen. Denn die ie haben zum Beispiel sehr viele Ferkel bekommen. Sie haben gerne in einem einfachen, schmutzigen Pferch gelebt. Wichtig war auch: An die Schweine konnte man die Essensreste verfüttern. Und man konnte ihnen Ernteüberschüsse zum Fressen geben. Die wären sonst kaputtgegangen. Man konnte sie damals noch nicht haltbar machen. Also hat man die Nahrung mit ihrer Energie sozusagen in den Schweinen gespeichert. Und im Winter konnte man es sich dann holen! So wurden die Spardosen zu Sparschweinen!“

„Hä?“, habe ich geschnattert, „Wie soll das denn gehen? Wie sollten die Schweine das wieder zurückgeben? Das geht doch gar nicht ... äh ... Moment ...“

„Genau“, hat der Andreas gemeint, „du hast es dir beim Sprechen gerade selber überlegt: Die Schweine sind dann halt geschlachtet und gegessen worden.“

„Oh, nee, also, jetzt will ganz bestimmt keine Sparente sein!“, habe ich geschnattert.

„Keine Angst, Paula“, hat der Andreas mich beruhigt. „Es gab auch andere Spartiere aus anderen Gründen. Zum Beispiel die Eichhörnchen, weil die so fleißig Futter sammeln. Oder die Bienen, weil die Blütensaft in ihren Stock bringen und später Honig daraus wird.“

„In Ordnung“, habe ich gesagt, „dann müsste ich mir was für die Sparenten überlegen. Hm ... Ich weiß was! Sparen ist ganz schön schlau. Weil man sich so auch mal etwas Größeres kaufen kann. Na ja, und Zeitungsenten wie ich sind eben schlau! Da passt dann die Spar-ente dazu!“ Eure Paula

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