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Paula ist eine Glücksfee

28.11.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo liebe Kinder,

diese Woche habe ich viel Post bekommen. Lauter schöne Karten! Auf den meisten waren Pferde drauf. Klar, die Kinder haben sich mit den Karten an meinem Preisausschreiben beteiligt. Es gab aber auch Karten mit Teddybären und Blumen. Ich war sehr stolz auf euch.

Ein Kind hat sogar selbst ein Pferd gemalt. Das ist bestimmt ein wilder Mustang. Ich habe mich sehr gewundert: Alle Kinder haben tatsächlich das Lösungswort gekannt. Der Name der wilden Pferde in Amerika ist „Mustang“. Ihr habt also gut aufgepasst und meinen Brief letzte Woche sehr konzentriert gelesen. Mein Kompliment!

Das brachte aber für mich ein Problem. Ich habe ja vom Andreas nur drei Adventskalender bekommen. Ich habe den Andreas gefragt: „Was soll ich denn jetzt machen? Ich habe viel mehr richtige Antworten als Adventskalender!“

Der Andreas hat gesagt: „Da bleibt dir nichts anderes übrig, Paula: Du musst Glücksfee spielen!“

„Was für ein Ding? Glücksfee? Was ist denn das?“, habe ich gesagt.

„Feen sind Wesen aus Märchen. Sie machen meistens etwas Gutes für die Menschen“, hat der Andreas geantwortet.

„Ah, Märchenwesen“, habe ich geantwortet. „Dann soll ich wohl aus den drei Adventskalendern 300 machen oder so? Du machst wohl Witze! Wie soll ich das denn wieder machen? Ich kann doch nicht zaubern!“

Der Andreas hat gelacht und wollte mich ein bisschen veräppeln: „Ach, du kannst gar nicht zaubern, Paula? Ich habe aber gedacht, dass die Zeitungsenten immer zaubern können. – Nein, das ist nur Spaß. Du sollst natürlich nicht die Adventskalender vermehren. Als Glücksfee ziehst du jetzt einfach drei Gewinner aus den Einsendern heraus.“

„Machen das die Glücksfeen immer in den Märchen?“, wollte ich wissen.

„Nein, nein“, hat mir der Andreas erklärt. „Die tauchen oft auf und erfüllen den Hauptpersonen Wünsche. Die alten Römer glaubten an Göttinnen, die das Schicksal der Menschen lenkten. Sie bestimmten in ihrer Vorstellung also, was mit ihnen geschieht. Die Römer nannten sie auch Fatae. Das kommt vom römischen Wort für Schicksal. Und das Wort Fee könnte auch daher kommen. Man hat viele der Eigenschaften dieser Schicksalsgöttinnen auf die Feen übertragen. Die haben dann in der Natur gewohnt und hatten übernatürliche Kräfte.“

Das war mir jetzt nicht so recht. Denn irgendwie hat sich das unheimlich angehört. „Vielleicht will ich dann doch lieber keine Fee sein“, habe ich gemeint.

Aber der Andreas hat mir widersprochen: „Jetzt komm’, Paula. Die Feen in den Märchen und Sagen sind meistens lustig und sehr schön. Und sie werden niemals richtig alt. Das passt doch super zu dir.“

Das war vielleicht ein liebes Kompliment vom Andreas! Ich bin richtig rot geworden. „Also gut, dann spiele ich Glücksfee und ziehe die Gewinner“, habe ich mutig erklärt.

Der Andreas hat mir ein Band vor die Augen gebunden. Damit ich nicht sehen kann, wen ich ziehe. Und dann habe ich gelost. Ich war richtig aufgeregt. Gezogen habe ich den Florian Borbe aus Wendlingen, die Jasmin Handel aus Nürtingen und die Jessica Reiss aus Neuffen. Die bekommen jetzt von mir einen Ravensburger Adventskalender mit Pferde-Puzzlebällen. Ich wünsche euch viel Spaß damit. Und bei allen anderen bedanke ich mich fürs Mitspielen. Leider können nicht alle gewinnen! Eure Paula

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