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Paula ist die Küken-Reporterin

19.05.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Paulas Thema heute: Antworten zu Fragen zu den Kikuwe-Hühnern

Hallo, liebe Kinder,

letzte Woche habe ich euch doch von den kleinen Hühnern in der Kinderkulturwerkstatt berichtet. Also, ich bin da immer sehr interessiert an allen möglichen Tieren. Das wisst ihr doch liebe Kinder! Denn schließlich bin ich ja auch eines. Auch wenn ich als Zeitungsente schon ein ganz seltenes und seltsames Tier bin – das sagt zumindest der Andreas immer über mich und lächelt dabei.

... und hier sind Berta und Carli dann schon im Stall mit Hühnerleiter zu sehen.
... und hier sind Berta und Carli dann schon im Stall mit Hühnerleiter zu sehen.

Der Bericht war echt sehr gut. Aber ich hatte noch ein paar Fragen dazu. Die habe ich eigentlich dem Andreas stellen wollen. Aber der hat gemeint: „Wer ist denn hier der Tierexperte? Du oder ich?“

Und dann hat er noch gesagt: „Ach ja, und wer ist hier der Vogel? Du oder ich?“

Ich habe ganz spitzbübisch gelächelt und gemeint: „Naja, ein komischer Vogel bist du schon manchmal auch?“

Der Andreas hat zuerst eine Augenbraue hochgezogen und grätig geguckt. Dann hat er aber gelacht und gesagt: „Da hast du schon recht! Trotzdem solltest du die Fragen lieber den Hühnerexperten von der Kinderkulturwerkstatt stellen. Das habe ich dann gemacht. Und stellt euch vor, die haben gemeint: Solche Fragen haben auch schon Kinder direkt an die Hühnerexperten der Kinderkulturwerkstatt gestellt. Also, dann können wir die tatsächlich einfach mal beantworten!

Wie sorgt die Maschine dafür, dass die Küken aus dem Ei ausgebrütet werden?

Der Brutautomat imitiert das natürliche Klima, das sonst unter einer Henne, die brütet, vorhanden ist. Das sind zwischen 37 und 38 Grad Celsius mit einer Luftfeuchtigkeit von 40-60 Prozent.

Kann man die Bruteier auch essen?

Zunächst unterscheiden sich die Bruteier von den Eiern, die man zum Beispiel auf dem Markt oder im Laden kauft, geschmacklich oder äußerlich nicht. Einziger Unterschied ist, dass die Eier meistens befruchtet sind, weil die Hühner des Kleintierzüchters zusammen mit einem Hahn leben. Natürlicherweise möchten sich Hahn und Henne fortpflanzen, also sich um Nachwuchs kümmern und also auch dafür sorgen, dass Nachwuchs entsteht. Dafür braucht es auch bei Hühnern Männchen und Weibchen, also auch einen Hahn, der die Henne begattet. Sobald man aber diese Eier mit der Maschine brütet, sollte man diese Eier nicht mehr zum Essen oder backen verwenden, da es sein kann, dass die Entwicklung des Kükens im Ei schon begonnen hat.

Kann man Eier aus dem Supermarkt auch brüten?

Nein, aus den Eiern, die man im Supermarkt kauft, schlüpfen keine Küken, denn die sind meistens nicht befruchtet. Die meisten Hühner auf großen Bauernhöfen oder Hühnerfarmen leben ohne Hahn, da man ja keine Küken, sondern nur die Eier möchte. Hühner legen fast täglich ein Ei, unabhängig davon, ob es befruchtet ist oder nicht. Außerdem sollte man Bruteier nur zehn bis zwölf Tage lagern, bevor man sie ausbrütet, dann hat man eine gute Schlupfrate. Bei Eiern aus dem Supermarkt weiß man meist nicht genau, wann sie gelegt wurden. In der Natur brüten Hühner meist erst, wenn circa zehn Eier im Nest liegen, also bei einem Ei am Tag dauert es zehn Tage, bis das Huhn diese zehn Eier hat.

Warum brauchen Hühner eine Leiter?

Freilegende Hühner in der Natur suchen sich instinktiv einen erhöhten Schlafplatz, um sich so vor Fressfeinden wie den Fuchs zu schützen. Hühner haben auch einen natürlichen Greifreflex, weshalb sie auch im Schlaf nicht von der Stange fallen, da sich die Füße an den Ästen oder Stangen festklammern.

Was fressen die Hühner?

Hühner sind Allesfresser, täglich steht ihnen der Auslauf mit frischem Gras, Wildkräutern, Sträuchern zur Verfügung, wo sie hoffentlich auch ab und zu eine Schnecke, Wurm oder Insekten finden. Außerdem bekommen sie Muschelgrit und eine Körnermischung und Obst und Gemüse.

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