Paulas Nachrichten

Paula isst lieber Salat statt Fische

07.03.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Paulas Thema heute: Es gibt auch andere berühmte Vögel

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche bin ich durch die Stadt gewatschelt. In der Fußgängerzone gibt es ja gerade eine richtige Baustelle. Die haben ja sogar den Brunnen mit den Ochsenköpfen abgebaut. Ich habe mir das mal angeschaut. Und plötzlich hat einer zu mir gesagt: „Hallo, Paula! Weißt du, wann das alles fertig ist?“

Ich habe geantwortet: „Oh, das könnte noch ungefähr ein Jahr dauern. So stand es bei uns mal in der Zeitung.“

Der Mann hat zu mir gesagt: „Klar, dass du das weißt, Paula. Du bist ja hier die Chefin in der Stadt und bei der Zeitung. Weil du ja immer hier herumwatschelst und alles weißt!“

Das hat mich gefreut. Also bin ich weitergewatschelt in die Redaktion. Ich habe dem Andreas von meiner Begegnung erzählt. „Ja, für die Menschen hier gehörst du richtig zum Stadtbild. Die können sich ihre Stadt gar nicht ohne dich vorstellen“, hat er gesagt.

Das fand ich noch toller. Der Andreas hat das gemerkt und gemeint: „Naja, jetzt bleib mal auf dem Boden und flatter vor lauter Stolz nicht gleich davon. Du bist ja schließlich nicht der einzige berühmte Vogel. Es gibt auch noch andere, die für ihre Stadt das Aushängeschild sind!“

Das fand ich jetzt aber seltsam. Also habe ich den Andreas gefragt: „Wie? Nicht der einzige? Gibt es denn irgendwo noch mal so eine Zeitungsente wie mich? Und watschelt die auch immer so fleißig durch die Stadt? Und kennt die da auch jeder?“

Der Andreas musste lächeln. Dann hat er gesagt: „Also eine Zeitungsente nicht gerade. Aber es gibt einen Vogel, der ist berühmter als du. Zumindest kennen ihn ganz viele Menschen auf der ganzen Welt! Und ja: Der Vogel watschelt tatsächlich immer durch seine Stadt und alle Leute freuen sich über ihn!“

Das hat mich schon ein bisschen traurig gemacht. „Hm“, habe ich gemeint, „und ich habe gedacht, ich bin etwas ganz Besonderes.“

„Das bist du doch auch“, hat der Andreas gesagt. „Aber der andere Vogel halt eben auch.“

„Na gut“, habe ich eher gemeckert als geschnattert, „und was ist das für ein komischer Vogel? Kommt der womöglich mal hier nach Nürtingen?“

„Äh, nein“, hat der Andreas gemeint, „das glaube ich nicht. Dem gefällt es in seiner Heimat viel besser, glaube ich. Da ist es echt auch sehr schön. Ich war da auch schon mal!“

„Ach“, habe ich gemeint, „hast du dann ein Foto von ihm gemacht?“

„Ja“, hat der Andreas geantwortet, „aber das ist sooo lange her. Die Bilder finde ich nicht mehr. Ich zeige dir ein Bild aus dem Internet!“

Das hat er gemacht. Der Vogel war hübsch. Er war rosa. Ich habe gemeint: „Hast du dann mit ihm gesprochen?“

„Ja, also, gesehen habe ich ihn. Ich war sehr überrascht davon. Über den wurde schon im Reiseführer berichtet. Aber dann habe ich den tatsächlich gleich nach meiner Ankunft dort getroffen. Das hat mich schon überrascht. Aber gesagt hat er nichts. Er ist ja keine Zeitungsente. Er ist doch ein Pelikan!“

„Ah“, habe ich jetzt doch eher freudig geschnattert, „dann bin ich schon etwas Besonderes. Ich als Zeitungsente kann sprechen. Und der Pelikan nicht. Und was wollen die dann mit dem?“

„Mensch, Paula, jetzt sei doch nicht so!“, hat der Andreas geschnattert, äh, geschimpft, „das ist doch etwas Besonderes. Denn Pelikane leben doch normalerweise nicht in Städten. Der Pelikan hieß Petros und er lebte in der Stadt Mykonos auf der gleichnamigen Insel in Griechenland. Da gibt es normalerweise auch keinen Pelikan.“

„Ach“, habe ich gemeint, „aber haben die Pelikane nicht so einen fetten Sack am Schnabel hängen? Mit dem können sie doch besonders gut Fische fangen. Was macht der dann in der Stadt?“

„Also“, hat der Andreas geantwortet,„den allerersten Petros hat ein Fischer verletzt gefunden. Das ist schon lange her. Da war ich noch gar nicht geboren. Der wurde dann von dem Fischer gesund gepflegt. Der Pelikan blieb aber dort. Da im Hafen von Mykonos gibt es viele Kneipen. Da muss der Pelikan gar nicht selber fischen. Er bekommt dort von den Wirten immer einen Fisch zum Essen. Deshalb stolzierte er dort immer herum. Die Besucher freuten sich. Der Pelikan wurde das Maskottchen von Mykonos. So wie du eines von der Zeitung bist. Oder auch von unserer Stadt.

Der Petros wurde aber nach über 30 Jahren von einem Auto überfahren. Da hat er den Menschen gefehlt. Dann hat eine Schauspielerin, die dort immer im Urlaub war, der Insel einen neuen Pelikan geschenkt. Und später gab es noch einmal einen von einem deutschen Zoo. Ja, und dann soll wieder ein verletzter Pelikan angekommen sein. Die meisten von den Neuen haben sie auch Petros getauft. Kann sein, dass man jetzt sogar mehr Pelikane dort trifft. Die Touristen freuen sich und machen viele Fotos von denen. Das würde dir auch gefallen. Du kannst ja mal tauschen und dort auf Mykonos Urlaub machen. Dann knipsen dort alle dich und nehmen ihre Urlaubsbilder mit in alle Welt.“

„Na ja“, habe ich gemeint, „ich werde schon oft genug fotografiert für die Zeitung. Und außerdem esse ich ja keine Fische, sondern Salat. Drum bleib ich lieber hier.“ Eure Paula

Paulas Nachrichten

Ein Fotobuch selbst gemacht

Fotobücher kann man auch gut verschenken

Fotos sind tolle Erinnerungen etwa an den Urlaub. Besonders, wenn sie in ein schönes Buch geklebt werden. Hier erfährst du, wie du ein Fotobuch selber basteln kannst.

Schöne Fotos gucken sich viele Leute…

Weiterlesen

Weitere Nachrichten von Paula Alle Nachrichten