Paulas Nachrichten

Paula hat zum Glück keinen Heuschnupfen

28.03.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo liebe Kinder,

da kann man ja richtig traurig werden: Es wird einfach nicht wärmer! Manchmal glaube ich, die Erwachsenen haben das mit dem Klimawandel nicht so richtig verstanden. Der Andreas hat mir ja mal erklärt, dass es immer wärmer wird. Aber ich habe das Gefühl: Es wird gar nicht mehr richtig warm.

Unlängst habe ich zum Andreas gesagt: „Jetzt kommt schon bald wieder der Osterhase und es schneit immer noch!“

Der Andreas hat nur gelacht und gemeint: „Na, hoffentlich hat der Osterhase einen Schlitten oder Ski dabei, sonst wird das nichts in diesem Jahr!“

Das fand ich irgendwie gar nicht so lustig. Der Andreas hat mir das angemerkt. Er hat zu mir gesagt: „Aber Paula, du brauchst doch keine Angst haben. Ostern fällt bestimmt nicht aus. Da kann auch das schlechteste Wetter nichts daran ändern. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie es an Ostern mal so richtig geschneit hat. Das ist gar nicht so selten.“

Ich habe überlegt, wann Ostern ist. Das dauert ja noch über zwei Wochen! Und dann schneit es vielleicht immer noch. . .

Dem Andreas scheint das gar nicht so viel auszumachen. „Sag mal, du bist doch gar nicht so ein großer Skifan. Warum macht dir denn das schlechte Wetter gar nicht so viel aus?“, habe ich ihn gefragt.

„Ach Paula, ich freue mich schon auch auf den Frühling. Aber ich habe eben das Problem mit dem Heuschnupfen. Da ist es ganz schön, wenn es noch eine Weile etwas kälter ist.“

Ich hatte schon einmal von dem Heuschnupfen gehört. Das ist kein normaler Schnupfen. Der normale Schnupfen kommt ja im Winter. Oder in solch lausigen Frühlingen wie in diesem Jahr. Aber ganz genau habe ich es nicht mehr gewusst.

„Du bist doch ein Experte“, habe ich zum Andreas gesagt. „Wie geht das noch mal mit dem Heuschnupfen? Kann man da einfach kein Heu vertragen? Aber du isst doch gar keines!“

„Nein, nein Paula! Eigentlich hat der Heuschnupfen nichts mit Heu zu tun. Aber mit Pflanzen. Wenn im Frühjahr die Bäume blühen oder im Sommer das Gras, dann schütten die ihre Pollen aus. Das sind ganz kleine Teile, viel kleiner als Sandkörner. Es gibt Menschen, die sind gegen die Dinger allergisch. Jeder Mensch hat ein Abwehrsystem in seinem Körper. Und wenn Krankheitserreger kommen, werden die bekämpft. Wenn man aber allergisch ist, glaubt das Abwehrsystem, dass die Pollen gefährlich sind. Dann reagiert der Körper: Man muss niesen, es juckt im Hals und in den Augen. Manche Menschen bekommen sogar ganz schlecht Luft. Im Frühling ärgern zum Beispiel die Birken manche Menschen ganz besonders. Deshalb mag ich die Birkenwürstchen auch nicht so.“

Das hat mich doch dann schon erstaunt: „Was? Es gibt Würstchen, die du nicht magst?“

„Aber Paula, die Blüten von der Birke kann man so nennen, weil sie aussehen wie kleine, gelbe Würstchen.“ Plötzlich habe ich mich daran erinnert, wie der Sohn vom Andreas sich mal von oben bis unten mit dem Staub von den Würstchen eingeschmiert hat. Das sah lustig aus. Aber der Andreas konnte gar nicht drüber lachen. Damals habe ich gedacht: Der hat keinen Humor! Aber jetzt habe ich es verstanden.

„Weiß du was“, habe ich ganz wütend zu ihm gesagt, „ich schnappe mir eine Säge und kümmere mich mal um die fiesen Birken!“

Der Andreas hat mich aber gleich gestoppt. „Nein, nein, Paula“, hat er schnell gesagt, „lass nur die Bäume in Ruhe. Die können ja nichts dafür. Und die Birken sehen ja eigentlich gut aus. Früher waren sie den Menschen auch heilig. Die alten Germanen sind die Vorfahren von den Deutschen. Die haben zu der Zeit der alten Römer gelebt. Bei denen haben die Birken zu ihrer Göttin Freya gehört. Die war in ihrem Glauben zuständig für die Fruchtbarkeit. Also dafür, dass die Menschen und Tiere Kinder bekommen und die Bäume, Pflanzen und Früchte nach dem langen Winter blühen.“

Das fand ich jetzt aber tapfer vom Andreas. Er nimmt die Bäume, die ihn plagen, auch noch in Schutz. Ich habe ihn dafür gelobt und ihn ganz lieb gestreichelt.

„Weißt du, Paula“, hat er gemeint, „ich freue mich doch auch über den Frühling. Das lasse ich mir vom Heuschnupfen doch nicht verderben.“

„Dann können wir uns ja zusammen freuen“, habe ich gelacht. Denn ihr wisst ja, Kinder: Geteilte Freude ist doppelte Freude! Eure Paula

Paulas Nachrichten

Paula hat gar keine Räder

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche wollte ich zum Andreas in die Redaktion watscheln. Ich war fast da. Da hat es angefangen zu regnen. Normal macht mir Wasser nicht so viel aus. Ich bin ja eine Ente. Aber der Regen war richtig blöd kalt. Und es wehte ein ganz stürmischer Wind dazu.…

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