Schwerpunkte

Paulas Nachrichten

Paula hat ein Nest am Neckar entdeckt

24.04.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Paulas Thema heute: Die Stockenten sind ganz interessante Tiere – Gerade brüten sie

Hallo, liebe Kinder,

vor ein paar Tagen bin ich am Neckar herumgewatschelt. Das mache ich sehr gerne. Denn der Andreas und ich sitzen gerade sehr viel im Heimbüro am Schreibtisch. Da muss ich mir manchmal einfach meine orangenen Entenbeinchen vertreten.

Am Neckar gefällt es mir sehr gut. Da kann ich auch immer meine Entenkumpels besuchen. Vor Kurzem habe ich aber beim Spazierenwatscheln einen Kollegen vom Andreas getroffen. Er hat mich sehr nett begrüßt und gemeint: „Hallo, Paula, komm’, ich zeige dir mal was sehr Interessantes! Das wird dir gefallen!“

Ich bin ja immer sehr neugierig. Das wisst ihr ja, liebe Kinder. Als Zeitungsente muss man ja auch immer neugierig sein. Also bin ich ihm hinterhergewatschelt. Nach einer kurzen Strecke hat er sich zu mir umgedreht, den Finger auf die Lippen gelegt und „Psssst“ gemacht. Dann hat er gelächelt und in ein Gebüsch gezeigt. Ich habe ganz genau hingeguckt. Aber ich konnte nichts erkennen.

Ich habe ganz frech geschnattert: „Hä? Das ist schön grün, das Gebüsch. Toll. Sieht fast aus wie Salat. Ich esse das aber trotzdem nicht. Ich habe nämlich noch einen ganz frischen Salatkopf zu Hause. Also . . .“

Der Kollege hat gelächelt und gesagt: „Aha, Paula. Dann hat der Andreas doch Recht. Der sagt nämlich oft: ,Die Paula denkt nicht immer ans Essen. Aber ziemlich oft!‘“

„Was?“, habe ich geschnattert, „das stimmt doch gar nicht! Also . . .“

Ich bin aber ein bisschen rot geworden. Und dann habe ich es im Salat, äh, im Gebüsch rascheln hören. Da habe ich es plötzlich gesehen: Da saß ganz ruhig eine Ente drin!

Ich habe ganz leise gesagt: „Jetzt kann ich sie sehen. Hm . . . was macht die denn da?“

„Ich glaube“, hat der Kollege gemeint, „die sitzt da in ihrem Nest. Ich mache mal ein Bild mit meinem Handy. Dann schicke ich euch das und du kannst es dir mit dem Andreas zusammen in Ruhe anschauen. Dann bekommt ihr das bestimmt richtig heraus.“

So haben wir das gemacht. Und als ich wieder in unserem Heimbüro angekommen bin, war das Bild schon da. Wir haben es uns dann angeschaut. Und wir haben recherchiert. Das ist ein komisches Wort, gell? Das kommt aus dem Französischen. Es bedeutet: Man sucht nach Informationen.

Der Andreas hat aber schon einiges gewusst. Und ich auch. Schließlich bin ich ja selbst eine Ente. Auch wenn ich eine Zeitungsente bin.

Also, das haben wir rausbekommen, liebe Kinder: Das war tatsächlich eine Stockenten-Mama. Die heißen aber nicht Stockenten, weil sie mit Stöcken spielen oder damit ihre Nester bauen. Nein. Die bauen ihre Nester gerne in Hecken. Und zwar in Hecken, die man schön niedrig schneidet, damit die richtig dicht wachsen. Das nennt man „auf Stock setzen“. Deshalb heißen die so. Früher hießen die Märzenten. Denn im März legen die ihre Eier und brüten die aus.

Das macht ja auch die Ente da am Neckar. So eine Enten-Mama hat graues Gefieder. Die Enten-Papas haben ein ganz anderes Gefieder. Die haben dann zum Beispiel so einen wunderschönen grünen Hals. So haben sie die Entenfrauen auf sich aufmerksam gemacht. Damit die mit ihnen dann die Kinder zeugen. Ganz schön clever.

Die Entenmänner nennt man Erpel. Die bauen mit den Entenfrauen auch die Nester. Dann verlassen sie aber die Entenmama. Das ist bei denen ganz normal. Deshalb stolzieren die hübschen Entenmänner gerade ganz stolz am Neckar und an der Steinach herum. Ich habe da jetzt schon viele von denen dort gesehen. Ihr müsst mal gucken!

Die Entenmama brütet ihre Eier aus. Das können bis zu 16 Eier sein. Dafür braucht sie bis zu vier Wochen. Dann schlüpfen die Küken aus dem Ei. Die sind so süß, gell!

In dem Ei haben sich die Küken vor dem Schlüpfen schon ganz weit entwickeln können. Deshalb können die auch gleich watscheln und sogar richtig schwimmen!

„Tja, die Enten sind halt richtig tolle Tiere“, habe ich zum Andreas gesagt. Der hat gelächelt und geantwortet: „Ja. Aber nicht nur die Stockenten. Auch die Zeitungsenten sind richtig tolle Tiere. Die können sogar lesen und kluge Fragen stellen. Und sie helfen mir sogar beim Zeitungmachen!“

Das fand ich richtig lieb vom Andreas. Mein schönes weißes Zeitungsgefieder ist wahrscheinlich sogar ein bisschen rot geworden. Eure Paula

Paulas Nachrichten

Paula flattert auch ohne Motor

Paulas Thema heute: Warum machen die Menschen aus dem Fliegen so eine große Schau?

Hallo, liebe Kinder,

ich ertappe den Andreas gerade in der Mittagspause immer wieder bei einer ganz bestimmten Sache: Er sitzt dann da mit einer Tasse Kaffee und einem Fotoalbum.…

Weiterlesen

Weitere Nachrichten von Paula Alle Nachrichten