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Paula hat ein Herz aus Gold

04.12.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Paulas Thema heute: Das Edelmetall findet sich in vielen Redensarten

Foto: Sven Hoppe/dpa
Foto: Sven Hoppe/dpa

Hallo, liebe Kinder,

diese Woche bin ich wie immer in unser Heimbüro gewatschelt. Der Andreas, mein Reporterfreund. hat gemeint: „Oh, Paula, ich muss gleich mit unseren Kollegen reden. Aber ich habe unten die Kaffeemaschine angestellt und . . .“

Ich habe ihn gleich unterbrochen und geschnattert: „Kein Problem, ich habe Zeit! Ich hole ihn dir!“

Ich bin losgewatschelt und gleich mit dem Kaffee zurückgekommen. Der Andreas hat gestrahlt und gesagt: „Danke, liebe Paula, du hast halt ein Herz aus Gold!“

Da habe ich erst einmal geguckt wie ein Auto und geschnattert: „Was? Ein Herz aus Gold? Oh je! Geht das überhaupt? Funktioniert das dann auch so richtig?“

Der Andreas hat kurz gelacht und gemeint: „Aber Paula, keine Angst! Das sagt man nur so! Wenn jemand sehr lieb ist, sagt man das. Man denkt ja immer: Die Gefühle kommen aus dem Herzen. Vor allem die Menschen vor langer Zeit haben das gedacht. Denn das Herz ist ja ein sehr wichtiges Organ.“

„Ach“, habe ich gemeint, und dabei hat sich mein weißes Entengefieder etwas rot verfärbt. „Das ist aber goldig von dir!“

Der Andreas musste noch mehr lachen. Und er hat geschnattert, äh, gesagt: „Siehst du, Paula! Mit dem Wort ,goldig‘ ist das ja genauso. Da gibt es ja auch nicht irgend etwas, das so richtig aus Gold ist. Du meinst ja damit: Das ist lieb oder nett von mir. Weil ich gesagt habe: Das ist lieb von dir!“

„Stimmt“, habe ich gesagt. „Das habe ich nicht gemerkt.“ Wieder musste ich lächeln.

„Tja, Paula“, hat der Andreas gemeint, „ich hätte auch sagen können: Du bist nicht mit Gold aufzuwiegen! Das meint auch: Du bist eine ganz tolle Zeitungsente. Eine ganz wertvolle Kollegin. Und eben eine ganz liebe Freundin.“

„Oh“, habe ich nur noch geflüstert, „das ist echt lieb von dir. Jetzt bin ich bald aber eine knallrote Zeitungsente. Da musst du jetzt aber aufhören mit dem Lob.“

„Na gut“, hat der Andreas gesagt und mich in den Arm genommen. „Reden ist sowieso Silber. Und Schweigen Gold. Manchmal muss man gar nichts sagen!“

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