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Paula hat die kleinen Enten besucht

25.05.2013 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

vor ein paar Tagen bin ich zum Andreas in die Redaktion gewatschelt. Er kam mir gerade entgegen. „Hallo, wo willst du denn schon wieder hin? Musst du schon wieder über irgendwelche wichtigen Menschen schreiben?“

„Nee, Paula“, hat er geantwortet, „ich werde heute nicht über wichtige Menschen schreiben. Ich werde über wichtige Enten schreiben!“

Ich habe ihn angeguckt wie ein großes Auto. Ihr wisst schon, liebe Kinder, wie ein Lastwagen habe ich ihn angeguckt. Ich habe ihn gefragt: „Was hast du denn gerade immer mit irgendwelchen anderen Enten?“

Könnt ihr euch noch erinnern, liebe Kinder? Letzte Woche hatte er doch die kleine gelbe Rennquietscheente zu Hause. Die war zwar süß und lieb. Aber jetzt hat er schon wieder irgendwelche andere Enten. Da habe ich mir schon Sorgen gemacht, dass er mich nicht mehr so mag.

Der Andreas hat mir das natürlich angemerkt. Er hat gelacht, aber er hat mich auch in den Arm genommen. Dann hat er gesagt: „Ich schlage vor, Paula, du kommst mit. Diese Enten werden dir auch gefallen.“

Ich habe geantwortet: „Wenn du meinst . . . Gibt es schon wieder so ein Entenrennen?“

Und der Andreas hat gemeint: „Nein, nein, Paula. Diese Enten machen bei keinen Rennen mit. Aber wir schauen mal, wie schnell die schon sind.“

Natürlich war ich jetzt sehr neugierig. Wir sind gar nicht lange mit dem Auto gefahren. Wir sind in eine Gartenanlage gekommen. „Das ist der Verein der Nürtinger Geflügelzüchter“, hat mir der Andreas erklärt.

Dort hat dann schon ein älterer Herr auf uns gewartet. Der war sehr nett. Er hat sich über unseren Besuch gefreut. Ich bin immer neugieriger und aufgeregter geworden.

Er hat uns zu einem riesengroßen Käfig mit einer Tür geführt. Da sind wir dann rein. Die Tür hat er hinter uns zugemacht. Das hat mich ein bisschen erschreckt. Aber der Andreas hat mich beruhigt: „Keine Angst, Paula. Natürlich darfst du wieder mit raus. Du bist doch eine Zeitungsente.“

Dann hat er in eine Ecke gezeigt. Ich habe hingeguckt. Und dann musste ich einfach lächeln. Der Anblick war einfach zu süß. Da saßen ganz viele kleine Enten beieinander. Ich habe sie gleich gezählt. Es waren acht. Und dann ist mir was eingefallen. Ich habe geschnattert: „He, sind das die Enten, die vor drei Wochen in der Zeitung waren? Die armen Kleinen, die in einem Kanalschacht in der Straße gefunden wurden?“

„Genau“, hat der Andreas geantwortet, „du bist eine schlaue Zeitungsente. Und eine treue Zeitungsleserin bist du auch!“

Das hat mich natürlich stolz gemacht. Aber es zeigt halt einfach, dass in der Zeitung viele spannende Sachen drinstehen. Ich habe den Artikel von der Kollegin vom Andreas damals mit Begeisterung gelesen. Das alles mit den Enten kam anscheinend so: Die hatten in einem Garten hinter der Stadtkirche ihr Nest. Irgendwie sind die dann in so einen Gully, so einen Abwasserkanal, reingefallen. Die Leitung führt gleich bergab, Die armen Kleinen sind ohne ihre Mami runtergerutscht. Unter einem Haus durch. Zum Glück hat eine Frau auf der Straße sie dann piepen gehört. Die Feuerwehr hat dann den Deckel geöffnet und die Entenküken rausgeholt.

Leider haben die Feuerwehrleute die Entenmama nicht mehr gefunden. Deshalb hat sie ein lieber Feuerwehrmann mitgenommen. Er ist einer von den Geflügelzüchtern. Und jetzt kümmert man sich dort um die Küken.

Ich kann euch echt berichten: Den kleinen Enten geht es dort sehr gut! Ich habe mir das angeschaut. Sie bekommen ein ganz besonderes Futter für Küken. Sie haben sogar einen kleinen Teich. Der sieht aus wie ein Entenswimmingpool. Da hüpfen sie gerne rein. Wenn sie rauskommen, sind sie natürlich nass. Aber deshalb gibt es einen Karton mit einer Wärmelampe. Dort gehen sie rein, wenn sie sich trocknen wollen – oder wenn es ihnen einfach zu kalt ist. Denn sie haben noch nicht ihr richtiges, endgültiges Gefieder. Meistens aber haben sie einen ganz anderen, feinen Trick, wenn ihnen ein bisschen kalt ist: Dann setzen sie sich nämlich ganz eng zusammen. So können sie sich gegenseitig wärmen.

Das hat mir alles der nette ältere Herr erklärt. Er hat auch gesagt: „In acht bis zehn Wochen haben die ihr richtiges Gefieder. Dann lassen wir sie wieder frei. Dann sind sie alt genug.“

Das fand ich richtig toll. Ich wollte mal ein bisschen näher ran an die Enten. Aber da musste ich viel Geduld haben. Die sind sehr scheu. „Das ist gut so“, hat mir der Mann erklärt. „Sonst gehen sie dann auch nicht mehr in die Freiheit.“

Ich wünsche den kleinen Enten auf jeden Fall viel Glück. Und ihr bestimmt auch, oder? Eure Paula

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