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Paula hat den Computer abstürzen lassen

26.10.2013 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

natürlich bin ich letzte Woche wieder einmal zum Andreas geschlappt. Aber er war nicht da. Seine Frau auch nicht. Sein Sohn hat mich aber reingelassen. Er hat gemeint: „Hallo, Paula, der Andreas ist nicht da. Aber du kannst dich ja ein bisschen auf dem Sofa ausruhen. Ich bin in meinem Zimmer!“

Dann war er weg. Kurz darauf hat das Telefon geklingelt. Ich habe mir das mal angeschaut. Auf dem kleinen Bildschirm von dem Telefon war die Nummer vom Redaktionstelefon vom Andreas zu erkennen. Also habe ich abgenommen und gesagt: „Hier ist die Paula bei Andreas!“

Der Andreas hat sich sehr gefreut. „Hallo Paula, schön, dass du ans Telefon gehst. Könntest du mal meinen Sohn holen? Oder, halt, weißt du was? Vielleicht kannst du mir auch helfen.“

„Äh, klar“, habe ich gemeint, „ich helfe dir gerne. Was soll ich denn machen?“

Der Andreas hat gemeint: „Ach, das ist ganz einfach. Du musst nur in meinem Computer im Arbeitszimmer oben etwas nachschauen. Da habe ich einen Text gespeichert. Du musst den Computer aber erst einmal hochfahren!“

Das habe ich nicht verstanden. „Wie? Hochfahren? Du hast doch gesagt, der ist schon oben im Arbeitszimmer. Wie soll ich den denn dann noch hochfahren?“

Der Andreas musste lachen. Er hat gesagt: „Aber, Paula. Das sagt man doch nur so. Einen Computer hochfahren bedeutet, dass man ihn anmacht. Dann sind die Programme bereit zum Arbeiten. Also, kannst du das kurz machen?“

„Na klar“, habe ich geschnattert. Und schon bin ich losgewatschelt zum Computer. Ich habe auch gleich den Knopf gefunden und gedrückt. Aber irgendwie ist nichts passiert. „Komisch“, habe ich mir gedacht. Also habe ich ihn noch einmal gedrückt. Und noch einmal. Aber es ist nichts passiert. Der Bildschirm ist schwarz geblieben. Dafür hat das kleine grüne Lichtchen neben dem Knopf dauernd geblinkt.

Das hat mir gar nicht gepasst. Jetzt musste ich doch den Andreas fragen, wie man den Computer anmacht. Also bin ich wieder nach unten. Dort hatte ich das Telefon liegen lassen. Ich habe den Andreas schon auf der Treppe ganz leise durch den Telefonhörer rufen gehört: „Hallo, hallo, Paula! Hörst du mich?“

„Ja, ja, ist ja schon gut“, habe ich gemeint, „ich bin wieder da!“

Und der Andreas hat gesagt: „Du hättest den Hörer mitnehmen können. Dann hätte ich dir helfen können! Hast du den Computer jetzt angemacht?“

„Äh, na ja, hm, also“, habe ich gestottert, „eigentlich nicht. Der Bildschirm ist noch ganz schwarz. Dabei habe ich ein paar Mal auf den Knopf gedrückt!“

„Du hast was?“, hat der Andreas gesagt, „du hast ein paar Mal auf den Knopf gedrückt? Hintereinander? Dann ist der natürlich abgestürzt!“

„Abgestürzt?“, habe ich geschnattert, „der ist natürlich nicht abgestürzt. Der steht noch immer oben im Zimmer!“

„Ach, Paula“, hat der Andreas gesagt, „das sagt man doch nur so. Eigentlich stürzen die Programme ab. Das heißt: Sie funktionieren nicht mehr. Wenn du dauernd auf dem Aus-und-Ein-Knopf rumdrückst, passiert das. Da musst du Geduld haben. Das habe ich vorher mit hochfahren gemeint. Man drückt auf den Knopf und wartet, bis der Computer bereit ist. Jetzt geht nichts mehr! So ein Mist. Na ja, kann man nichts machen.“

Das hat mich ganz arg geärgert. Eigentlich habe ich mich über mich geärgert. Wieso habe ich auch nur auf dem Knopf rumgedrückt? Ich hätte doch gleich den Andreas fragen können. Dann wäre der Computer angegangen, und ich hätte ihm helfen können. Aber jetzt war das Ding kaputt. Und der Andreas hat mir vertraut! „Oh, Mann, Paula“, habe ich mit mir selbst geschimpft. Das hat der Sohn vom Andreas gehört. Er ist aus seinem Zimmer gekommen und hat mich gefragt, was los ist. Ich habe ihm alles erzählt. Ich habe sogar eine Träne in meinen runden Entenäuglein gehabt.

Er hat mich getröstet: „Aber, Paula, du brauchst doch nicht zu weinen! So ein Fehler kommt vor. Du wolltest ja helfen. Wer nichts macht, macht keine Fehler. Du musst dir das halt merken. Dann hast du aus dem Fehler gelernt.“

Das hat mich getröstet. Trotzdem habe ich mich komisch gefühlt, als ich später das Auto vom Andreas gehört habe.

Als er reinkam, habe ich ihn ganz traurig angeguckt. „Das tut mir ja so leid“, habe ich gesagt. Ich habe damit gerechnet, dass er schimpft. Aber er hat mich in den Arm genommen und gemeint: „Ach, Paula, das ist nicht so schlimm. Vorher habe ich mich geärgert. Aber dann habe ich mir überlegt: ,Das hat die Paula ja nicht absichtlich gemacht.‘ Das nächste Mal musst du halt fragen. Das solltest du lernen.“

„Ja, und nicht mehr einfach ein paar Mal auf den Knopf drücken, gell?“, habe ich gesagt.

„Stimmt“, hat der Andreas gesagt. Und dann sind wir zum Computer gegangen – und wir haben ihn wieder anbekommen! Eure Paula

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