Paulas Nachrichten

Paula hat Angst vor einem Drohnen-Piks

19.01.2019, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche bin ich zum Andreas in die Redaktion gewatschelt. Da habe ich seinen Freund, den Fotografen Jürgen getroffen. Das ist der mit der großen Kamera in der großen Tasche. Diesmal hatte er aber einen riesigen Koffer dabei.

Ich habe ihn gleich mal angeschnattert: „He, hast du da noch eine viel größere Kamera drin als sonst? Willst du damit vielleicht Bilder vom Mond aus machen? Oder was?“

Der Fotograf hat mich erst mal ganz groß angeguckt. Er hat geguckt wie ein Auto. Dann hat er ein bisschen überlegt und gemeint: „Na ja, vom Mond aus vielleicht nicht. Aber schon von oben.“

Jetzt habe ich ein bisschen überlegt. Dann habe ich gemeint: „Ah, du willst vom Haus aus runterfotografieren?“

Er hat mit dem Kopf geschüttelt und geantwortet: „Nein, Paula, noch von viel weiter oben.“

„Äh“, habe ich gemeint, „dann von einem Turm aus? Vielleicht vom Kirchturm aus?“

Plötzlich habe ich eine bekannte Stimme hinter mir gehört. Das war der Andreas. Der hat gesagt: „Der Kirchturm ist schon ganz schön hoch. Und da könnte man ehrlich mal hochjoggen zum Fotografieren. Aber die Drohne kann noch höher fliegen! Viel höher!“

„Die was?“, habe ich geschnattert, „die Krone? Ist er der Fotografen-König oder was?“

Die beiden haben zuerst mich und dann sich gegenseitig angeguckt. Dann haben sie losgelacht. Ganz laut sogar.

„Na ja“, hat der Andreas endlich gesagt, „ein bisschen schon! Aber Spaß beiseite: Du hast das wieder einmal falsch verstanden, Paula. Warum nur? Eigentlich bist du ja noch jung und du müsstest gut hören. Wahrscheinlich bist du immer zu hektisch und passt nicht richtig auf. Also: Er hat keine Krone, sondern eine Drohne. Das kommt von einem sehr, sehr alten Wort. Das klingt so ähnlich wie ,dröhnen‘. Und es bedeutet eigentlich ,brummen‘. Deshalb hat man auch die männlichen Arbeitsbienen so genannt. Die heißen Drohnen.“

Jetzt habe ich vor Angst noch viel größere Entenäuglein bekommen. Ich bin vorsichtshalber ein bisschen weiter vom großen Koffer weggegangen. Aber ich habe genau hingehört. Ich wollte das Riesenteil brummen hören.

„Wie, wie, wie? Da ist eine B-B-Biene drin?“, habe ich geschnattert, äh, gestottert. „In dem Riesenkoffer? Dann muss die ja wirklich groooß sein. Klar. Wenn die nach oben fliegt und Bilder für dich machen soll! Oh je, wenn die rauskommt, äh, rausfliegt und mich pikst!“

Der Andreas hat gelacht und gesagt: „Genau, Paula. Sei vorsichtig. Wir gucken mal nach der Drohne!“

Dann ist er zum Koffer hin und hat die Schnallen aufgemacht. Ich fand das ein bisschen doof von ihm. Aber er hatte irgendwie gar keine Angst. Und der Fotograf Jürgen auch nicht. Also bin ich in sicherer Entfernung stehen geblieben.

„Mensch, äh, Ente Paula!“, hat der Andreas lachend gesagt, „eine Drohne ist eine männliche Biene. Die haben gar keinen Stachel. Aber da sitzt ja auch keine Riesenbiene drin. So etwas gibt es ja gar nicht. Drohne ist nämlich auch der Namen für ein Fluggerät.“

„Ein Fluggerät?“, habe ich geschnattert. Ich bin ein bisschen näher herangegangen. Da war wirklich keine Biene drin. Da war ein großes weißes Ding zu sehen. Das hatte vier Hubschrauberschrauben. Für mich war das Ding groß. Aber . . . Ich habe mal das Ding angeguckt und dann den Fotografen.

Ich habe gesagt: „Na ja, aber sooo groß ist das Ding ja auch wieder nicht. Damit kannst du doch nicht fliegen.“

„Stimmt“, hat der Fotograf gesagt, „muss ich aber gar nicht. Die Drohne hat unten eine Fotokamera anmontiert. Guck mal da. Und ich kann die Drohne und den Fotoapparat mit der Fernbedienung steuern.“

„Toll“, habe ich gemeint, „dann musst du ja gar nicht mehr auf den Kirchturm watscheln, äh, klettern.“

„Stimmt wieder“, hat der Fotograf gemeint, „aber es kommt noch viel besser. Denn die Drohne fliegt viel höher als der Turm. Mehr als doppelt so hoch. Sie könnte noch höher. Aber ich darf sie nur 120 Meter hoch fliegen lassen. Sonst kommt sie noch irgendwelchen richtigen Fluggeräten in die Quere!“

„Da kommt mir eine Idee“, hat der Andreas plötzlich gesagt und sich am Kinn gekratzt. „Der Jürgen ist zu groß für die Drohne. Aber du, Paula . . . Vielleicht willst du mal mit ihr fliegen!“

„Nein“, habe ich geschnattert, „ich bin froh, dass die mich nicht pikst. Da werde ich doch jetzt nicht herum- und am Ende runterfliegen.“ Eure Paula

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