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Paula hat Angst vor der Schafskälte

14.06.2008 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

in letzter Zeit hab’ ich richtig viel zu tun gehabt. Da war ja der Maientag zum Beispiel. Und dann musste ich mich um unser Projekt, den „Zeitungstreff im Kindergarten“, kümmern. Da habe ich jeden Tag Besuch von Kindergarten-Kindern bekommen, die sich unser Druckhaus angeschaut haben. Das war sehr schön! Aber eben auch etwas anstrengend.

Der Andreas hat gesagt: Wer viel arbeitet, muss auch manchmal so richtig faul sein. Oder aber eine Arbeit machen, die einen so richtig vom Alltag ablenkt. Zum Beispiel im Garten arbeiten.

Das mit der Arbeit im Garten hat mir natürlich viel besser gefallen als das Faulsein. Ich habe nämlich gleich wieder ans Essen gedacht. Bei der Gartenarbeit kann man sich ja ganz toll um den Salat kümmern.

Der Andreas weiß natürlich, wie ich über Salat und Gartenarbeit denke. Und deshalb ist er in dieser Woche zu mir gekommen und hat gesagt: Paula, ich lege hinter meinem Haus ein kleines Gärtchen an. Mit ein paar Kräutern und mit einem Gemüsegarten. Ich habe mir gedacht, du könntest dir da ein kleines Salatgärtchen anlegen.

Natürlich habe ich gleich ja gesagt und gleich angefangen zu arbeiten. Er hat da ganz tolle Erde, und ich habe mir Eisbergsalat eingepflanzt, den mag ich am liebsten. Hmmm!

Das ist eine gute Idee, hat der Andreas gemeint. Eisbergsalat passt gut zur Schafskälte, der übersteht die bestimmt gut!

Schafskälte?, habe ich gesagt. Was ist das denn? Tauchen da Schafe eiskalt auf, meckern rum und wollen meinen Salat essen?

Quatsch, hat der Andreas geantwortet. Obwohl es natürlich schon sein kann, dass Schafe deinen Salat verspeisen würden. hat er gegrinst. Ich kann sie ja mal fragen. hat er gemeint.

Nein, nein, lass’ sie nur weg, habe ich ihm geantwortet. Erkläre mir lieber, was die Schafskälte ist.

Kein Problem, hat der Andreas geantwortet, eigentlich gibt es jedes Jahr im Juni ein paar Tage, an denen es wieder viel, viel kälter wird. Und regnen tut’s da auch oft. Die Bauern haben das schon früh beobachtet. Die kennen sich mit dem Wetter ja aus, weil sie auf ihre Felder aufpassen müssen.

Ach ja, habe ich gesagt. Sind denn die Schafe auch Bauern? Oder warum haben Bauern die kalten Tage im Juni jetzt so genannt, habe ich ganz ungeduldig und – ich gebe es zu – etwas frech gefragt.

Nein, nein, Paula, hat der Andreas geantwortet. Im Frühjahr werden doch die Schafe geschoren, sie werden also rasiert und haben dann kein Fell mehr. Und wenn es dann im Juni kalt wird, bevor das Fell nachgewachsen ist, dann ist das für die Schafe richtig blöd.

Hm, habe ich gesagt, dann ist das ja gar nicht lustig mit den Schafen. Die tun mir richtig leid. Hoffentlich wird dann die Schafskälte nicht gar so kalt. Wir Zeitungsenten haben es da schon besser. Wir haben immer unsere Zeitungskleider an, und die halten uns warm. Auch wenn uns mal die Schafskälte bei der Gartenarbeit erwischt. Na, vielleicht hebe ich ja einen von meinen Salaten mal für ein Schaf auf. Mal sehen! Eure Paula

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