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Paula guckt sich Pedros Reißverschluss genau an

05.10.2019 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Paulas Thema heute: Was bedeuten die uralten Felsenzeichnungen?

Hallo, liebe Kinder,

letzte Woche bin ich wieder einmal in die Redaktion gewatschelt. Und stellt euch vor: Der Andreas war wieder einmal da! Der war nämlich ganz schön lange im Urlaub gewesen.

„Na“, habe ich zu ihm gesagt, „hast du Heimweh gehabt oder ist dir das Geld ausgegangen in deinem Amerika?“

Zuerst hat er ein bisschen komisch geguckt. Das ist ja auch klar, denn ich wollte ihn ja ärgern. Aber dann hat er gelacht, mich in den Arm genommen und gemeint: „Du hast dich auf jeden Fall nicht verändert, liebe Paula: Du bist genauso frech wie vor meinem Urlaub! Heimweh oder kein Geld? Na ja, von beidem ein bisschen!“

„Alles gut! Hauptsache, du bist wieder da! Hast du auch etwas Interessantes erlebt in Amerika?“, habe ich gefragt.

Der Andreas musste überhaupt nicht lange überlegen. Er hat gleich gesagt: „Also, da gibt es eine ganze Menge! Ich bin ja immer so neugierig wie du. Auch im Urlaub!“

„Na“, habe ich gemeint, „dann kannst du mir ja wieder eine ganze Menge erzählen und erklären. Zeig’ mir doch erst einmal ein paar Bilder. Dann sehe ich gleich, was mich so richtig interessiert.“

Der Andreas hat mir in seinem Computer viele Bilder gezeigt. Da waren zum Beispiel hohe Berge zu sehen. Mit und ohne Schnee. Und dann wieder ganz rote Steine. Die hat er in der Wüste gesehen. Da musste ich schon beim angucken schwitzen. Und dann waren da Bilder mit Felsen darauf. In die Felsen waren lauter seltsame Bilder geritzt.

Ich habe gemeint: „Toll! Wo hast du denn die gefunden?“

„In den Bergen im Bundesstaat Juuhta. Das schreibt man U-t-a-h“, hat der Andreas erklärt.

Ich habe losgeschnattert: „Komischer Name! Wohnen dort lauter Juttas?“

„So ein Quatsch“, hat der Andreas gemeint. „Jutta ist ein deutscher Name! In Amerika wirst du kaum eine finden. Aber ganz daneben liegst du nicht. Denn dort hat früher der Stamm der Juuhtä gelebt. Das schreibt man U-t-e. Und die Nachfahren von diesen Menschen leben immer noch dort. Früher hat man zu diesen Ureinwohnern einfach Indianer gesagt. Aber du weißt ja: Das war nur, weil der Amerika-Entdecker Kolumbus gemeint hat, er sei in Indien gelandet.“

„Stimmt“, habe ich gemeint, „das hast du mir schon einmal erklärt. Und die Juttas , äh, Juuhtäs haben die Bilder auf die Felsen gemalt?“

„Na ja“, hat der Andreas geantwortet, „zum Teil. Aber es gab da auch noch andere Stämme. Das war aber schon lange vor der Ritterzeit. Man weiß noch nicht, wie alt die Bilder genau sind. Da müssen die Wissenschaftler noch forschen. Aber gemalt haben die die nicht. Das sind nämlich Petroglyphen?“

„Pedro-was?“, habe ich geschnattert. „Hießen die Ureinwohner alle Pedro statt Jutta?“

Der Andreas hat gelacht und gemeint: „Nein, nein! ,Petro‘ kommt vom alten Griechenwort für ,Stein‘ und ,Glyphen‘ kommt vom griechischen Wort für ,schnitzen‘. Die haben also nicht gemalt, sondern die Bilder in den Stein geschnitzt. Die haben einfach so lange gekratzt, bis sie am Stein auf eine andere Farbe gestoßen sind. Deshalb ist das nach hunderten oder sogar tausenden Jahren noch zu sehen. Man weiß allerdings nicht bei allen Bildern genau, was da eigentlich zu sehen ist. Guck’ mal, hier zum Beispiel!“

Er hat mir ein besonderes Bild gezeigt. Ich musste es gar nicht lange anschauen. Dann habe ich geschnattert: „Ha, das ist doch einfach! Das ist ein Reißverschluss! Die Jutta-Indianer, äh, die Ureinwohner da waren halt schon früher sehr modern!“

Der Andreas musste wieder lachen. Dann hat er gesagt: „Nee, nee. Das ist natürlich kein Reißverschluss. Aber du liegst wieder gar nicht so falsch. Viele Forscher nennen den Felsen auch ,Zipper‘. Das ist das englische Wort für ,Reißverschluss‘. Es ist aber keiner. Den gab es da natürlich noch lange nicht. Die Forscher haben eine andere Idee. Sie haben nämlich mal die Nachfahren der Ureinwohner gefragt. Und die haben gemeint: ,Das ist die Geschichte von einer Hungersnot. Da gibt es nämlich drei Männchen. Und die haben einen Balken auf dem Bauch. Das soll ,Hunger‘ bedeuten. Und wegen der Hungersnot musste ein Stamm woanders hinziehen.

Die sagen auch: ,Die Stämme in Nordamerika hatten zwar alle verschiedene Sprachen. Aber sie hatten eine gemeinsame Zeichensprache. Die verstand jeder. Und die Felszeichnungen sind die Schrift zu dieser Zeichensprache.‘ Das klingt ganz gut, finde ich. Die Zeichnungen findet man an einem engen Pass. Da sind die Stämme sowieso immer durchgezogen. Zum Beispiel wenn sie Tiere gejagt haben. Von denen haben sie auch welche geschnitzt.“

„Ah“, habe ich ängstlich gemeint, „haben die auch Enten gejagt?“

„Nein“, hat der Andreas geantwortet, „Entenbilder habe ich keine gesehen. Vor allem keine Zeitungsentenbilder.“

„Klar. Sonst würden man ja auch Buchstaben auf den Bilder sehen“, habe ich gesagt und gelacht. Eure Paula

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