Schwerpunkte

Paulas Nachrichten

Paula guckt mal nach ganz unten

02.01.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Paulas Thema heute: Wo kam all die Post an sie her?

Hallo, liebe Kinder,

zuerst einmal wünsche ich euch ein gutes neues Jahr! Vor allem wünsche ich euch und euren Lieben, dass ihr alle gesund bleibt! Und uns allen wünsche ich, dass wir das mit dem Virus endlich so richtig in den Griff kriegen! Ich bin sicher, das klappt in diesem Jahr!

So, jetzt muss ich euch aber noch etwas erzählen. Ich habe euch doch am Donnerstag berichtet: Es haben 143 Kinder bei meinem Adventskalender-Rätsel mitgemacht. Ich habe mich so gefreut! Deshalb habe ich alle E-Mails und Postkarten ein paar Mal gelesen. Da waren auch ein paar Zuschriften von weiter weg dabei. Die Orte kannte ich gar nicht. Da gab es auch Post aus Remseck, aus Aruba und aus Canberra in Australien.

Ich habe den Andreas ja nach den Orten gefragt. Aber er hat gesagt: „ Du bist ja selber eine schlaue Zeitungsente, Paula. Das kannst du selbst rauskriegen.“

Das habe ich dann auch versucht. Das war aber gar nicht so leicht. Denn ich suche nicht immer gleich mit dem Internet. Ich nehme manchmal noch einen Atlas in meine Watschelpatschelhände. Das ist so ein großes Buch mit vielen Weltkarten drin. Das ist interessant. Man reist mit den Augen und entdeckt vieles mehr. Und dann kann man sich das alles auch besser merken. Die Internetsachen vergisst man immer so leicht.

Der Andreas findet das gut. Deshalb hat er gemeint: „Schön, Paula! Das ist eine gute Suche! Ich helfe dir!“

Also haben wir zusammen geguckt. Der Andreas hat mir ein bisschen geholfen mit den Karten. Remseck ist gar nicht so weit weg. Das liegt bei Stuttgart. Ich habe geschnattert: „He, da wohnt ja die Ava auch am Neckar! Wie ich!“

Dann habe ich weiter geschnattert: „In Ordnung! Das haben wir gleich gefunden. Aber Sam und Emily haben die Rätsel von ihrer Oma Irmtraut nach Aruba geschickt bekommen. Das hört sich viel weiter weg an. Und das liegt bestimmt nicht am Neckar! Gell?“

„Da hast du recht, schlaue Zeitungsente! Das liegt in der Karibik. Das ist ein Teil des großen Meeres mit dem Namen Atlantik. Die kleine Insel Aruba liegt nördlich von Südamerika. Guck mal, da ist die Stadt Oranjestad! Da wohnen Sam und Emily!“

„Hä?“, habe ich gemeint, „Oranjestad? Ist da alles orangefarben? So wie mein Schnabel? Das wäre toll! Oder gibt es da viele Orangen? Das wäre ja lecker!“, habe ich schon wieder geschnattert.

„Naja, Paula“, hat der Andreas geantwortet, „mit den Orangen hat das nicht unbedingt was zu tun. Die Entenschnäbel werden da auch orange sein. Ja. Aber dort ist natürlich nicht alles orangefarben. Äh, das heißt ... Warte mal ... Also: Die Niederländer haben vor über 300 Jahren die Mini-Insel den Spaniern abgekauft. Die hatten sie nämlich kurz nach der Amerika-Entdeckung durch ihren Kolumbus kurz nach der Ritterzeit erobert und besetzt. Und die Niederländer haben bis heute einen König. Seine Familie heißt Oranien. Sie kam nämlich in der Ritterzeit aus der Stadt Orange in Frankreich. Deshalb ist ihre Farbe Orange. Das heißt auf niederländisch ,oranje‘. Das ist auch die Nationalfarbe der Niederländer. Ihre Fußballer tragen auch Oranje-Trikots.“

„Ah, dann heißt Oranjestad wohl so, weil dort mal der orangene König der Chef war!“, habe ich geschnattert.

„Ungefähr so, ja“, hat der Andreas gemeint.

„Gut“, habe ich freudig geschnattert, „dann suchen wir jetzt noch das Canberra! Dort wohnt doch die Maya! Die hat das Rätsel ja auch von ihren Großeltern aus Nürtingen geschickt bekommen. Sie hat mir ja auch ein Bild geschickt mit dem Lösungszettel. Und ich habe sie doch auch als Gewinnerin gezogen! Da muss doch meine kleine Kalender-Paula voll lange flattern nach Canberra, gell?“

„Oh ja“, hat der Andreas gemeint. Da müsste sie lange flattern. Deshalb schicken wir sie lieber mit der Post. Canberra liegt nämlich in Australien. Und das ist ein riesiger Inselerdteil genau auf der anderen Seite unserer Erdkugel. Deshalb strecken uns die Australier die Füße entgegen. Als würden die so auf dem Kopf stehen. Deshalb nennt man sie auch Antipoden, also Gegenfüßler. Das Wort kommt von den alten Griechen. ,Anti‘ heißt ,gegen‘ und ,pous‘ einfach ,Fuß‘. Man kann aber zu Australien auch einfach ,Daun ander‘ sagen. Das ist englisch. Denn Australien wurde mal von den Engländern besetzt. Das schreibt man ,D-o-w-n u-n-d-e-r“. Das heißt einfach ,unten drunter‘. Denn das ist von Europa gesehen ganz unten im Süden.“

„Gut“, habe ich gemeint, „dann merke ich mir das mit dem ,Daun ander‘. Das ist leichter. Und ich schaue mal da unten nach. Damit meine kleine Kalender-Paula auch den richtigen Weg flattert mit der Post!“ Eure Paula

Paulas Nachrichten

Wenn der Mund nicht zu sehen ist

Jeder trägt Masken: Hörgeschädigte Menschen können sich im Moment besonders schwer verständigen

Ob in der Schule, im Bus oder im Supermarkt: Überall muss eine Maske getragen werden. Die Maske bedeckt die Nase und den Mund zum Schutz vor dem Coronavirus.…

Weiterlesen

Weitere Nachrichten von Paula Alle Nachrichten