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Paulas Nachrichten

Paula grüßt das Team von den Kindern

14.06.2014 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche hat mich der Andreas gefragt: „Na, Paula, bist du auch schon im WM-Fieber?“ Das habe ich nicht so verstanden. Ich habe geschnattert: „Fieber? Warum? Sehe ich krank aus?“

Der Andreas hat gelacht und mich beruhigt: „Aber nein, Paula. Du siehst nicht krank aus. Das mit dem Fieber sagt man halt so. Das ist eine Redensart. WM-Fieber bedeutet: Jemand ist ganz arg begeistert und freut sich ganz arg auf die Weltmeisterschaft.“

„Naja“, habe ich überlegt, „dann hast du bestimmt so ein Fieber mit deinen Fußballern. Und dann steckst du mich noch an . . .“

Der letzte Satz mit dem Anstecken sollte natürlich ein Witz sein. Aber der Andreas hat gleich gesagt: „Genau! Das Anstecken passt auch zu der Redensart mit dem Fieber. Man kann sich halt gegen die Begeisterung gar nicht wehren. Die steckt richtig an. Wie eine Grippe. Nur dass so ein WM-Fieber nicht schlimm ist. Ganz im Gegenteil. Das finde ich richtig schön.“

„Ich freue mich ja auch“, habe ich gesagt, „aber im Fieber bin ich noch nicht. Vielleicht wenn unsere Jungs dann spielen . . . Ich wünsche mir ganz arg, dass die Weltmeister werden!“

Der Andreas hat gelächelt und ganz geheimnisvoll gesagt: „Na, warte mal, Paula.“ Dann hat er die Zeitung aufgeschlagen und mir einen Bericht gezeigt. Auf dem Bild war ein älterer Mann mit einer Postkarte zu sehen. „Lies das mal! Dann bekommst du gleich WM-Fieber!“

Die Geschichte war echt interessant. Der Mann hat vor 60 Jahren der deutschen Nationalmannschaft eine Postkarte zur Weltmeisterschaft in die Schweiz geschickt. Er hat den Spielern und ihrem Trainer viel Glück gewünscht. Irgendwann während dem Turnier hat der Trainer ihm auch eine Postkarte geschrieben. Viele Spieler haben darauf unterschrieben. Und dann sind die ja wirklich Weltmeister geworden. Das war für die Deutschen ganz wichtig nach dem zweiten großen Weltkrieg. Davon hatte mir der Andreas schon einmal berichtet.

Das war eine tolle Geschichte. Ich habe zum Andreas gesagt: „He, hast du die Karte auch mal anfassen dürfen?“

Der Andreas hat geantwortet: „Ja! Und das war echt sehr schön! Man fühlt dann die Spieler und den Trainer ganz nah bei sich. Obwohl fast keiner mehr lebt. Es leben nur noch zwei Spieler. Das waren alles richtige Helden damals!“

Ich habe eine Weile überlegt. Dann habe ich gemeint: „Die Karte von dem Mann hat den Spielern bestimmt Glück gebracht! Hm, ich würde unserer Mannschaft auch gerne eine Karte schicken! Aber die sind ja schon in Brasilien . . . Meinst du, der Postbote findet die dort? Brasilien ist doch ein Riesenland. Und ganz weit weg ist es auch . . .“

Der Andreas hat gemeint: „Da hast du Recht, Paula! Brasilien ist riesengroß. Deutschland würde 24-mal reinpassen. Und weit weg ist es auch. Das sind ungefähr 10 000 Kilometer. Da fliegt man über zehn Stunden mit einem ganz schnellen Flieger. Aber wir können ja eine E-Mail im Internet mit dem Computer schicken. Die ist gleich dort.“

Das fand ich gut. Aber ein Problem habe ich noch gehabt. Ich habe gesagt: „Aber wir haben doch die Adresse von denen gar nicht!“

Der Andreas hat geantwortet: „Kein Problem.“ Dann hat er etwas im Internet nachgeguckt und telefoniert. Und dann hat er gesagt: „So, da können wir deine E-Mail hinschicken. Aber erst einmal musst du dir die alte Karte bei dem Mann in echt angucken. Damit du auch weißt, von was du schreibst!“

Wir sind dann mit dem Foto-Kollegen vom Andreas hingefahren. Ich habe extra meinen Fan-Hut und meine Fahne mitgenommen. Der Mann war sehr nett und hat mir die Karte gezeigt. Das hat mich richtig begeistert – ja, ich glaube, das war schon das WM-Fieber!

Wir sind dann wieder in die Redaktion. Ich habe gleich die E-Mail geschrieben. Dem Trainer Jogi Löw und seinen Jungs habe ich ganz viel Erfolg gewünscht. Ich habe ihnen natürlich auch von der alten Karte erzählt – und dass es wohl Glück bringt, solche Karten zu beantworten! Ich habe ihnen auch das Bild von dem Mann mit der Karte und mir geschickt. Ja, und ich habe ihnen ganz liebe Grüße von euch, lieben Kindern, ausgerichtet! Vielleicht schafft unser National-Team ja dann wirklich das mit dem Weltmeister-Titel! Eure Paula

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