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Paula führt gerne Zwischengespräche

17.07.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Paulas Thema heute: Was ist ein Interview? Und wie lernt man eigentlich zwei Sprachen gleichzeitig?

Hallo, liebe Kinder,

an Ostern habe ich euch von einer tollen Geschichte berichtet. Da hatte ich Post von einer Lehrerin aus Unterensingen bekommen. Die arbeitet zwar eigentlich nicht mehr. Aber sie hilft der achtjährigen Malak. Die ist mit ihrer Familie aus dem Land Syrien zu uns gekommen. Denn dort in ihrem Heimatland tobt ein langer, schrecklicher Krieg. Die Lehrerin hat der Malak während der Coronazeit auch bei dem Lernen für die erste Klasse geholfen. Und sie hat für mich ein richtiges Interview mit Malak gemacht.

Das hat mich sehr gefreut. Deshalb habe ich zum Andreas gesagt: „Du, wir schicken der Malak einfach eine kleine Interview-Paula!“

Der Andreas hatte gesagt: „Das ist eine gute Idee! Das machen wir!“

Die kleine Paula ist dann auch gleich losgeflattert zur Malak nach Unterensingen. Die Malak hat mir vor einiger Zeit mit der Lehrerin zusammen noch einmal geschrieben. Malak sagt in dem Brief: „Über die Paula habe ich mich sehr gefreut. Meine Paula-Ente möchte wissen, wie ich meine zwei Muttersprachen tagtäglich lerne.“

Da musste ich natürlich lächeln. Denn es ist schön, wenn die kleinen Paulas genauso neugierig sind wie ich. Denn schließlich bin ich eine Zeitungsente. Tja, und die kleine Zeitungsenten-Puppe habe ich ja extra Interview-Ente genannt.

Das Wort „Interview“ ist ja eigentlich ein komisches Wort. Es klingt ja eher so: „Interwiuh“. Aber ich kenne das Wort natürlich. Denn ein Interwiuh ist in einer Zeitung etwas ganz Wichtiges. Kennt ihr das? Nein! Macht nichts! Denn ich bin ja eure Zeitungsente und kann euch das erklären. Und dabei muss ich heute gar nicht den Schlaumeier Andreas, meinen Reporterfreund fragen. Das weiß ich selber!

Also: Das Wort Interwiuh schreibt man In-t-e-r-v-i-e-w. Das ist eigentlich ein englisches Wort. Aber die Engländer haben es auch aus zwei Wörtern von den alten Römern zusammengebaut. „Inter“ heißt bei den Engländern und den Römern so etwas wie „zwischen“ oder „abwechselnd“. Und das englische Wort „view“ kommt vom Römerwort „videre“. Das heißt eigentlich so viel wie „gucken“. Es kann aber auch so etwas wie „Meinung“ oder „Standpunkt“ bedeuten. Klar, wir sagen ja auch oft: „Ich sehe das aber so. Das ist meine Meinung.“ Der Andreas hat mir das mal erklärt. Ich habe es auch gleich kapiert.

Tja, dann ist so ein Interview eigentlich ein Zwischengespräch – ein Gespräch zwischen zwei Typen. Da will meistens ein Reporter oder eine Zeitungsente die Meinung von jemand anderem zu einer Sache herausbekommen. Deshalb stellt er ihm Fragen. Und der andere beantwortet die Fragen dann und der Reporter oder die Zeitungsente schreiben das alles auf und drucken es in der Zeitung ab. Das ist dann ein richtig spannendes Gespräch.

Man kann das als Zeitungsente oder Reporter aber auch anders machen. Man stellt die Fragen, weil man etwas vom anderen erfahren möchte. Und dann schreibt man aus den Antworten selber eine Geschichte. Dann macht man das Interview also, um Informationen zu bekommen.

So hat das meine kleine Interview-Paula auch mit der Malak gemacht. Und die liebe Lehrerin hat als meine Reporterin die Geschichte aufgeschrieben. Das Ergebnis könnt ihr hier in dem Kasten lesen. Viel Spaß euch dabei! Eure Paula

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