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Paula freut sich über ihr zweites Auge

24.06.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

das ist immer eine Hitze! Und dann immer die Gewitter zwischendrin! Die nerven!

Aber mit dem Regen habe ich kein Problem. Schließlich mag ich als Ente das Wasser. Und kalt ist es ja sowieso nicht. Manchmal watschele ich raus und guck nach den Regenwolken. Dann kann ich mich abkühlen. Und wenn das nichts ist, watschele ich kurz rüber zum Neckar. Als Ente kann ich da baden. Ihr Kinder müsst aber vorsichtig sein und nur mit Erwachsene zum Baden gehen – am besten ins Freibad. Wie macht ihr denn das gerade im Kindi? Macht ihr euch auch manchmal nass?

Mit dem Regen oder dem Neckar kühle ich mich ab. Und dann watschele ich ganz glücklich zurück zum Andreas, meinem Reporterfreund, in unser Heimbüro. Eigentlich nennt man das Hoamoffis. Das kommt aus dem Englischen und man schreibt es so: H-O-M-E-O-F-F-I-C-E. Das heißt einfach: Man arbeitet von zu Hause aus. Meistens gerade wegen der doofen Pandemie.

Gestern bin ich dann also zurückgewatschelt. Der Andreas hat mich schon ganz sehnsüchtig erwartet und geschnattert, äh, gemeckert, äh, gesagt: „Endlich kommst du, meine liebe Bade-Ente, äh, Zeitungsente! Wir müssen arbeiten! Wir müssen das zweite Puzzleteil aussuchen! Was sollen wir denn morgen mitnehmen?“

Ich musste nur kurz überlegen. Dann habe ich gesagt; „Na, wir nehmen natürlich das zweite Auge mit!“

„Ach so“, hat der Andreas gesagt, „das ist ja klar! Auf einem Auge steht man schlecht!“

Ich habe ihn jetzt mit meinen beiden großen, runden Entenäuglein angeguckt wie ein Auto. Denn ich habe ihn nicht verstanden. Der Andreas hat das gemerkt und gemeint: „Mensch, äh, Ente, das war doch nur ein Spaß von mir! Eigentlich sagt man doch mit einem Sprichwort: Auf einem Bein kann man nicht stehen. Denn wenn man lange auf einem Bein steht, kippt man um. Deshalb werden wir ja für dein Puzzleposter auch deine beiden Watschelbeine bringen. Aber weil wir jetzt das eine Auge von dir schon gebracht haben am Dienstag, bringen wir jetzt am Donnerstag gleich das zweite. Vielleicht sollte man eher sagen: Mit zwei Augen sieht man besser als mit einem!“

„Ja“, habe ich gemeint, „das klingt besser. Und es stimmt ja auch. Mit einem Auge guckt man wirklich komisch.“

„Na ja“, hat der Andreas gemeint, „das hat ja auch einen Grund. Deine beiden Augen nehmen ja sozusagen Bilder auf. Und das Gehirn macht dann daraus ein einziges Bild. So kann man auch besser erkennen, was weiter vorne ist und was weiter hinten. Mit einem Auge wird das schwieriger.“

„Na gut“, habe ich gemeint, „dann bin ich ja froh. Dann kann die Papier-Paula auf den Puzzlepostern der Kindern jetzt schon gucken. Watscheln kann sie ja dann noch nicht. Aber das wird noch!“

„Genau“, hat der Andreas gemeint, „aber nicht, dass sie den Kindern dann davonwatschelt!“

„So ein Quatsch“, habe ich geschnattert. „Den Papier-Poster-Paulas gefällt es bei den Kindern bestimmt ganz arg. Die Kinder sind immer lieb und lustig.“

„Ach“, hat der Andreas gemeint, „deshalb kommst auch immer zu mir zurück, gell? Weil ich lieb und lustig bin!“

„Na ja“, habe ich gemeint, und dann haben der Andreas und ich zusammen gelacht. Wahrscheinlich hat er ja schon recht. Eure Paula

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