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Paula freut sich auf den Maientag

28.05.2011 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

vor ein paar Tagen bin ich am Neckar entlanggelaufen. Das mache ich immer gerne. Gerade wenn es schön warm ist. Dann bade ich meine Entenbeine im kühlen Fluss und schaue meinen Entenkumpels zu. Der Andreas und sein Sohn spazieren oft auch gerne am Neckar entlang. Manchmal treffen wir uns.

Diese Woche wollte ich aber einfach mal in Ruhe in der Sonne am Ufer sitzen. Da kann man sich herrlich ausruhen und über die verschiedensten Dinge nachdenken. Das ging aber an diesem Tag gar nicht. Dauernd habe ich ein Hämmern gehört. Und es hat manchmal geknallt und gescheppert. Motoren sind gelaufen. Und Männer haben sich laut irgendwelche Sätze zugerufen.

Na gut, habe ich mir gedacht, dann lassen wir das eben mit dem Ausruhen. Solche Geräusche machen eine Zeitungsente nämlich richtig neugierig. Ich musste also gleich loswatscheln. Die Geräusche kamen vom großen Festplatz drüben in Oberensingen. Da wurden Karussells, Buden und ein Zelt aufgebaut. Und viele andere bunte Häuslein. Manche klein, manche richtig groß. Ich musste nicht lange überlegen. „He, da ist ja wieder das große Fest“, habe ich gejubelt. Und auch der Name ist mir gleich wieder eingefallen. „Das ist der Maientag!“, habe ich lachend gerufen.

Ich habe mal überall rumgeguckt. Aber die Buden waren noch zu. Es fuhren keine Boxautos. Die Karussells standen still. Tja, und Kinder waren natürlich auch noch nicht unterwegs. Das fand ich schade. Das Fest hatte noch gar nicht begonnen.

Na ja, ich bin dann mal zum Sportplatz rüber. Dort trifft man den Andreas öfter. Tatsächlich war er da.

„He, Paula, was guckst du denn so traurig?“, hat er mich gleich gefragt. „Freu dich doch! Am Wochenende ist Maientag!“

„Jaja, das weiß ich. Aber leider ist ja heute noch nicht Wochenende. So lange muss ich noch warten!“, habe ich geantwortet.

„Aber Paula“, hat der Andreas gemeint, „du weißt doch: Vorfreude ist die schönste Freude. Ein paar Attraktionen kannst du dir heute schon anschauen. Guck mal, da drüben“, hat er gesagt und zu den beiden Sportplätzen rübergezeigt. Zwischen den beiden Sportplätzen standen ganz glatte Baumstämme mit bunten Kränzen obendrauf.

„Da klettern die Kinder morgen rauf“, hat er mir gesagt. „Du kannst es aber ja heute schon einmal probieren!“

Ich habe mir das aus der Nähe ausgeschaut. Mann, sind die Dinger hoch!

Der Andreas hat meinen komischen Blick bemerkt. Er hat gesagt: „Aber nicht hochflattern, Paula! Das können die Kinder ja auch nicht. Du musst das so machen, wie die Kinder das auch machen!“

Ich habe es probiert. Aber ich bin nicht einmal ein kleines Stück hochgekommen. Ich habe den Andreas ganz schüchtern angeguckt. Aber er hat gar nicht gelacht: „Mach dir nichts draus, Paula! Das kann nicht jeder. Ich kann das auch nicht. Und als Kind habe ich es auch nicht können. Da muss man gar nicht traurig sein. Man kann nicht alles. Die einen können das, und die anderen können eben etwas anderes. Jeder kann irgendetwas. Manche müssen nur eine Weile suchen, bis sie das finden. Da müssen sie einfach Geduld haben.“

Das hat mich beruhigt. „Ach, dann machen das gar nicht alle Kinder am Maientag?“, wollte ich wissen.

„Nein, nein, Paula. Ganz bestimmt nicht. Manche machen beim Umzug mit. Die anderen schauen einfach zu. Und manche machen bei den Sportspielen mit. Die anderen sind einfach nur dabei. Sie gucken zu und feuern sie an. Auf den Rummelplatz gehen aber alle Kinder gerne. Die fahren dann da mit der Achterbahn. Oder lassen sich einfach mal so richtig durchschütteln. Oder sie fahren mit den Boxautos.“

Auch da habe ich etwas komisch geguckt. Und auch das hat der Andreas gleich wieder gemerkt. Er hat gelächelt, mich in den Arm genommen und gemeint: „Aber man kann auf dem Rummel natürlich auch einfach mit Bällen auf Dosen werfen. Oder man kann mit dem Karussell fahren. Weißt du, ich bin auch nicht so ein wilder Fahrer. Vielleicht fahre ich mal mit dem Riesenrad.“

„Ja“, habe ich gleich losgeschnattert, „und ich fahre einmal eine Runde mit dem Karussell. Ich werde mir gleich nachher einen passenden Wagen aussuchen und mich zur Probe einmal reinsetzen. Dann muss ich am Wochenende gar nicht mehr lange überlegen.“

Und dann habe ich den Andreas angeschaut und gemeint: „Gut, dass das der Maientag ist und im Mai stattfindet. Sonst müsste ich vielleicht noch bis zum nächsten Monat warten.“

Der Andreas musste lachen. Dann hat er mir erklärt: „Das ist ein bisschen Zufall. Der Namen des Festes kommt nicht unbedingt vom Monat. Früher hat man Ruten aus grünen, blühenden Baumästen gemacht. Die hat man auch Maien genannt. Man hat im Dorf einen Baum aufgestellt, weil man sich über den Frühling gefreut hat. Den hat man auch Maien genannt. Die Lehrer sind dann mit ihren Schülern im Frühling in die Maien gegangen, hat man gesagt. Sie gingen zum Baum und feierten. Danach hat man das Fest benannt. In Nürtingen gab es vor über 400 Jahren das erste Maienfest. Wir feiern heute also ein richtig altes Fest.“

Kinder, da macht das Karussellfahren noch viel mehr Spaß! Eure Paula

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