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Paula freut sich auf den Advent

28.11.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Paulas Thema heute: Woher kommt der Brauch mit den Kalendern?

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche bin ich mal in unser Heimbüro gewatschelt. Der Andreas war tatsächlich mal wieder bei einem Termin. Ich bin lieber daheim geblieben. Da kann ich auch arbeiten – und es war bitterkalt draußen. Aber die Kälte hat auch ihr Gutes. Ich weiß dann immer: Jetzt ist bald Weihnachten.

Das habe ich mir auf meinem Watschelweg rauf in unser Heimbüro überlegt. Ich bin in unser Heimbüro rein. Wisst ihr, was da auf unserem gemütlichen grünen Bürosofa lag? Eine Schnur mit lauter süßen Säckchen dran! Auf jedem Säckchen ist eine Nummer aufgenäht. Von 1 bis 24. Meine Entenäuglein sind immer größer geworden vor Freude. Ich habe mir gedacht: „Paula, du bist eine Glücksente, äh, ein Glückspilz! Das ist ja unser Adventskalender! Hm, und es ist niemand da!“

Ich habe mich noch einmal vorsichtshalber umgedreht. Da war wirklich niemand. Dann bin ich in das Meer aus Säckchen eingetaucht. Aber – ach – die waren alle leer. Ich habe noch ein bisschen in den Säckchen rumgetaucht wie meine Entenkumpels im Neckar. Aber da war wirklich nirgendwo etwas drinnen.

Dann hat plötzlich mein Entenherzlein vor Schreck ganz wild geschlagen. Ich habe nämlich eine ganz tiefe Stimme gehört: „Na, Frau Zeitungsente! Suchen Sie etwas Bestimmtes? Dürfen Sie das überhaupt?“

Ich habe ganz vorsichtig mein rundes Entenköpflein aus dem Haufen der Säckchen rausgestreckt. Puuuuh! Da war nur der Andreas! Das ging ja noch mal. Ich habe trotzdem ein bisschen gestottert und gemeint: „Äh, na ja, hallo! Tja, ich wollte da nur sitzen ... und dann ... äh ... sind die Säckchen auf mich gestürzt ... und ich habe gar nichts mehr gesehen ... und ...“

Der Andreas musste lachen. Dann hat er den Kopf geschüttelt und gemeint: „Schon gut, Paula! Du brauchst da jetzt keine Märchen zu erfinden! Du warst einfach neugierig. Und vielleicht hättest du gerne auch etwas Schokolade genascht. Und weil keiner da war ...“

Ich bin ein bisschen rot geworden und habe geantwortet: „Na gut. Ich gebe es ja zu. Ich will ja nicht lügen. Aber ich freue mich halt schon. Und die Kalender sind echt toll.“

„Ja, ja, schon gut“, hat der Andreas gemeint und mich in den Arm genommen. „Ich kann das verstehen. Aber so ist das doch viel schöner. Der Adventskalender soll ja die Tage bis Weihnachten zählen. Das gehört zur Vorfreude dazu. Deshalb fangen wir am 1. Dezember an. Das ist jetzt am nächsten Dienstag. Und dann zählen wir bis zum 24. Dezember. Da wird ja der Geburtstag vom Christkind, von Jesus, gefeiert. Das Wort ,Advent‘ kommt vom Römerwort ,Adventus‘. Das bedeutet auf Deutsch ,Ankunft‘. Das mit dem Kalender ist auch ein alter Brauch. Zuerst, so vor 200 Jahren vielleicht, hat man einfach Bilder an die Wand gehängt. Und die Kinder durften jeden Tag eines abhängen. Oder man hat 24 Kreidestriche an die Wand gemalt. Jeden Tag durften die Kinder einen wegwischen. Man legte auch Strohhalme in eine Weihnachtskrippe zum Beispiel. Dann gab es die ersten Kalender mit Bildchen. Und vor ungefähr 100 Jahren gab es die ersten Kalender mit Türchen zum Öffnen. Heute gibt es viele verschiedene. Du bekommst zum Beispiel die Säckchen. Aber nur wenn du wieder rauskommst. Du kannst dich ja nicht selber aus dem Säckchen nehmen.“

Ich habe nur „Hahaha“ gesagt. Das sollte nämlich ein Witz vom Andreas sein. Dann habe ich gesagt: „Äh, wir sollten den Kindern auf unserer Seite auch einen Kalender schenken.“

Der Andreas hat ganz geheimnisvoll gelächelt und gesagt: „Das machen wir auch, Paula. Aber das ist eine Überraschung. Auf jeden Fall geht es am Dienstag los. Komm, ich zeige es dir.“

Das wird echt richtig toll. Ich freue mich schon, liebe Kinder! Eure Paula

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