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Paula findfet es interessant, wenn Vögel Ringe bekommen

10.06.2022 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Damit können Vogelschützer die Wiedehopfe wiedererkennen.

DALLGOW-DÖBERITZ. Das strubbelige Küken kneift die Augen zu. Es passieren ja auch gerade seltsame Dinge mit ihm: Der kleine Wiedehopf sitzt in einer Menschenhand, und mit einer Zange macht jemand einen Ring an seinem Bein fest. Das tut aber nicht weh!

Der Vogelschützer in einem Naturpark im Bundesland Brandenburg macht das sehr vorsichtig. Denn die Beringung hat einen bestimmten Grund: Sie ist dazu da, die Wiedehopfe später wiederzuerkennen. So kann man etwa herausfinden, wie viele der Jungtiere in das Gebiet zurückkehren und wo sie geschlüpft sind. Ein Fachmann erklärt: „Die Daten können auch von Wissenschaftlern abgerufen werden, beispielsweise über das Alter, Flügelmaß, wie groß das Gelege und wie hoch die Sterblichkeit der Jungvögel ist.“

Das ist wichtig: Denn die auffälligen Wiedehopfe mit der orangefarbenen Federhaube und schwarz-weißen Flügeln sind bei uns noch immer selten.

In Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide zum Beispiel sind für den Vogel des Jahres 22 Nistkästen aufgestellt, in denen bisher 27 Küken waren und 21 beringt werden konnten. Bundesweit gehen die Schätzungen von 800 bis 950 Wiedehopf-Brutpaaren in Deutschland aus, von denen bis zu 400 in Brandenburg brüten. dpa

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